Schon wieder Fliegen? Ja, schon wieder!


 

 

 

Die Goldschildfliege (Phasia aurigera) wurde 2014 zum "Insekt des Jahres" gekürt. Sie gehört zu den selteneren heimischen Arten und ist auffallend bunt gefärbt mit goldgelber Zeichnung auf der
Brustoberseite und manchmal blau schillerndem Hinterleib. Die Larven parasitieren auf Wanzen, und die Fliegen findet man auf Blüten.
Die Fliege (oben) machte Rast auf der
Brache des ehemaligen Shell-Geländes und die untere gegenüber vom NSG Baumberger Aue, am Hamberg.
Körperlänge: 9-14 mm
Flügelbreite: 20 mm

 


 

Igelfliegen (Tachina magnicornis)
oder (Tachina fera) sind wärmeliebend
und auf blütenreichen Wiesen und
an Waldrändern zu finden.
Der bestachelte Hinterleib war

Namensgeber. Die Weibchen der
Igelfliegen legen ihre Eier in der
Nähe verschiedener Eulenfalter ab.
Die Larven ernähren sich von
Raupen, während die Fliegen nur
von Pollen und Nektar leben und
sich oft am Rodelberg aufhielten.
Größe: etwa 10-15 mm


 

Breitflügelige Raupenfliegen
(Ectophasia crassipennis)
sind eifrige Blütenbesucher.
Die Larven entwickeln sich in Wanzen.
Dieses Insekt ließ sich auf Schafgarbe
am Rodelberg, gegenüber vom
NSG Baumberger Aue nieder.
Körperlänge: 5-9 mm


 


 

 


 

Baumwanzenfliege (Gymnosoma
nudifrons)
oder (Gymnosoma rotundatum).
Sie gehört auch zur Familie der Raupenfliegen. Die Larven leben als Parasiten
in Baumwanzen. Bevor sie sich verpuppen,
verlassen sie den Wirt, der oftmals trotz
des gefräßigen Untermieters überlebt.
Sie sind meist in niederer Vegetation
oder auf Blüten anzutreffen. So auch auf
der blütenreichen Brache am Rodelberg.
Größe: 5-8 mm

 



Der Trauerschweber (Hemipenthes morio) ist eine Fliege aus der Familie der Wollschweber. Die Spitzen der Flügel sind durchsichtig und grenzen sich zickzackförmig von den ansonsten schwarzen Flügeln ab. Sie leben in Sandgebieten und lichten Wäldern, doch diese hier hielt sich gegenüber vom NSG Baumberger Aue am Hamberg auf.
Körperlänge: 6-14 mm

 


 

Der Große Wollschweber (Bombylius
major)
hat nur eine Körperlänge von
9-12 mm, doch einen 5-8 mm
langen Saugrüssel, der in Ruhelage
gerade nach vorne steht. Die Fliegen
ernähren sich von Nektar, den sie
wie Kolibris schwebend saugen.
Die Larven ernähren sich parasitierend
von Larven anderer Insekten.
Gesehen auf einem Feldweg in der
Urdenbacher Kämpe auf.

 


 

 

 

 

Gemeine Breitstirnblasenkopffliegen
(Sicus ferrugineus) sind rotbraune Fliegen
mit "aufgeblasenem", leuchtend gelbem
Gesicht, rotbraunen Augen, orangefarbenen Fühlern und schwarzbraunem vorstehendem Rüssel. Der Hinterleib ist hakenförmig gekrümmt, die Flügel sind durchsichtig.

Die Larven entwickeln sich parasitär in
Hummeln.
Diese Fliegen hielten sich gegenüber vom
NSG Baumberger Aue am Hamberg auf.
Körperlänge: 8-11 mm.


 

Die Larven der Eintagsfliegen (Ephemeroptera)
schwimmen nach zwei/drei
Jahren und vielen Häutungen
zur Wasseroberfläche, wo sie sich
zum vorletzen Mal häuten und abfliegen.
Auf Blättern der Bäume am Flussufer
häuten sie sich dann ein letztes Mal. Nun
nehmen sie keine Nahrung mehr auf und

widmen sich nur noch der Fortpflanzung.
Kleine Schwärme männlicher Fliegen
tanzen über dem Wasser und suchen
nach Weibchen, die etwas später
schlüpfen. Nach der Paarung fallen die Männchen tot ins Wasser. Ihr Leben
als Eintagsfliege hat nur wenige

Stunden gedauert. Die Weibchen
hingegen fliegen stromaufwärts und
lassen meistens im Flug ihre Eier ins
Wasser fallen, die auf den Grund des
Bodens sinken. Dann sterben auch sie.

 

Foto oben und mitte:
In Büschen und am Boden
lagen
am 1. August 2005 oben an der
Kapellenstraße, an der Deichmauer,
Massen von Subimago-Eintagsfliegen.

 

Foto unten:
Erwachsene Eintagsfliege am Ufer
des Monbag-Sees, 11. Mai 2008.

 

 


 

 

 

 

Die Tanzfliegen (Familie empididae)
ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten. Bei der Fortpflanzung bilden Männchen und Weibchen gesonderte "Tanzgruppen", was auch zu ihrem Namen führte. Um das Weibchen zur Paarung geneigt zumachen, übergibt
das Männchen seiner Partnerin ein "Brautgeschenk", das sie während

der Paarung aussaugt (Foto oben), gesehen am 15. Mai 2009
in der Urdenbacher Kämpe.
(Foto unten)
Dammweg 17. Mai 2012.

Größe 7-13 mm

 

 


 

 

 

 

Familie: Breitmundfliegen
(Platystoma seminationis)
Ihr Lebensraum sind Waldränder
und Hecken.
Vor der Paarung
zeigen die Fliegen ein Balzritual.
Die Larven leben in Pilzen.
Diese Fliegen hielten sich am
27. Mai 2013 am
Baumberger Rheinufer auf.
Körperlänge: 4,5-5 mm

 

 

 

 


 

 

Gefleckte Wiesenschnaken
(Nephrotoma appendiculata),
gesehen auf Haus Bürgel
am 1. Mai 2014

 

 

 

 

Schnaken
12. Oktober 2009

an der Fensterscheibe
in unserer Wohnung

 

 



Mücke in der Wohnung
am 21. Juni 2013


 

Goldfliegen (Lucilia sp)
fliegen von Mai bis Oktober auf
Wiesen oder im lichten Wald.

 

 

 

 

 

   (unten) Graue Fleischfliege 
   (Sarcophaga carnaria)


 

Bei der Schlammfliege,
die auch Wasserflorfliege (Sialidae)
genannt wird, besteht keine
Verwandtschaft zu Echten Fliegen,
die nur zwei Flügel haben.
Die Schlammfliege hat 
vier Flügel.
Sie ist tagsüber aktiv, fliegt aber nur
sehr träge. Sie hält sich in der
Ufervegetation auf, wo die Weibchen
bis zu 2000 Eier ablegen.
Die Larven lassen sich 
ins Wasser
fallen. Dort durchlaufen 
sie
10 Larvenstadien. Nach zwei 
Jahren
verpuppen sie sich am Ufer.

In Ruhestellung bilden die Flügel
der Schlammfliege ein Dach (unten)
über 
dem Körper. Die Flugzeit liegt
im Sommer zwischen Mai und Juni.
Flügelspannweite: 40 mm
Körperlänge: 20 mm

 

 

 

 

Auch die Gemeine Florfliege
(Chrysoperla carnea) gehört nicht
zu den Echten Fliegen.
Sie ist ein sehr nützliches Tier
und wurde 1999 zum
"Insekt des Jahres" gekürt.
Die Larven, auch Blattlauslöwen
genannt, werden sogar in
Gewächshäusern zur
Blattlausbekämpfung gezüchtet.
Neben dem ätherisch-schönen
Adernetz der Flügel hat die Fliege
auch noch goldglänzende Augen.
Zur Überwinterung wird sie
braun und im Frühjahr wieder grün.
Die Larven (unten) haben stilettartig
verlängerte Mundwerkzeuge, mit

denen sie die Blattläuse aussaugen.
Flügelspannweite: 15-30 mm

 

 


Jetzt wieder Schmetterlinge


Beim Kleinen Feuerfalter
(Lycaena phlaeas) sind beide
Geschlechter gleich gefärbt.
Er gehört zur Familie der Bläulinge.
Das Männchen verteidigt sein Revier
sogar auch gegen größere Falter.
Die Raupen ernähren sich von Ampfer.
Gesehen im Rheinbogen und in der
Baumberger Aue.
Flügelspannweite: 22-27 mm


 

 

 

 

Großes Ochsenauge
(Maniola jurtina)

Das Weibchen ist etwas
größer als das Männchen.
Auch der Augenfleck auf der
Unterseite der Hinterflügel ist beim
Weibchen markanter gezeichnet.
Die Futterpflanzen der
Raupen sind Gräser.
Die Schmetterlinge hielten
sich vor einem Gehölzstreifen im
Monheimer Rheinbogen auf.
Flügelspannweite: 40-48 mm


Diese Schmetterlinge hielten sich
an der renaturierten Deponie an der
Baumberger Chaussee auf.
Flügelspannweite: 23-33 mm

 

  Kleines Wiesenvögelchen
  (Coenonympha pamphilus),
  auch Kleiner Heufalter genannt.
  Lebensraum sind trockene bis mäßig
  feuchte Graslandbiotope.


Dieser wunderbare Schmetterling ist
entweder eine Goldene Acht
(Colias hyale) oder ein Hufeisenklee-
Gelbling
(Colias alfacariensis).
Beide Arten lassen sich als Falter nicht
zweifelsfrei trennen. Das ist nur über die
unterschiedlich aussehenden Raupen
möglich. Die Falter fliegen im Sommer
violette und im Herbst gelbe Blüten an.
Die Weibchen sind mit 38-42 mm etwas
größer als die Männchen.
Gesehen im Monheimer Rheinbogen.  


 


 

 

Waldbrettspiel
(Pararge aegeria)

Die Männchen zeigen ein auffälliges Revierverhalten. Sie beobachten
von erhöhter Warte aus, ob Rivalen
vertrieben werden müssen.

Die Falter leben in Auwäldern und Laubmischwäldern und sind in der Urdenbacher Kämpe oft zu beobachten.
Sie fliegen kaum
Blüten an, sondern
saugen an Baumsäften und reifem Obst.
Sie gehören zu den Edel- und
Augenfaltern, die eine Besonderheit
haben. Ihr vorderes Beinpaar ist zu
kleinen "Putzpfötchen" umgewandelt:
Sie sitzen also nur auf vier Beinen.
Flügelspannweite: 32-45 mm


 


Auch zu den Edel- und Augenfaltern
gehört der Braune Waldvogel, der
auch Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus) genannt wird. Er bewohnt gerne Wald- und Gebüschränder mit Brombeeren und Hochstauden. 
Man trifft ihn meistens mit zusammengeklappten Flügeln an,

die er nur an kühlen Tagen öffnet, um
viel Sonne zu tanken. Das Weibchen
wirft seine Eier im niedrigen Flug über
Grasland ab. Eine kurze Stippvisite
machte er am NSG Baumberger Aue.
Flügelspannweite: 35-42 mm

 


 

 

Der obere Schmetterling könnte ein
Braunkolbiger Braundickkopffalter
(Thymelicus sylvestris) sein.
Gesehen auf der renaturierten Deponie
an der Baumberger Chaussee.
Flügelspannweite: 23-27 mm

 

Der untere Dickkopffalter lässt sich auch
von Fachleuten nicht genau bestimmen.
Dazu mü
sste auch die Farbe der Unterseite
des Fühlerkolbens zu sehen sein,
die auf dem Foto nicht erkennbar ist.
Der Schmetterling hielt sich auf
der renaturierten Shellbrache auf.


 

 

 

 

Der Rostfarbige Dickkopffalter
(Ochlodes sylvanus; früher O. venatus
hält sich hauptsächlich im Offenland, auf Wiesen, Wegrändern und Brachen mit
Hochstauden, auf. Die Falter fliegen in
einer Generation von Mai bis August.
Gesehen in der Urdenbacher Kämpe.
Flügelspannweite: 25-32 mm 

 


Bläulinge

sind eine sehr große Gruppe von Tagfaltern,
die schwer auseinander zu halten sind.
Sie erreichen eine Flügelspannweite von 24 bis 50 Millimetern.
Die Flügeloberseiten können dunkelbraun, kupferfarben,
blau oder violett gefärbt sein.
Die Weibchen
haben auf der Flügeloberseite
oftmals andere Farben als die Männchen.
Auf der Unterseite tragen die Bläulinge ein ausdrucksvolles
Muster, an dem die Arten bestimmt werden können.
In Ruheposition werden die Flügel meistens nach oben
zusammengeklappt und nur selten geöffnet.
Das Bestimmen der Arten ist eine Aufgabe für Spezialisten. 
Deshalb sollen die nachfolgenden Bläulinge
einfach nur durch ihre Schönheit wirken.


 

 

 


 

 

 

 

 

 

Der Kleine Kohlweißling
(Pieris rapae) ist unser
häufigster Schmetterling.
Er fliegt von März bis Oktober
in mehreren Generationen.
Flügelspannweite: 40-50 mm


Von Motten, Spannern und Eulen...


 

 

Langhornmotte
(Adela reaumurella)
Auf dem Dammweg am Altrhein
30. April 2012

 

 

Langhornmotte
(Nemophora degeerella)
am Hamberg, gegenüber vom

NSG Baumberger Aue
3. Juni 2014

 

 

 

Langhornmotte
eventuell Adela violella
Urdenbacher Kämpe
6. Juli 2014

 

 

 

Federmotte (Amblyptilia
acanthadactyla) 
in unserer Wohnung
19. September 2013

 

 

Hummel-Wachsmotte
(Aphomia sociella)
in unserer Wohnung
29. Mai 2014

Gespinstmotte, überall häufig


Nach den Motten jetzt die Spanner


 

Der Zitronenspanner
(Opisthograptis luteolata)
oder Gelbspanner ist meistens
nachtaktiv. Die Raupen fressen an verschiedenen Laubbäumen.
Gesehen im Klärwerk Monheim
am 5. Mai 1999.
Flügelspannweite 33-46 mm


Vogelschmeiß-Spanner (Lomaspilis marginata), auch Schwarzrandspanner
oder Schwarzrand-Harlekin genannt.
Er gehört zu den Nachtfaltern, die
tagaktiv sind. Die Art überwintert
als Puppe im Erdboden.
Gesehen auf dem Dammweg/
Altrhein am 6. Mai 2013.
Flügelspannweite: 30-38 mm

Der Ampferspanner (Timandra
comae)
wird auch Liebling oder
Rotrandspanner genannt.
Die Raupen fressen an verschiedenen Ampferarten. Der Falter lebt gern
verborgen und ruht tagsüber mit ausgeabreiteten Flügeln in
Sträuchern versteckt.
Er hielt sich am 29. August 2014
am Rodelberg, gegenüber vom
NSG Baumberger Aue auf.
Flügelspannweite 23-28 mm


Die Falter vom Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)
sind tag- und nachtaktiv.
Die Raupen ernähren sich von Blättern verschiedener Labkrautarten.
Die Puppe überwintert bis zu zweimal.
Dieser Schmetterling hielt sich am
Rodelberg, gegenüber vom NSG
Baumberger Aue, auf.
Gesehen am 27. August 2014.
Flügelspannweite: 28-34 mm


Der Hartheu-Spanner (Siona lineata)
fliegt ab Ende Mai bis Anfang Juli.
Er ist auf Magerrasen mit trockenen
Bereichen zu finden. Dieser Falter
hielt sich im Gebüsch auf einer
abgeräumten Baustoffbrache an der Baumberger Chaussee im Juni 2002 auf.
Flügelspannweite: 35-45 mm

 

Der Große Johanniskrautspanner
(Aplocera plagiata) liebt warme Standorte. Die Falter saugen nachts an verschiedenen Blüten. Gesehen in der Urdenbacher
Kämpe im Juni 2000.
Flügelspannweite: 27-40 mm


Der Kleespanner (Chiasmia clathrata)
wird auch Gitterspanner genannt.
Die Falter fliegen in zwei Generationen
von April bis August. Sie halten sich
gern an blumenreichen Stellen auf.
Sie sind sehr häufig, werden aber
wegen ihrer geringen Größe
wenig beachtet.

Flügelspannweite: bis 25 mm
 

 

Der Pantherspanner (Pseudopanthera macularia) wird auch
Gelber Fleckenspanner genannt.
Er lebt in lichten Laubwäldern.
Dieser Falter hielt sich im Mai 2002
im Knipprather Wald auf.

Flügelspannweite: 23-28 mm
 

 

Der Ampfer-Purpurspanner (Lythria cruentaria) kommt auf warmen
trockenen Wiesen und Brachen vor.
Die Raupen fressen gern am
Kleinen Sauerampfer.
Gesehen am 2. Juli 1999 in der
Urdenbacher Kämpe.
Flügelspannweite: 25-32 mm

 

 

Eventuell ist es ein
Zweifleckiger Baumspanner
(Peribatodes rhomboidaria).
Er hielt sich am 15. Mai 2011 in
unserem Schlafzimmer auf.
In der Vergrößerung sind sehr schön
die oft bei Nachtfaltern typischen

gefiederten oder kammartigen
Fühler zu sehen.


 


Wenn Eulen keine Vögel sind ...


Die Gammaeule (Autographa gamma)
ist eine unserer häufigsten Nachtfalter.
Im Schwirrflug fliegt sie von Blüte
zu Blüte. Den Namen erhielt sie durch die
helle Zeichnung, die wie ein Y oder ein
griechisches Gamma aussieht.
Überall ziemlich häufig.
Flügelspannweite: 35-40 mm

 

Unter dem Namen Markeule (Hydraecia micacea) gibt es drei sehr ähnliche Arten.
Die Falter fliegen vom Sommer bis in den Herbst in Feuchtgebieten. Die Raupen fressen in Stängeln und Wurzeln; die Eier überwintern. Dieser Falter hielt sich am
21. September 2015 am Hamberg, gegenüber vom NSG Baumberger Aue, auf.


 

 

 

Schmalflügelige Erdeule
(Agrotis puta)
hielt sich im August 2001
im Monheimer Rheinbogen auf.

 

Die Zimteule (Scoliopteryx libatrix), die auch Zackeneule genannt wird, hat noch viele andere Namen. Die Falter leben gerne an feuchten Waldrändern und in Auen, doch auch in Gärten und Parks. Sie überwintern oftmals gesellig in feuchten Kellern oder hohlen Bäumen.
Dieser Falter ließ sich am 30. Oktober 2006
auf unserem Balkon sehen.

Flügelspannweite: 40-45 mm
 


Die Braune Tageule (Euclidia glyphica)
zählt zu den tagaktiven Eulenfaltern.
Sie ist auf sonnigen Lichtungen häufig
anzutreffen. Die Raupen fressen an
Schmetterlingsblüten. Die Überwinterung
findet als Puppe am Boden statt.
Dieser Falter hielt sich an der renaturierten
Deponie an der Baumberger Chaussee auf.
Flügelspannweite: 25-30 mm

 

 

Die Pyramideneule (Amphipyra pyramidea)
hält sich in Laubwäldern und angrenzenden Gebüschen und auf Streuobstwiesen
und auch schon mal - wie diese - in
unserer Wohnung auf am 10. August 2004.
Flügelspannweite: 40-50 mm

 


 

Rotes Ordensband
(Catocala nupta)

saß am 2. August 2011
auf der Hauswand.

 

 

 

 

 

Der Falter der Ahorneule (Acronicta aceris),
auch Rosskastanieneule genannt,

ist sehr unscheinbar, dafür ist die etwa
40 mm lange Raupe umso farbenprächtiger.
Ihre bizarren gelben und orangefarbenen
Haare stehen in kegelförmigen Bürsten-
büscheln in alle Richtungen ab. Dazu hat
sie auf dem Rücken auf jedem Segment weiße karoförmige Flecken mit schwarzem Rand. Gesehen in der Nähe einer Kastanie
in Baumberg.
Die Falter (kein Foto) haben eine Flügelspannweite von 41-49 mm.
 

 


Unbekannten Eulenfalter entdeckt
bei der Nistkastensäuberung
im Wasserwerk Monheim
am 16. Oktober 2004.

 

 

 


Evtl.
Die Gemeine Graseule (Agrotis exclamationis) wird auch
Ausrufungszeichen genannt.
Die Falter halten sich in vielen Biotopen auf und tagsüber auch in blütenreichen Gärten
und auch am 31. Mai 2007 bei uns in der
Wohnung.
Flügelspannweite: 35-46 mm 

 

 


Schwarzstrich-Kräutereule
(Lacanobia thalassina)
in unserer Wohnung
am 31. Mai 2007.

 


Diese Samenmotte (Hofmannophila pseudospretella) suchte am 20. Juli 2013
unsere Wohnung auf.

 


Eventuell
könnte dieser niedliche kleine
Eulenfalter eine Wintereule
(Conistra ligula) sein.
Sie hielt sich am 21. Oktober 2012
auf einem verrottenden Maisblatt
in der Baumberger Aue auf.


Auch noch ein paar Käfer


 

Einen Goldlaufkäfer (Carabus auratus)
habe ich nur einmal in meinem Leben
gesehen, und zwar um 1985 in dem
damals noch viel mehr landwirtschaftlich geprägten Gebiet im Osten von Baumberg.
Die Käfer sind flugunfähig und tagsüber
auf der Jagd nach Insekten.
Sie erreichen eine Länge zwischen
17 und 30 mm.


 


Der Körnige Laufkäfer (Carabus
granulatus)
ist überwiegend ein
nachtaktiver Jäger, der sich gern in
Auwäldern und auf feuchten Wiesen
aufhält. Käfer und Larven ernähren
sich von Insekten, Schnecken und
Würmern. Ich konnte ihn zu einem
Fototermin in einer Becherlupe
am 29. April 2004 überreden.
Größe: 17-23 mm

 

 

 

Am 27. Juli 2002 vollzog sich auf dem
Feldweg südlich vom Monbag-See ein
überraschendes Schauspiel. Dutzende
von Insekten flogen immer kurz vom Weg
auf, um dann direkt wieder zu landen.
Es sah mehr wie ein Hüpfen aus. Erst
nachdem ich einige dieser flinken Tiere
fotografieren konnte, war zuhause eine
Identifizierung möglich. Es handelte sich um
Berg-Sandlaufkäfer (Cicindela sylvicola), die danach nie wieder gesehen wurden.
 

 

 

Der Wald-Mistkäfer (Anoplotrupes
stercorosus)
ernährt sich von Kot,
P
ilzen oder Baumsäften.
Den Käfer kann man von Mai bis
Oktober auf Waldwegen finden.
Dieser Käfer hier querte am
14. September 2008 im
Knipprather Wald unseren Weg.
Größe: 12-19 mm

 

 

 

 


Der Zierliche Prachtkäfer (Anthaxia nitidula) wird auch Glänzender
Blütenprachtkäfer genannt. Die Käfer
ernähren sich oft von Wildrosenblüten,
die Larven leben unter der Rinde
von Schlehen und Obstbäumen.
Die Männchen sind grünmetallisch,
die Weibchen haben Kopf und Halsschild
meist rotgolden.
Diese beiden reizenden Männchen
hielten sich am 3. Mai 2013
auf
den Blüten des
Wiesen-Schaumkrauts
in der Baumberger Aue auf.
Die Käfer stehen unter Naturschutz.
Größe: bis 7 mm



 

 

 

Der Käfer gehört zur großen Familie
der Rüsselkäfer (Curculionidae),
die in Deutschland über 900 Arten
umfasst. Artbestimmungen
über Fotos sind sehr schwierig.
Diesen spaßigen Burschen
entdeckte
ich am 16. Juni 2013
am NSG Baumberger Aue.

 

 

Der Rotbauchige Laubschnellkäfer
(Athous haemorrhoidalis) tritt hier leider
nicht den Beweis an, ob er es ist:
Er zeigt nicht seinen (roten) Bauch.
Die Käfer sind meist auf Bäumen und
Büschen zu finden. Das Weibchen legt
die Eier am Boden ab. Die Larven fressen
an Wurzeln und gelten als Schädlinge.
Dieser Käfer hielt sich am 6. Mai 2013
auf dem Dammweg am Altrhein auf.  

 

 

 

 

 

Von diesen schönen Blattkäfern
gibt es in Deutschland mehr als
20
schwer zu unterscheidende Arten.
Auf jeden Fall sind es Schilfkäfer
(Donacia spec.), die in der Uferzone
von Teichen und Tümpeln leben.
Diese hielten sich am 30. April 2012
in der Böschung vom Altrhein
am Dammweg auf.
Größe: etwa 10 mm

 

 

 

 

 

 

Rotgelbe Weichkäfer (Rhygonycha vulva)
sitzen gern zu vielen gemeinsam auf
Doldenblüten. Wenn sie nicht gerade mit
der Paarung beschäftigt sind, jagen sie
auf den Blüten nach kleinen Insekten.
Größe: 7-10 mm

 

 

 

Der Variable Weichkäfer
(Cantharis livida)
ist wie der Rotgelbe Weichkäfer
überall häufig zu sehen.
Größe: 9-13,5 mm

 

 

 


Dieser Käfer gehört zu der weitverzweigten
Familie der Stachelkäfer (Mordellidae).
Die meisten sind an Blüten zu finden und
machen purzelnde Bewegungen.
Zu erkennen sind sie oftmals an einer
lang ausgezogenen Spitze des Hinterleibs.
Dieser sonderbare Käfer hielt sich am
Hamberg, gegenüber vom NSG
Baumberger Aue, auf. Käfer dieser
Familie werden 2-15 mm lang.

 

 

 

Der Stolperkäfer (Valgus hemipterus)
ist auch gut zu erkennen an den
charakteristischen kurzen
Deckflügeln,
die nicht wie bei anderen Käfern bis
zum Ende des Hinterleibs ragen.
Die Käfer lieben sonnige Biotope und
sind von Mai bis Juni auf Blüten
oder auf Holz zu finden. Die
Larven fressen in Totholzstämmen
von Birke oder anderen Laubbäumen.
Die Art überwintert als Puppe.
Gesehen in der Urdenbacher Kämpe
am 19. Mai 2014 (oben) und
im Juni 2000 (unten).
Körperlänge: 6-10 mm

 

Der Schwarze Moderkäfer (Ocypus olens)
gehört zur Familie der Kurzflügler. Es sind
wärmeliebende Insekten, die sich morgens
und abends gern auf besonnten Gehwegen
und Steinplatten aufhalten. Die 22 bis 32 mm
großen Tiere sind sehr nützlich und betätigen
sich als biologische Schädlingsbekämpfer.
Doch möchten sie auf jeden Fall ihre Privatsphäre geschützt wissen.
Wer ihnen zu nahe kommt, der wird
erst einmal durch ihr drohend erhobenes
Hinterteil gewarnt. Nicht nur Tiere,
sondern auch der Mensch sollte das
als Warnung auffassen. Der
Käfer
kann mit seinen kräftigen Kieferzangen empfindlich zubeißen. Außerdem kann
er den Störenfried noch mit einem
übelriechenden Sekret aus seiner Hinterleibsdrüse bespritzen.
Gesehen jeweils Anfang Oktober 2006
und 2010 im Monheimer Rheinbogen. 

  

 

 


Noch Lust auf mehr? Siehe Seite 4 usw.



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