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Was machen eigentlich Insekten im Winter?

Alle Insektenarten haben sich eine eigene Taktik und
Strategie zugelegt, um den Winter in unseren
Breiten gut zu überstehen.


________________________________
 

Wie überwintern Schmetterlinge?

1. als Falter: Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge,
Zitronenfalter und C-Falter;
2. als Puppe an Pflanzen oder im Boden
in Kokons eingesponnen: Schwalbenschwanz,
Weißlinge und Aurorafalter;
3. als Raupe: Bläulinge;
4. als Ei: Zipfelfalter, Apollofalter;
5. fliegen in den wärmeren Süden:
Admiral, Distelfalter, Postillon
und Taubenschwänzchen.

_____________________________

 

Käfer suchen im Herbst geschützte Orte,
wie Ritzen in der Baumrinde oder
sie graben sich in den Boden ein. Beliebt sind
auch Öffnungen im Mauerwerk von Häusern.

Wo sind Wespen im Winter? Fast alle Wespen
sterben im Winter. Nur die Königinnen
überwintern in Erdlöchern, im Moos oder in
Hausmauerspalten. Wespen bauen jedes
Jahr einen neuen Staat auf.

Und Fliegen? Die Lebensdauer einer
ausgewachsenen Fliege beträgt oft nur wenige
Wochen oder Tage. Doch manche Arten können
sogar in geschützten Lebensräumen den
Winter überstehen.

Und Spinnen? Die meisten Spinnenarten
ziehen sich in den Boden oder in die
Laubschicht zurück. So schützen sie sich
vor extremer Kälte und davor auszutrocknen.
Doch auch in dunklen Räumen wie Kellern oder
Dachböden überwintern sie.



Und was macht die Fotografin im Winter?
Erst einmal Pause und wartet auf den Frühling.
Bis dann also: adieu.

Und was machen meine Webseitenbesucher?
Hoffentlich keinen Winterschlaf!


 


 


11. November 2016

Schätzungsweise mehr als eintausend Kraniche
überquerten sowohl in klassischer V-Formation
als auch in breiter Linienfront ab 13,50 Uhr
am Strom-Kilometer 715/16 den Rhein in
Richtung Südwest. Viele flogen sehr hoch.


 



9. Oktober 2016 - Baumberger Rheinufer

Nach sehr warmen Altweibersommertagen kann man die
letzten Tage von einem Kälteeinbruch sprechen. Doch heute
ist es mit 14 Grad und Sonnenschein doch wieder angenehmer
geworden. Der Rheinpegel (Köln) mit 1,37 Meter ist sehr
niedrig und hat am gegenüberliegenen Ufer große Sand- und
Kiesbänke freigelegt.

 


Am Baumberger Rheinuferweg blüht es nur noch ganz spärlich.
Im Grasland stehen vereinzelt Stauden vom Wiesen-Bärenklau,
am Wegrand noch einige Schafgarben, Rainfarn und Schmalblättriges
Greiskraut. In der Böschung fallen die Fruchtstände vom Hopfen
auf und fast unten am Spülsaum hellgrün die nadelförmigen Blätter
des Spargels. Noch auffallender sind die Fruchtstände der
Gemeinen Waldrebe mit ihren behaarten verlängerten Griffeln,
die silbrig in der Sonne leuchten. Zwei Admirale sind unterwegs
und ein Kleiner Kohlweißling. Vereinzelt durchstreifen noch
einige Insekten das verbliebene Grün auf der angestrengten
Suche nach Nahrung.


 

(oben) Fruchtstände
der Waldrebe, die unsere heimische Liane ist.
 
(links) Spargel

 

Der neue Fuß- und Radweg unterhalb
der Baumberger Rheinterrassen ist
fast fertig. 

 



27. September 2016 - Auf dem Balkon

Es ist wunderbar sonniges Wetter mit Temperaturen zwischen
20 und 25 Grad. Die Trockenheit hat allerdings schon sehr den
Blättern zugesetzt. Die Bäume auf dem gegenüber liegenden Parkplatz
haben keine Kraft mehr, sie mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.
Jetzt heißt es für die Bäume, selbst keinen Schaden zu nehmen. Also
trennen sie sich vorzeitig von ihren bisher durch sie so mustergültig
versorgten Blättern. Und die Eichen lassen bei jedem Windstoß hörbar
ihre Früchte, die Eicheln, auf den Boden knallen. Etliche fallen auf die
Straße, wo sie mit lautem Knacken von den Autoreifen zermalmt werden.
Auf den Pflanzen im Balkonkasten klettert wieder ein zartes
langbeiniges grünes Wesen herum (s. unten), das das Auge erfreut.
Und wenig später landet nach flottem Flug eine dieser Neozoen auf
unserem Balkon: eine Amerikanische Kiefernwanze, die erst seit 2006
hier in Deutschland bekannt ist. Sie ist jetzt auf der Suche nach einem
geeigneten Winterquartier. Das können geschützte Bereiche, wie
Vogelnester oder Hohlstellen unter der Baumrinde und
manchmal auch Gebäude sein.



 

(alle Fotos)
Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima)




 

Die Flügel sind
bei Weibchen und Männchen
nur rudimentär
vorhanden. Die Fühler sind fast viermal so lang wie der Körper.

Foto: Männchen
10-14 mm Länge

 

Amerikanische Kiefernwanze
(Leptoglossus occidentalis)

 

Körperlänge:
15-20 mm

 

 

Nach fünf
Larvenstadien
häutet sich die
Wanze etwa im August zum erwachsenen
Tier (Imago) und überwintert dann.
Diese Art ist für Menschen völlig harmlos.



24. September 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Das Wetter ist wunderbar mit Temperaturen um 25 Grad,
allerdings mit kühlem Wind. Überall sieht es schon sehr 
herbstlich
aus. Ein vermehrtes Spinnenaufkommen im 
Altweibersommer
ist bisher noch nicht eingetreten. 
Nur ein paar Baldachinspinnen
haben in der Krautschicht 
ihre Netze gesponnen, und zwei
sehr stattliche 
Kreuzspinnen warten stoisch auf Beute. 



 


(links)
Kreuzspinne

(rechts) evtl.
Baldachinspinne

 

 

 

An der Blattfieder einer Robinie entdeckte ich etwas sehr Sonderbares. Es sah aus wie eine "Eierpalette" mit hunderten von Eiern. Und eine Larve vom Asiatischen Marienkäfer
schien großes Interesse daran zu haben.


 

Ein richtiger Hingucker ist zurzeit noch
die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium),
die, wenn sie nicht so häufig wäre,
bestimmt manch einen bewundernden
Blick auf sich ziehen würde.
So wird sie nur von einer (unbekannten)
Fliege genauer unter die Lupe genommen.



 



17. September 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Endlich hat es gestern Nacht stark geregnet, doch das
lebensspendende Wasser kommt etwas zu 
spät. Viele
Pflanzen haben sich schon vom Sommer verabschiedet.
Unter manchen Bäumen liegt schon so viel Laub wie im
Spätherbst. Heute ist es erst sonnig, dann meistens
bewölkt mit moderaten 22 Grad. An einigen wenigen
Stellen finde ich sogar noch Pflanzen in voller Blüte.
So auf einem kleinen Stück Brache an einem Feld
steht üppig noch Kamille und am Zaun vom
Naturschutzgebiet frisch erblühtes Mädesüß.


 
 

(oben und rechts)
Grüne Zwergzikade oder ...

Zikaden sind
muntere kleine Tiere,
die oftmals noch bis Oktober zu sehen
sind, wenn man sie
allerdings entdeckt.

 

... Binsen-Schmuckzikade
(Cicadella viridis)
Diese Tiere
ernähren sich von
Pflanzensäften.

Körperlänge: 6-9 mm
 

 

Kohlschnake
(Tipula oleracea)
Die Weibchen sind
an ihrer spitz
zulaufenden Legeröhre zu
erkennen.
Schnaken sind total harmlos für Menschen. Sie besitzen keinen
Stachel und
keine stechenden
Mundwerkzeuge.
Körperlänge:
bis 26 mm

 

Glänzende
Schwingfliege

(Sepsis fulgens)
Die Flügel mit dem
schwarzen Punkt
sind immer in
Bewegung, daher
auch der Name.
Körperlänge:
bis 4 mm

 

(oben) Früchte
vom Weißdorn
(oben links) Mädesüß
(links unten) Kamille

(links und oben)
evtl. Dungfliege
(Scathophaga sp.)

 


 

Jetzt ist auch den letzten
Insekten noch der letzte Rest
blühender Pflanzen vor dem
NSG Baumberger Aue und am
Rodelberg weggemäht worden. 

 



11. September 2016 - Urdenbacher Kämpe

Seit Tagen ist es tagsüber ungewöhnlich warm.
Jetzt kann man wieder beklagen, dass alles viel zu
trocken ist. Seit einigen Wochen hat es nicht
mehr geregnet. Alles, was bis dato geblüht hat,
lässt jetzt den Kopf hängen, und die Blätter
an den Stängeln verdorren immer mehr. Noch sind
einige Insekten unterwegs, doch es wird immer
schwieriger für sie, noch Futter zu finden. 



 


Was von weitem wie ein grünes Blatt
auf dem Feldweg aussah, entpuppte
sich beim Näherkommen als ein
Großes Grünes Heupferd
(Tettigonia viridissima).
Die langen Flügel lassen erkennen,
dass diese Laubheuschrecke im
Gegensatz zu anderen Arten recht
gut fliegen kann.
Körperlänge der Männchen 28-36 mm,
der Weibchen 32-42 mm plus
Legeröhre 23-32 mm (links)

 


An einem Feldrand stehen noch viele blühende Kamillepflanzen.
Sie sind es, die ein munteres Völkchen von kleinen Wanzen
und einige Fliegen anlocken.
 

Gemeine Wiesenwanzen
(Lygus pratensis)
links: Weibchen
rechts: Männchen
Körperlänge: 6-7 mm

 

Schwebfliegen

Noch nicht
bestimmte Fliege

 



8. September 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Sehr schönes Herbstwetter. Fast ist es mittags mit nahezu 30 Grad
zu heiß, doch nachts starke Abkühlung, die einen erholsamen Schlaf
gewährleistet. Es scheint schon ein vorgezogener Altweibersommer
zu sein, der sonst meistens von Mitte bis Ende September seine
freundliche Seite zeigt. Der Lebenszyklus der Insekten neigt sich
seinem Ende zu. Nur wenige dieser kleinen Tiere sind zu sehen.
Heute habe ich nur noch ein vorbeifliegendes Tagpfauenauge,
einige Weißlinge und ein Landkärtchen beobachten können - und

ein paar friedfertige Wanzen. Was mir besonders auffällt, ist,
dass kaum Spinnen zu sehen sind. Der September ist eigentlich
der Monat der Spinnen mit Netzen und Spinnfäden überall. Aber
vielleicht ist es noch verfrüht, auch hier eine Dezimierung zu
befürchten.

 

 


(oben) Kohlweißling
(rechts) Hopfen


 

Rotbeinige
Baumwanze

(Pentatoma rufipes)

 

noch nicht
bestimmte
Weichwanze

 


Ohrenkneifer (Forficula auricularia),
der auch Gemeiner Ohrwurm genannt
wird, gilt als Nützling.
(Besuch auf dem Balkon)

 

Die zu Zangen umgebildeten Hinter-
leibsfäden (Cerci) sind bei den
männlichen Tieren stark gebogen
(links außen) und bei den weiblichen
eher gerade (links). Die Zangen werden natürlich nicht zum Kneifen in Ohren eingesetzt, sondern zur Jagd, zur Ver-
teidigung, als Hilfe beim Entfalten der
Hinterflügel und bei der Begattung.


 



3. September 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Angenehmes Wetter - nicht zu heiß und nicht zu kalt.
Heute einige Schmetterlinge gesehen, die alle bis auf
ein Landkärtchen in Eile waren. In Abständen flogen vorbei
vier Tagpfauenaugen, drei Admirale und zwei Landkärtchen.



 

Landkärtchen, 2. Generation
(s. Text auf der Startseite)



 

Blutrote Heidelibelle
(Sympetrum sanguineum)



 


 

Lochmuster: So sehen Blätter aus,
wenn Larven der Ampfer-Blattkäfer
in Massen dort ihren Hunger stillen.







 



1. September 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Es war überraschend, wie viele Wanzen gegen
18 Uhr zu sehen waren. Die meisten saßen
offensichtlich müde von des Tages Arbeit
zum Fotografieren schön ruhig da. Nur die
winzigen Zikaden demonstrierten ständig
ihr gewaltiges Sprungvermögen.


 

(oben und rechts)
Streifenwanze
(Grophosoma lineatum)
8-12 mm groß

 

(oben und rechts)
Grüne Zwergzikade
(Cicadella virides),
oder Binsenschmuck-
zikade, 4 mm groß



 

Larve der
Grünen Stinkwanze


(links und rechts)
Grüne Stinkwanze

(rechts)
Wie spät ist es
eigentlich? Oh, dann
muss ich mal gehen.

 

(oben links) Lederwanzenlarven auf Ampfer
(oben) erwachsene Lederwanze (Coreus marginatus), Körperlänge: 16 mm

 

(oben) Schnake
(links) Grasweich-
wanze (Notostira
elongata)


 



29. August 2016 - Rheinuferweg in Baumberg

Seit mehreren Tagen ist das Thermometer auf über 30 Grad geklettert.
Selbst die Natur ist nicht unbedingt an diesen hohen Temperaturen
interessiert, und Bäume lassen schon die ersten Blätter auf den Boden
rieseln. Selbst die widerstandsfähigen Brombeeren haben bereits viele
gelbe Blätter, und überall sieht es verdächtig nach Herbst aus.



 

(oben) Wenig
Schmetterlinge
waren dieses Jahr unterwegs. Da löst
ein einzelnes
Landkärtchen schon
große Freude aus.

 

(oben) Die hübschen Fruchtstände vom
Hopfen schmücken zurzeit viele Stellen. 

Alles geht viel zu schnell: Brombeeren künden schon den
nahenden Herbst an. 

Ysop (Hyssopus officinalis) bedeutet "Heiliges Kraut". Die 
Pflanze wird seit dem
16. Jahrhundert als
Gewürz- und Heil-
pflanze kultiviert. Sie
wuchs neuerdings am Randstreifen
des neuen Radwegs.




Die Vogelbrut ist vorbei.
Jetzt kann man die draußen
herumstromernden Katzen
vielleicht wieder ein bisschen
toleriern. Und diese hier auf
der Wiese am Rhein ist ein
besonders schönes Exemplar.

 


Die Rampe bekommt jetzt einen Anschluss-
weg für Fußgänger und Radfahrer.

 

Der ehemalige Treidelpfad,
der hinter der Rampe anfängt,
ist bei jedem kleineren Hochwasser überschwemmt, deshalb muss er
besonders stabil sein. Er wird neu
gebaut und erhält dazu noch
einen Fahrradstreifen.

 


28. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Knapp drei Wochen konnte ich die Wespenspinne
immer an demselben Platz beobachten. Voriges Mal
war das Netz noch da, doch von ihr keine Spur.
Heute ist es gewiss, die Wespenspinne ist weg.
Sie eventuell noch einmal an anderer Stelle zu
finden, wäre reiner Zufall. Meine Enttäuschung
wird ein bisschen gemildert, weil die Natur
auch heute wieder mich mit einigen neuen
Arten zu entschädigen 
versucht hat.


 

Dieser Nachtfalter heißt
Seideneulchen (Rivula sericealis).

Flügelspannweite: 18-22 mm
 

Am 1. August (s. unten) habe ich eine
Messingeule (Diachrysia chrysitis)
zum ersten Mal gesehen. Auf den Fotos
befand sie sich in Ruhestellung. Jetzt
entdeckte ich diese Art auf Wegwarte
in Aktion und sah bewundernd, welch
schöner Nachtfalter sie ist.



 

Weshalb die
Stieleiche so heißt,
ist an den Eicheln zu
erkennen: sie haben
einen langen Stiel.

 

Ein unermüdlicher
Flieger bei jedem
Wetter ist der
Rapsweißling
(Pieris napi).

 

(oben)
Großer Wiesenknopf
(Sanguisorba officinalis)


 

Breitband-Waldschwebfliege
(Dasysyrphus tricinctus), Länge: 10-11 mm.
Schwebfliegen sind ausgesprochen schön gezeichnete Fliegen. Auf der Startseite
finden Sie eine ganze Palette.

 

(links außen)
Gemeiner Wirbeldost
(Clinopodium vulgare)

 


Am 18. August besuchte uns ein Männchen (links) der
Südlichen Eichenschrecke (Meconema meridionale)
und zehn Tage später ein Weibchen (rechts).
Die Flügel dieser Art sind nur rudimentär ausgebildet
und daher flugunfähig. Und trotzdem schafften es beide
bis in unser Schlafzimmer in der ersten Etage zu kommen.
Anders als viele Heuschrecken besteht der "Gesang"
der Männchen aus Trommeln mit einem Hinterbein
auf Blätter oder Äste, das noch in ein Meter
Entfernung gehört werden kann.
Körpergröße des Männchens 11-13 mm, 
des Weibchens 12-17 mm.


 



24. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Nach einigen verregneten Tagen ist seit gestern
wieder Hochsommer. Bis mittags ist die Temperatur
im Schatten noch gut zu ertragen. Im Laufe des
Tages schaukelt sie sich dann bis auf 32 Grad hoch.
Doch ich bin vormittags unterwegs, und stelle fest,
dass die Insekten anscheinend Langschläfer sind.
Kaum ein Tier ist zu sehen. Und auch das Netz "meiner"
Wespenspinne ist zum ersten Mal verwaist. Ohne seine
auffallende Bewohnerin habe ich einige Zeit gebraucht,
zwischen dem taunassen Gras das Netz auszumachen.
Auch zwei Stunden später ist das Netz immer noch
für mich enttäuschend leer. Was ist mit ihr passiert?
In geringer Entfernung sieht das Gras so aus, als hätte
sich dort ein Hund gewälzt. Das könnte vielleicht für sie
ein Grund gewesen sein, einen Quartierwechsel
vorzunehmen. Ein bisschen rechne ich aber immer
noch mit ihrem erneuten Erscheinen.
 


 

Gegen Mittag entdecke ich dann doch
noch einen wunderschönen Schmetterling, den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas).
Im Gegensatz zu anderen Bläulingen sind
beide Geschlechter gleich gefärbt. Das
Männchen verteidigt sein Revier gegen
andere Männchen und verjagt sogar
auch deutlich größere Schmetterlinge.
Flügelspannweite: 22-27 mm




 

Plötzlich taucht auch noch ein sehr kleiner Bläuling auf, den ich bereits voriges Jahr dort schon entdeckt hatte.
Es ist das Weibchen des Kurzschwänzigen Bläulings (Cupido argiades), das gerade Eier auf Rotklee ablegt. 
Flügelspannweite: 25-35 mm

Der Kurzschwänzige Bläuling ist lt. Wikipedia die Rote-Liste-Art 2 = stark gefährdet.
 




18. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

 




Wespenspinne
von vorne

 




   Wespenspinne
   von hinten

 

Am 1. August hatte ich sie im Gras entdeckt und seitdem besuche
ich "meine" Wespenspinne bei jedem Gang zum NSG Baumberger Aue.
Ich freue mich immer, wenn ich sie bei guter Gesundheit in dem Gewirr
von Gras und Pflanzen wiederfinde. Sie ist in den knapp drei Wochen
groß und dick geworden, was erkennen lässt, dass sie diese Stelle
gut gewählt hat und eine erfolgreiche Jägerin ist. Sie bewohnt
gerne sonnige Standorte mit dichter Heuschreckenpopulation.
Doch auch andere Insekten, wie Bienen, Wespen, Fliegen, Falter,
verschmäht sie nicht. Neben der Bezeichnung Wespenspinne wird
sie auch Zebraspinne, Seidenbandspinne oder Tigerspinne genannt.

 


Herbst-Zipfelkäfer
(Anthocomus rufus)
Körperlänge:
nur knapp 5 mm

 

(oben) Schnake

Asiatischer Marienkäfer

 

Farbiger Blickfang
in der Wiese:
Vogel-Wicke
(Vicia cracca)

Larve der
Lederwanze
(Coreus
marginatus)


evtl. Behaarter Schnellläufer
(Pseudoophonus rufipes)
Körperlänge:
14-17 mm

Laufkäfer (Carabidae)


Asseln
sind nützliche
Helfer im
Komposthaufen.

(oben) Kleespanner
(Chiasmia clathrata)

(links) Asseln
(Porcellio scaber)
kommen in Laubwäldern
und Gebüschen vor,
doch auch in Kellern und Gärten.

Kanadische Goldrute
(Solidago canadensis)

 

Unbestimmte
Weichwanze

 


16. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

 

Dieser kleine Schmetterling mit einer Flügelspannweite von bis zu 3,4 cm hat
einen netten und passenden Namen:
Es ist ein Schlehen-Federgeistchen
(Pterophorus pentadactyla).

 

Ein kleiner Käfer mit mächtigem Appetit:
Der Blaue Erlenblattkäfer
(Agelastica alni)
ist nur 6-7 mm groß.

 

Vierbindiger
Schmalbock 
(Leptura
quadrifasciata)

Länge: 11-19 mm

(oben und rechts)
Kohlwanze
(Eurydema oleraceum),
Länge: 
6-9 mm



14. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Seit gestern sieht der August erfreulicherweise
wieder nach Sommer aus. Die Sonne lässt sich sehen
und gleich erscheint die Welt ringsum viel bunter.
Die Farben der Blumen leuchten, die Insekten summen
und der Mensch ist heiterer gestimmt. Nur Tagfalter
sind zurzeit kaum zu sehen. Eine Ausnahme bilden
die Weißlinge, die unermüdlich von früh bis spät
fliegen und dies sogar auch bei Regen tun.
  

 

Drüsiges
Springkraut

(Impatiens glandulifera)

Gemeine
Bernsteinschnecke

(Succinea putris)

 

Hohlzahn
(Galeopsis)

Gestreifte
Waldschwebfliege

(Dasysyrphus
albostriatus)

 




Wespenspinne 
am 1. August 2016  

 



(dieselbe)
Wespenspinne
am 14. August 2016

 

Voriges Jahr entdeckte ich durch Zufall eine Wespenspinne
in der Wiese am Naturschutzgebiet Baumberger Aue.
Dieses Jahr im Juli schaute ich dort mal nach und fand
dann tatsächlich am 1. August fast an der gleichen Stelle
eine Wespenspinne. Sie ist offensichtlich sehr standorttreu,
denn am 5. und 6. August und auch heute saß sie in ihrem
Radnetz an derselben Stelle. Im Vergleich zu zwei
Wochen zuvor, hat sie sich körperlich sehr verändert.
Sie ist sehr viel größer und dicker geworden.
Ihre Lieblingspeise sind kleine Heuschrecken. 
 

Gut getarnt:
Gar nicht so einfach, in der Wiese
eine Wespenspinne zu entdecken.

 


Schwarzer Schneckenjäger
(Phosphuga atrata)

 


Für die Schneckenjagd kann er mit seinem schmalen langgezogenen
Kopf (links oben) gut in
Schneckengehäuse eindringen.
 


Auf dem Balkon: keine Chance
aus dem Netz zu entkommen

 

(oben und links)
Eine Schmeißfliege
ist ins Netz der
Kreuzspinne geraten
und wird sofort nach
einem Giftbiss in
Spinnfäden
eingewickelt.

 

(ganz oben)
Ein Zitronenspanner hat sich nachts in die Wohnung verirrt,
ebenso 
eine Heuschrecke.

 


6. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

 



Nach mehreren völlig verregneten
Tagen, ist heute nachmittag schönes
Wetter, auch für Mäusebussarde
(Buteo buteo): Sie nutzen die günstige Thermik bei Sonneneinstrahlung.

 


  (links außen): Verblühte Wilde Möhre
  (oben und unten): Hauhechel-Bläuling
  (oben rechts): Unbekannte Wanze





 

Sumpf-Helmkraut
(Scutellaria galericulata)

 

  (oben) Wiese des
  Rodelbergs nach
  der Mahd recht
  artenarm.
(links) Großer
Wiesenknopf

(Sanguisorba
officinalis)

  


Diese Blüte der Kapuzinerkresse hat
sich aus einem Privatgarten durch den
Zaun zur Straße hin gewandt.

 

(oben und rechts)
Aufrecht stehende Fruchtstände der
Kermesbeere
(Phytolacca acinosa):
ein asiatisches Gewächs vor einem Gartenzaun auf der
Straße Hamberg.

 


1. August 2016 - Am NSG Baumberger Aue

 

Kaum erreiche ich das Naturschutzgebiet (NSG) Baumberger Aue,
da sieht es schon wieder nach heftigem Regen aus. Ich lasse mich
jedoch nicht davon abschrecken und 
radle noch bis in Höhe des Tümpels.
Dort am Rodelberg ist mein bevorzugtes "Jagdrevier". Um Insekten
fotografieren zu können, muss man neben einem aufmerksamen Auge sehr
viel Geduld mitbringen. Dann kann man auf einem relativ kleinen Streifen
eine Vielzahl von verschiedenen Tieren entdecken. Mittlerweile haben
sich die regenträchtigen Wolken verzogen, und zeitweilig scheint sogar
wieder die Sonne. Die lockt eigentlich die Schmetterlinge wieder aus
der Deckung. Doch heute nachmittag sehe ich von den Tagfaltern
nur einen Kohlweißling, doch einige Nachtfalter flattern kurz auf, um sich
dann schnell wieder irgendwo niederzulassen. In der Wiese machen kleine
Heuschrecken große Sprünge, und ein Grünes Heupferd fliegt mit
gemächlichem Flügelschlag einige Meter weiter. Nach zwei Stunden bin
ich gerade dabei, meinen Fotoapparat wegzupacken, da entdecke ich
das Tier, nach dem ich schon seit Tagen Ausschau halte. Es ist die
wunderbare Wespenspinne, die in der Wiese ihr Radnetz mit dem

Zickzack-Band gewebt hat (s. auch die Seiten 1 und 4) und ruhig in der
Mitte mit ihrer Beute sitzt. Und nicht genug der Überraschungen,
plötzlich fällt mir auf einem Blatt etwas Ungewöhnliches auf.
Bei näherem Hinsehen ist es ein Nachtfalter, den ich hier noch
nie gesehen habe. Vom Habitus ähnelt er sehr der recht
häufigen Gammaeule, doch dieser hier ist farbig und schön
gemustert. Zuhause sehe ich, dass es eine Messingeule war.
 
   

  

Die Wespenspinne (Argiope bruennichi)
wurde 2001 zur Spinne des Jahres gewählt. Während das Weibchen
(Fotos) eine Körperlänge von 25 mm
erreicht, wird das Männchen nur
6 mm groß.

Foto oben links: mit Beute
Foto oben rechts: Netz von hinten

 

 


Messingeule (Diachrysia chrysitis)
Flügelspannweite: 34-44 mm

 


Punktierte Zartschrecke
(Leptophyes punctatissima)

 

 links: Weibchen
 rechts: Männchen

Weidenjungfer
(Chalcolestes viridis)

(oben) Motte ohne
deutschen Namen:
Ethmia quadrillella
Flügelspannweite:
15-19 mm


 


Es ist total nett,
den springfreudigen
Heuschrecken
zuzusehen.

Dieser  Käfer gehört zur Familie der Stachelkäfer
(Mordellidae)



evtl. Graubinden-
Labkraut-Spanner

(Epirrhoe alternata)
Flügelspannweite:
25 mm


Oben auf
Gilbweiderich (gelb)
Auen-Schenkel-
bienen
(Macropis
europaea)

und eine unbekannte Biene auf der Kugeldistel (blau).

Gemeine Doldenwanze
(Orthops basalis)

(links)
Zünsler (Pyralidae)

 



28. Juli 2016 - Rheinuferweg in Baumberg

Heute nicht viele Schmetterlinge gesehen:
zwei Admirale, einen Bläuling, zwei Purpurzünsler,
zwei Große Ochsenaugen und einige Weißlingsfalter.


 

(oben und rechts)
Minzeblattkäfer
(Chrysolina herbacea)
auf Rossminze. Die
Käfer sind blau, grün
oder violett.  
Größe: 7-11 mm  

 Rossminze (Mentha longifolia)
 
 wächst gerne in der Nähe von
  Flüssen.


Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Räuber der Lüfte
(oben und rechts)
Raubfliegen ergreifen ihre Beute im Flug und injizieren ihnen ein
für Insekten
tödliches Gift. 

 

Schlichte Raubfliege
(Machimus rusticus)
mit erbeuteter Goldfliege


Purpurzünsler
(Pyrausta sp.)
auf Rossminze
Flügelspannweite:
ca. 20 mm


 

Hauhechel-Bläuling
(Polyommatus icarus)
auf Luzerne
Flügelspannweite:
25-30 mm

 

Luzerne (Medicago sativa),
im Hintergrund die gelben Blüten
sind vom Jakobs-Greiskraut

 


Gefährliche Schönheit:
Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau
(Heracleum mantegazzianum)


 


24. und 25. Juli 2016 - Am NSG Baumberger Aue

Seit einigen Tagen haben wir Sommer mit
Temperaturen zwischen 27 und 32 Grad.

 

 

Die Tarnung der Larven ist perfekt zwischen
den Fruchtständen des Wiesen-Bärenklaus.

 

(links und oben)
Larve der
Grünen Stinkwanze

(Palomena prasina)

 

Faulbaumbläuling (Celastrina argiolus)


Pollensammeln im Akkord
(oben) Der Fleiß der
staatenbildenden Insekten
ist schier unglaublich.

 

Keilfleck-
Schwebfliege

evtl. (Eristalis pertinax)

 

Keilfleck-
schwebfliege

evtl. (Eristalis arbustorum)

Breitflügelige
Raupenfliege

(Ectophasia crassipennis)

 


(oben und rechts)
Totenkopf-Schwebfliege,
auch 
Gemeine Doldenschwebfliege
(Myathropa florea)


 

(oben, rechts)
Stiftschwebfliege
(Sphaerophoria sp)




 

Große Sumpfschwebfliege
(Helophilus trivittatus)





 

Gemeine Sumpfschwebfliege
(Helophilus
pendulus)





 

(oben, rechts)
Stiftschwebfliege
(Sphaerophoria sp)

 

Gemeine Wegwarte, auch Zichorie
genannt (Cichorium intybus)





 

  (links und oben)
 Blutweiderich
  (Lythrum salicaria)

 

So schön
sind die Farben
des Sommers.

 

Pinselkäfer (Trichius zonatus), 9-12 mm
Die Larven leben in verrottendem Holz,
die Käfer besuchen Doldenblüten.

(rechts) Blattwespe 
(Tenthredo amoena) 
Größe: 9-10 mm 

 


Als passionierte Jäger  
sind freilaufende Katzen  
eine Gefahr für Vogelwelt  
und kleine Säugetiere. 


Ampferspanner (Timandra comae)
(s. auch Seite 3)

Pastinak (Pastinaca sativa)


Heuschrecken
(Orthoptera)

 

Bei jedem Schritt in die Wiese machen sie sich
mit kleinen und großen Sprüngen bemerkbar.


 


17. Juli 2016 - Am NSG Baumberger Aue
 

Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Gerade noch schönes Wetter zum Fotografieren ...


 

... im nächsten
Moment ziehen dunkle Wolken auf, und es regnet stark für etwa eine halbe Stunde.


 

Gefleckte Schmalböcke
auf Wiesen-Bärenklau

 

Libelle
unausgefärbt

 

Gemeiner Gilbweiderich
(Lysimachia vulgaris)

 

Braune Tageule
(Euclidia glyphica)

(links) Sumpf-Ziest
(Stachys palustris)

 

Erdhummel
evtl. (Bombus cryptarum)


 



12. Juli 2016 - Zikade auf Feigenblatt in einem Garten
 

Nur 8-9 mm groß ist diese
Rhododendron-Zikade (Graphocephala fennahi), die in der Vergrößerung
sehr ausdrucksvoll und schön aussieht.
Den Rhododendronfreunden hingegen bereitet sie einigen Kummer, denn mit

der Eiablage in den Knospen entwickelt
sich ein Pilz. Dadurch 
werden die
Knospen braun und sterben ab.


 



10. Juli 2016 - Straßenbegleitgrün der L 293

 

Wiesen-Flockenblume
(Centaurea jacea)

Auf der Straße von Baumberg nach Urdenbach haben sich nach dem Kahlschlag durch Bauarbeiten auf
dem Randstreifen wieder Wildpflanzen entwickelt. Einige stehen auf dem
Ackerrandstreifen.

 

Kornblume
(Centaurea cyanus)

Wilde Malve
(Malva sylvestris)

 

Einjähriger Feinstrahl
oder Einjähriges Berufkraut

(Erigeron annuus)
 

Großer Kohlweißling
auf Gewöhnlicher
Kratzdistel

(Cirsium vulgare)

 

Echtes Eisenkraut
(Verbena officinalis)

 

Wegwarte
(Cichorium intybus)

 

Witwenblume oder
Wiesen-Knautie
(Knautia arvensis)

 

Gemeiner Hornklee
(Lotus corniculatus)



9. Juli 2016 - am NSG Baumberger Aue

Ein schöner Nachmittag, und es fliegen wieder Schmetterlinge.
In den letzten Wochen waren nur die nimmermüden,
doch fotoscheuen Weißlinge zu sehen.
Heute jedoch fing es an mit einem Zitronenfalter,
danach folgten einige Tagpfauenaugen und zwei Admirale.
In einiger Entfernung ließ sich ein C-Falter auf Brombeerblättern
nieder. Zwei Ochsenaugen waren nicht gerade fotofreundlich, doch
ein wunderbares Landkärtchen der 2. Generation hatte nichts
dagegen, dass ich etwas näherrückte (s. auch Beschreibungen und
Fotos auf der Startseite). Feuchtes Wetter haben Schnecken gern.
Überall sind die Schnirkelschnecken mit ihrem bunten Gehäuse
zu sehen. Auch die interessante Bernsteinschnecke (s. unten),
die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt, kann zurzeit überall
häufig in allen Größen beobachtet werden.    
 

Landkärtchen
(Araschnia levana)
2. Generation

 

Lederwanze
(Coreus marginatus)


 

Großes Ochsenauge
(Maniola jurtina)


 

Das Hexenkraut
(Circaea lutetiana) ist sehr unscheinbar und zierlich. Die
Herkunft des
Namens ist
unbekannt.

 

Bernsteinschnecke
(Succinea putris)
 

Gemeine
Sumpfschwebfliege

(Helophilus pendulus)

 


Echter Baldrian
(Valeriana officinalis)


 

Pappelmarienkäfer
(Oenopia conglobata)
Größe: 3,5 mm

 

Echtes Mädesüß
(Filipendula ulmaria)

 

Nicht nur im
Garten wachsen Johannisbeeren.
Sie sind auch draußen zu finden.

 


8. Juli 2016
 

Die Heuschrecke, die aus der Haut fährt
 

(rechts) Nach
wenigen Minuten
sieht die Exuvie so
klein aus, dass man
sich verwundert fragt, 
wie ein so
großes
Tier dort
Platz 
gehabt hatte.
 

(links) Ackerrand-
streifen in der
Baumberger Aue:
Eine Heuschrecke
ist gerade der Larvenhaut (Exuvie) entstiegen.

 

   Nach dem Winter schlüpfen die Larven
im Frühjahr aus den Eiern. Laubheuschrecken häuten sich fünf- bis siebenmal. Sie erinnern
schon im ersten Larvenstadium an die ausgewachsenen Tiere (Imago). Der
Legebohrer verdoppelt von Stadium zu
Stadium seine Länge. Während der Häutung
gleitet die Heuschrecke nach unten
aus der Exuvie.


 


Rauchschwalben auf Haus Bürgel
 

Während Mehlschwalben draußen an Gebäuden ihr Nest bauen,
brauchen Rauchschwalben Innenräume zum Nestbau.
Die Zahl der Höfe und Scheunen verringert sich von Jahr zu Jahr.
Damit haben sich auch die Möglichkeiten für diese Vögel bedrohlich reduziert.
Fast nur noch auf Pferdehöfen gibt es offene Einflugfenster oder -türen.
So auch auf Haus Bürgel. Leider habe ich dieses Jahr dort verpasst,
Jungvögel im Nest zu fotografieren. Das Bild links ist vom 24. Juni 2013.
Das Foto in der Mitte zeigt einen Altvogel, erkennbar an den langen
Schwanzspießen. Der Jungvogel auf dem rechten Foto bettelte lautstark
um Nahrung von seinen Eltern. Die stellten sich jedoch taub und versuchten,
das faule Jungvolk durch die weit offene Tür ins Freie zu locken.

 


Mehlschwalben und Mauersegler

Vor etwa 20 Jahren war Baumberg noch ein begeisterndes
Mehlschwalben- und Mauerseglerland. Als jedoch eine
große Firma ihre Werkswohnungen im Philosophenviertel
an einen Investor zur Umwandlung in Eigentumswohnungen
verkaufte, wurden fast alle Mehlschwalbennester
wegmodernisiert.

 

Die nächste Katastrophe fand ein
paar hundert Meter weiter auf der
Geschwister-Scholl-Straße statt.

Dort bekam ein großer Wohnblock ein
neues Flachdach. 
Danach waren über
200 Nistmöglichkeiten für 
Mauersegler
nicht mehr vorhanden. 
Ich kann mich
noch gut an die Zeit erinnern,
wenn sich 
abends die Mauersegler
sammelten und in 
rasanten
Flugmanövern durch den Luftraum
von 
Baumberg jagten. Dabei stießen
sie ihre schrillen 
Laute aus, die für
mich - Mensch - nach schierer Lust und Lebensfreude klangen.


 

   Mauersegler sind ausschließlich Tiere der Lüfte.
   Nur wenn sie verunglückt sind, kann man sie aus
   der Nähe betrachten. Dieser hier hatte sich in
   der Regenrinne eines Balkons in der vierten
   Etage verhakt. Mein Mann konnte ihn im Juli
   2008 unbeschadet befreien. 

 

Auch in Baumberg auf der Hauptstraße,
die zum dörflichen alten Teil gehört,
gab es früher viele Mehlschwalbennester
unter den Dächern an den Hauswänden.
Eins habe ich heute noch entdeckt,
in dem drei Junge sitzen und darauf warten,
von den Eltern gefüttert zu werden.

 



5. Juli 2016 - Baumberg am Rhein

 

(oben) Gemeiner
Odermennig

(rechts) Schwarze
Königskerze

 

   (oben)
   Goldgelbe
Schnepfenfliege

(Rhagio tringarius)
   (links)
   Schmalblättriges
   Weidenröschen

 


Am Rhein in Baumberg blüht zurzeit
wieder 
das Jakobsgreiskraut, das auch Jakobskreuzkraut 
genannt wird. Es hat
manchmal interessante Untermieter,
den Jakobskrautbär, eine schwarzorange geringelte Raupe, die später zu einem
schönen Schmetterling wird. Doch auf beweideten Flächen ist die Pflanze
gefürchtet, weil sie bei Pferden schwere Vergiftungen bis zum Tod auslösen kann.
Deswegen hat der Pferdehalter alle
für seine Tiere giftigen Pflanzen (oben
rechts) entfernt, was leider auch den
Raupen nicht gut bekommen ist.

 

   Jakobskrautbär (Thyria jacobaea)
siehe auch Seite 2


Kaltblutpferde

Der Baumberger Kaltblutpferdezüchter Paul Pesch hat Grund zur Freude.
Ein neues Stutfohlen ist am 8. Juni 2016 um drei Uhr morgens
auf der Wiese am Rhein geboren worden. Er war bei der Geburt
dabei und brauchte nur geringfügig Geburtshilfe zu leisten.
Jetzt erfreuen Mutter und Kind die Spaziergänger.
Paul Pesch hat schon sechs mächtige belgische Kaltblutpferde,
die er aus reiner Liebhaberei hält.

 


Der vor kurzem noch vom Hochwasser überschwemmte Treidelpfad unterhalb des Restaurants "Rheinterrassen Baumberg" wäre zwar jetzt begehbar, doch dort wird der Weg durch einen Fahrradschnellweg erweitert. Hier werden dann genau wie auf dem oberen Rheinuferweg die Fußgänger zu Stoßzeiten der Gefährdung durch rasende Radfahrer ausgesetzt sein. 


Noch etwas weiter zurück? Dann schauen Sie auf "Aktuelles 1/2016".



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