Jeder Tag soll ein guter Tag
im Jahr 2020 sein
und besonders in Zeiten des Coronavirus'
Februar/März ...



 



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27. März 2020 - NSG Baumberger Aue

 


Dieser kleine Käfer, der Gewellt-
streifige Kohlerdfloh 
(Phyllotreta
undulata)
kann in Gärten und Ge-
müsekulturen Schaden anrichten.
Er und seine Artgenossen machen
sich gern über Kohlblätter her.
Größe: 3 mm

 

Heute habe ich zum ersten Mal
einige Schmetterlinge gesehen:
einen Zitronenfalter, der aller-
dings in Eile war, einen Admiral,
der nur kurz vor mir auf dem Weg Halt machte und dann einen farben-
frohen C-Falter (Polygonia c-album),
der sich endlich ablichten ließ.
Flügelspannweite: 40-50 mm 

Selbst eine dieser großen Kanada-
gänse lässt sich von dem erbosten
Höckerschwan in vielen Etappen über
den Tümpel im NSG scheuchen. Ver-
mutlich hat die Gans seinen Revier-
anspruch nicht respektiert.


 



26. März 2020 - NSG Baumberger Aue
 



An einem Weidezaunpfahl saß eine
sehr schöne Biene und sonnte sich.
Es war die Rotpelzige Sandbiene
(Andrena fulva). Diese Art bildet
keine Staaten. Jedes Weibchen hat
sein eigenes Nest. Deshalb werden
sie auch zu den Einsiedler- oder
Solitärbienen gezählt. Sie sind wich-
tige Bestäuber von Obststräuchern.
Größe: 9-14 mm






 

Vor einer Woche habe ich die
jungen Nutrias gesehen, jetzt

knabberte ein Alttier an Pflan-
zen im Tümpel.
(Oben links):
Ein Schreck
moment für das
Stockentenpärchen, als vor
ihnen eine Nutria auftauchte.

 




19. März 2020 - Am NSG Baumberger Aue
 




Vor dem Schilfgürtel tummelte sich
eine kleine Schar 
junger Nutrias (Myocastor coypus). Sie sind tag-
und nachtaktiv. Die 
Weibchen brin-
gen 6-8 Junge nach 
einer Tragzeit
von 19 Wochen zur 
Welt. Nutrias
sind meistens Vegetarier, die jedoch
auch schon mal Schnecken und Wür-
mer fressen. Die Eingänge ihrer Erd-
baue liegen oberhalb der Wasserlinie.
Körperlänge bis zu 65 cm.


 




Die in Europa mittlerweile ein-
gebürgerte Kanadagans ist die
größte Gans, danach kommt di-
 rekt unsere stattliche Graugans
(Anser anser). Sie besiedelt ste-
hende Gewässer mit Schilfbe-
ständen. Partnerschaften bil-
den sich schon mit anderthalb
Jahren, die dann auf Lebens-
zeit bestehen bleiben. Länge
beim Männchen 82 cm und
beim Weibchen 70 cm.




 





Diese beiden Käfer waren die einzigen
Insekten, die ich bei meinem heutigen
Spaziergang gesehen habe. Es sind
sehr kleine Käfer, die aber aus der
Nähe betrachtet wunderschön aus-
sehen. Es sind Getreidehähnchen
(Oulema melanopus), die sich vom Blattgewebe verschiedener Süß-
gräser ernähren. Von März bis
Oktober kann man sie entdecken.
Größe: 5 mm 






 

Im Frühjahr der auffallendste
Blickfang ist das Scharbocks-
kraut,
das früher wegen seines
Vitamin-C-Gehaltes in den Blät-
tern gegen Skorbut verwendet
wurde (oben).
Sogar das Wiesen-Schaumkraut
(Cardamine pratensis), das eigent-
lich viel später kommt, hat sich
schon jetzt mit einigen Stängeln
vorgewagt (links).


 



18. März 2020 - Am NSG Baumberger Aue
 



An einer Garagenwand sah ich
ein recht sonderbares "Tier".
Später stellte sich dann her-
aus, dass es sich hier um die
Puppe des Kleinen Kohlweiß-
lings 
(Pieris rapae) handelte.
Das 2. Foto zeigt eine leere
Puppenhülle.





 

 

An der westlichen Seite vom Tümpel
im NSG Baumberger Aue haben min-
destens sieben Graureiher Nester
gebaut. Auf dem Gewässer selbst
sind erstaunlicherweise wenig Enten,
Bläss- und Teichhühner. Ob das Aus-
wirkungen durch die Ansammlung der
Graureiher sind, muss einmal beob-
achtet werden. 
Wer ständig zu hören, aber so gut
wie gar nicht zu sehen ist, sind die
Zwergtaucher mit ihrem melodi-
schen Trillern. 





 



11. März 2020 - Am NSG Baumberger Aue

 

Blick von der Straße Im Sträß-
chen am Hamberg ins Baum-
berger Naturschutzgebiet.

 


Wie seit einigen Jahren halten
 sich wieder Schnatterenten
(Mareca strepera) auf dem Tümpel
des NSG Baumberger Aue auf.
Es handelt sich wahrscheinlich
wieder um Durchzügler. Bruter-
folge sind bisher nicht bekannt.
Größe: 44-55 cm

 

Im Naturschutzgebiet Baumber-
ger Aue hat sich das Hochwasser
schon merklich zurückgezogen.


 

In der Nähe des Tümpels
stehen Schilfgürtel und Wiese
aber noch unter Wasser.





 



Zwei Mäusebussarde (Buteo buteo)
kreisen am Himmel. Plötzlich schießt
eine Rabenkrähe aus den hohen
Bäumen am Rand der Böschung und
fliegt Angriffe auf einen der Greife.
Der lässt sich nicht aus der Ruhe
bringen und weicht mit minimalen
Bewegungen der Flügel aus.
Etwas später erscheint ein Mäuse-
bussard mit Nistmaterial in den
Fängen.



 

Auch einen Blickfang der beson-
deren Art bieten immer wieder
im frühen Frühjahr die Schlehen
(Prunus spinosa), auch Schwarz-
dorn genannt. aus der Familie der
Rosengewächse mit der Vielzahl
ihrer schönen weißen Blüten.

 




9. März 2020 - Am NSG Baumberger Aue
und am Rheinufer

Das Hochwasser des Rheins hat jetzt mit
7,10 m Kölner Pegel seinen Höchststand erreicht
und zieht sich dann meist schnell wieder zurück.

 

Oben: Im Sträßchen, links: Naturschutzgebiet Baumberger  Aue.


 

Unten: Überschwemmte Wiesen und
Felder im Naturschutzgebiet
Baumberger Aue.

Mindestens 9 Silberreiher (Ardea alba)
hielten sich auf den vom Hochwasser über-
schwemmten Feldern hinter dem Tümpel
zusam
men mit Graureihern auf. Außerhalb
​der Brutzeit haben 
diese Reiher einen gel-
ben Schnabel, 
der sich zur Balz schwarz
mit gelber Ba
sis färbt. Silberreiher haben
keine S
chmuckfedern am Hinterkopf. Ihr
Nahrungsspektrum besteht aus Insekten,
Amphibien, Fischen und Mäusen. Sie hal-
ten sich gern an Seen, Flüssen, Altarmen und in Sümpfen auf, die mit Bäumen und Büschen bestanden sind. Sie sind Teil-
zieher und bleiben in milden Wintern
 in der Nähe der Brutgebiete.
Flügelspannweite: 145-170 cm.

 

Ein überraschendes Erlebnis war, dass ich
bei den Silberreihern auch einen Weiß-
storch
(Ciconia ciconia) entdeckte. Bis
auf die schwarzen Schwungfedern ist
das Gefieder weiß. Schnabel und Beine
sind rötlich. Der Weißstorch ernährt
sich von Regenwürmern, Insekten, Mäu-
sen, Froschlurchen, Ratten, Eidechsen,
Schlangen und auch von Aas. Im Winter
fliegt er bis südlich der Sahara. Der
Weg übers Mittelmeer ist ihm verwehrt.
Als Segelflieger braucht er Thermik, die aber über Wasser nicht entsteht. So erreicht er über Gibraltar oder den Bos-
porus sein Winterquartier.
Flügelspannweite: 200-220 cm



Die neue Rampe und der Treidelpfad unterhalb der Rheinterrasse sind
überschwemmt. Hier ist also das
Gewässer, das bei hoher Flut das Naturschutzgebiet unter Wasser
setzt. 






 



Was würde Greta dazu sagen?
Kahlschlag vor der Armin-Maiwald-Schule (ex Humboldtschule)
25. Februar 2020

 

Da steht er noch der Baum
Nr. 1, doch schon mit der
tödlichen Kerbe (Pfeil).

Es dauert nur ein paar Minuten,
dann liegt er da. 50 Jahre Wachs-
tum sind ohne Not zerstört.

Und es bleibt nicht bei diesem einen.
Noch drei weitere schöne, kräftige Bäume
erleiden das gleiche Schicksal.

 

Gesunder Baum
Nr. 1

Gesunder Baum
Nr. 2

Gesunder Baum
Nr. 3

Gesunder Baum
Nr. 4

Wer jetzt denkt, das ist typisch für ver-
knöcherte alte Behördenleute, der ist to-
tal auf dem Holzweg. Diese Entscheidung
wurde von der Schülermehrheitspartei ge-
gefällt. Nun liegt die Schule in nackter "Schönheit" da. Während vorher die Schüler im Grünen Schulunterricht hatten, findet er jetzt am Parkplatz statt. Hinzu kommt, dass im Sommer jetzt kein einziges Blatt mehr Schatten spenden kann.
 


 


Sind Insekten nötig?

Ja, ob wir es glauben oder nicht: Insekten spielen
eine Schlüsselrolle im Ökosystem – in unserem Ökosystem.
Ohne sie wäre das Gleichgewicht in der Natur auf
gefährliche Weise gestört.

Die Hauptursache für das Artensterben ist für
Wissenschaftler nicht die Erderwärmung, sondern

† fehlende Nahrung, † verlorener Lebensraum
und
† Umweltgifte.

† Immer neue Wohngebiete entstehen,
† Parkplätze und Straßen versiegeln den Boden,
† wilde Natur muss Ackerflächen weichen,
† blumenreiche Wiesen werden umgepflügt und
† durch Monokulturen, wie Mais, ersetzt.
† Hinzu kommen Chemikalien, die eingesetzt werden.

Oftmals registrieren wir nur das Negative bei
Insekten, wenn uns Mücken oder Wespen
belästigen oder unsere Rosen Blattläuse haben.
Doch Insekten übernehmen viele Aufgaben:

† Sie bestäuben Pflanzen,
† sie lockern Böden,
† sie beseitigen Laub,
† sie beseitigen verendete Tiere,
† sie beseitigen Kot.

Außerdem sind Insekten wichtige Nahrung für
† Vögel, † Fledermäuse, † Igel usw.

Viele Insekten leben räuberisch und ernähren sich
von anderen Insekten. Daher sind sie nützlich für
Landwirte und Gartenfreunde. Der allen bekannte
Marienkäfer lebt von Insekten, die bei uns
als Schädlinge gelten.

Dreiviertel aller essbaren Nutzpflanzen müssen von
Insekten bestäubt werden, um Samen oder Früchte
tragen zu können. Bekannte Insektenarten sind:

† Schmetterlinge, † Käfer, † Bienen, † Libellen,
† Heuschrecken, † Ameisen und † Fliegen.

Als Hobbygärtner besteht kein Zwang zu hohen
Erträgen, wie bei der Erwerbslandwirtschaft.
Deshalb sollten im Garten immer Brennnesseln
stehen bleiben für die Raupen vom

† Pfauenauge, † Kleinen Fuchs, † C-Falter und
   † Landkärtchen.

Wenn Nahrungspflanzen für Raupen fehlen,
kann man kaum auf Falterbesuch hoffen,
selbst wenn man Buddleja im Garten hat.

 

 


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