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In Bearbeitung
 


2022

Viele Lockerungen bezüglich
Corona/Omikron lassen die Infektions-
zahlen wieder steigen. Maskentragen
hilft, Ansteckungen zu minimieren.

Nur die Freude an der Natur
ist uneingeschränkt möglich.

 



30. September 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Rodelberg

Noch immer ist der Rodelberg mit seinem
Rainfarnbestand die letzte Station für Insekten
vor dem Abschied 
in den Winter.

Die Breitflügelige Raupenfliege
 
(Ectophasia crassipennis) ist eine
wärmeliebende Art, die haupt-
sächlich im Süden vorkommt.
Nach Norden ist die Art selte-
ner. Dies ist ein Männchen.
Körperlänge: 10 mm.

Die Grüne Reiswanze (Nezara
viridula)
ist wieder ein Tier, das
durch den Klimawandel immer
mehr nach Norden einwandert.
Dies hier ist eine Nymphe, die
nach den nächsten Häutungen
ganz grün wird.
Länge: 11-16 mm

Die Gemeine Wiesenwanze (Lygus pratensis) gehört zur Familie
der Weichwanzen und besiedelt warme und offene Lebensräume.
Die erwachsenen Tiere können sehr gut fliegen und unternehmen
oft weite Ausbreitungsflüge. Die Männchen (Foto: rechts) sind
rotbraun bis dunkelrot gefärbt. Foto links: eine Larve.  

Der Nachtfalter Randfleck-Klein-
spanner
(Scopula marginepunctata) 
saß versteckt am Hamberg. Er ruht tagsüber und ist dämmerungs- und
nachtaktiv. Die 2. Generation fliegt
bis Ende September.

Flügelspannweite: 22-25 mm

Die Hain-Schwebfliege (Episyr-
phus balteatus)
ist auch bekannt
als Wanderschwebfliege. Viele der
Weibchen fliegen im Herbst über
die Alpen oder die Pyrenäen in den
 Süden. Körperlänge: 7-12 mm

 

Flohkäfer sind eine Gruppe der
Blattkäfer. Sie haben vergrößerte
Hinterschenkel, durch die sie bis
zum 100fachen ihrer Körperlänge
springen, was ihnen auch ihren
deutschen Namen eingebracht hat.
Altica spec., Körperlänge: 4 mm

Es gibt viele Farbvarianten des  
Asiatischen Marienkäfers    
          (Harmonia axyridis).           

Der am besten bekannte Marien-
käfer ist unser Siebenpunkt, der
auch Glückskäfer genannt wird.



25. September 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Rodelberg

Durch die Regenfälle in den letzten Tagen ist im
Naturschutzgebiet (NSG) wieder eine Wasserfläche
sichtbar geworden. Als ich dort fotografierte, war
noch kein einziger Wasservogel wieder zurückgekehrt.
Auf dem Rodelberg stehen außer einigen kleinwüchsigen
Blumen noch immer Mengen von Rainfarnstauden, teils
verblüht, doch etliche noch schön blühend. Und hier
landen erstaunlicherweise immer wieder Insekten, die
den Rainfarn sicherlich links liegen ließen, wenn noch
die stattlicheren Blumen blühen würden. Von den munte-
ren Bläulingen habe ich nur noch ein männliches Exem-
plar des Hauhechelbläulings angetroffen. Am Weg zum
Rodelberg hat sich eine Pflanze des Gemeinen Stech-
apfels angesiedelt mit seinen interessanten Blüten
und den Früchten, die der Blume ihren Namen gaben.

Der Gemeine Stechapfel (Datura stramonium) hat duftende
trichterförmige Blüten, die sich jedoch erst zur Nacht hin
öffnen. Er wird hauptsächlich von Nachtfaltern besucht und
bestäubt. Die stachligen Früchte wachsen aus den Blüten-
achseln gerade nach oben. Die Samen sind schwarz und nie-
renförmig und behalten ihre Keimfähigkeit über viele Jahre.

Die Breitflügelige Raupenfliege (Ectophasia crassipennis) ist
hauptsächlich im Süden anzutreffen, doch durch die Klima-
erwärmung breitet sie sich immer mehr nach Norden aus.
Ende September ist schon eine recht späte Beobachtung.

Raupe des Goldruten-Blütenspanners (Eupithecia virgaureata)

Andrena nigroaenea



Krabbenspinne


 


Zur Familie der Glasflügelwan-
zen gehört Stictopleurus abu-
tilon


 


Nymphe der Marmorierten
Baumwanze (Halyomorpa halys)




 



Furchenbiene, Weibchen von
Lasioglossum leucozonium









 



1. September 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg und Rodelberg

Die Vegetation leidet unter Sonne und Trockenheit.
Der Tümpel im Naturschutzgebiet hat sich wieder
verändert. Jetzt ist statt einer braunen Schlamm-
masse frisches helles Grün zu sehen, das nach ein
paar Regenfällen wieder im Wasser versinken wird.
Es ist schon öfter passiert, dass der Tümpel aus-
trocknet, sich begrünt und dann irgendwann wieder
zum Tümpel wird. 

Auch der obere Teil des Rodelbergs, wo sonst
viele schöne Blumen wachsen, macht einen ganz
vertrockneten Eindruck. Und doch blüht dort
ganz unverdrossen noch immer der Rainfarn,
den einige wenige Insekten anfliegen. Erstaun-
lich ist das muntere Treiben eines kleinen
Schmetterlingsvölkchens. Es sind etwa ein
Dutzend Hauhechel-Bläulinge, die umeinander
fliegen und sich gegenseitig aufscheuchen.
Und plötzlich fliegt da etwas sehr Gelbes.
Ist das vielleicht ...? Ja, es ist etwas Unge-
wöhnliches hier. Es ist der wunderbare Postillon
(Colias crocea), der viele schöne Namen hat,
wie: Gelbes Posthörnchen, Wander-Gelbling
oder Orangeroter KLeefalter. Ich habe ihn
bisher nur einmal gesehen, und das war
genau vor 12 Jahren.

Der Postillon (Colias crocea) ist haupt-
sächlich in warmen Gegenden im offenen
Gelände anzutreffen. Da er nördlich der
Alpen nicht überwintern kann, ist er,
wenn er hier gesichtet wird, vom Süden
her eingewandert. Da ist dann meine Be-
geisterung mehr als verständlich.
Flügelspannweite: 40-50 mm

Der Hauhechel-Bläuling
(Polyommatus icarus) 
ist noch bis Oktober zu
sehen. Am Rodelberg flog
ein munterer kleiner Trupp.
Flügelsp
annweite: 25-30 mm

Den Rübenzünsler (Loxostege
sticticalis) 
findet man vor allem
auf aufgegebenen Wiesen. Die
Verpuppung der Raupe erfolgt in
einem seidenen Kokon in der Erde.
 Flügelspannweite: 18-26 mm

 

Glänzendschwarze Holz-
ameisen
(Lasius fuliginosus)
halten sich in Laub- und Na-
delwäldern auf. Hier tummeln
sie sich auf einer Stieleiche.
Größe: 4-6 mm

Die Walnuss-Gallmilbe (Erio-
phyes erineus)
gehört zu den
Schädlingen. Mit bloßem Auge
sind Gallmilben nicht zu sehen.

Auf der Unterseite von Eichen-
blättern kann man manchmal so
scheibenförmige Gallen der 
Krem-
pengallwespe 
(Neuroterus albipes) 
finden. Im Herbst fallen die Gallen
zu Boden und im nächsten Früh-
jahr schlüpfen die Wespen.

An der Unterseite von Stiel-
eichenblättern kann man auch
 oft kreisrunde, seidig behaarte
Gebilde entdecken, die von den
Eichenknopf-Gallwespen (Neu-
roterus numismalis)
stammen.
Die Knöpfchen sind 3 mm groß.

  

 



16. August 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg, Tümpel und Rodelberg

 

Der Tümpel im Naturschutzgebiet ist völlig ausgetrocknet.
An der Böschung zum Hamberg sieht es schon herbstlich aus.
Auf dem Rodelberg gibt es zwischen dem gelben Gras nur hin
und wieder kleine Inseln mit kleinwüchsigen Blumen. Wer sich
trotz der Trockenheit richtig wohlzufühlen scheint, das ist der
Rainfarn, der im flacheren Bereich des Rodelbergs schön blüht.
Nur noch ganz wenige Insekten halten sich im Gebiet auf.

 

Die Haus-Feldwespe (Polistes
dominula)
war jahrelang bekannt
als Gallische Feldwespe. Sie ist
unsere häufigste Art und sehr
friedlich. Sie baut ihre Nester
gern im Siedlungsbereich.
Körperlänge: 11-15 mm

Die Getreideblattwespe (Selandria serva) wird auch
Gräserblattwespe genannt. Sie ernährt sich von Gräsern,
doch auch von Getreide, dann gilt sie als Getreideschäd-
ling. Sie gehört in die Familie der Echten Blattwespen.
Körperlänge: 6-8 mm

Der Hauhechel-Bläuling
(Polyommatus icarus) stellt
innerhalb seiner Familie die
häufigste Art dar. Wie ge-
fährdet ein Schmetterlingsle-
ben ist, zeigen die durch An-
griffe beschädigten Flügel.


evtl. Gestreifter Graszünsler
Agriphila tristella


Rhabarber-Zünsler
Oncocera semirubella


 

evtl. Kleine Keilfleckschwebfliege, Eristalis arbustorum

Larve der Florfliege



6. August 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg, Tümpel und Rodelberg

 

Bis auf einen kleinen Bereich,
der offen ist, ist der Tümpel
im Naturschutzgebiet zurzeit
verlandet. Seit längerem
schwanken die Tagestempera-
turen zwischen 20 und fast
40 Grad. 

 

Der Klee-Gitterspanner (Chiasmia clathrata) ist auch ein tagfliegen-
der Nachtfalter. Die Falter besu-
chen Blüten, die Raupen leben an ver-schiedenen Kleearten. Die zweite Ge-
neration fliegt von Juni bis August. Flügelspannweite: bis zu 25 mm

 

Die Totenkopfschwebfliege 
(Myathropa florea) fliegt
laut summend und unruhig,
was andere Insekten auf-
scheucht. Die Larven ent-
wickeln sich in schlammi-
gem Wasser und Pfützen.
Körperlänge: 12-14 mm

 

Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

Zur Familie der Echten Blattwes-
pen
 gehört Dolerus germanicus.
Man kann sie von April bis Sep-
tember beobachten, am häufig-
sten jedoch im Mai. Sie besuchen
die Blüten von Doldenblütlern.
Körperlänge: 7-9 mm

Die Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus) lauert kleineren,
doch auch größeren Insekten auf. Wenn das Beutetier nah ge-
nug ist, schnellt sie blitzschnell vor und überwältigt es. 
Weibchen werden 6-8 mm und Männchen 4-6 mm groß.



22. Juli 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg und Rodelberg

Zur Familie der Schnepfen-
fliegen
gehört Chrysopilus sp.
Sie halten sich gern an Wald-
rändern auf und ernähren sich
meist von kleinen Insekten.
Länge: etwa 10 mm

 

Das Große Grüne Heupferd
(Tettigonia viridissima) ist an
sonnigen Weg- und Waldrän-
dern zu finden in einer Vege-
tation, die mindestens 30 cm
hoch ist. Länge: 28-36 mm

Weberknechte (Opiliones), die auch Kanker genannt werden,
sind Spinnen, die eine eiförmige Gestalt haben. Um sich gegen
Insekten oder andere Spinnen zu wehren, können sie ein stin-
kendes Sektret ausstoßen. Dieses Tier war 10 mm groß.

Manchem ist sicher schon mal
aufgefallen, dass Pfaffenhüt-
chen v
öllig zugesponnen und
von Raupen kahl gefressen
sind.
 Den Falter nach der
Verpuppung kennt kaum je-
 mand, die Gespinstmotte.

Diese Heuschrecke sieht ein bisschen nach einer Larve/
Nymphe aus, doch es ist ein erwachsenes Männchen der
Punktierten Zartschrecke (Leptophyes punctatissima).
Die Flügel dieser Langfühlerschrecke sind sehr kurz.
Größe: 10-15 mm

Die Totenkopf-Schwebfliege
(Myathropa florea) wird auch
Gemeine Dolden-Schwebfliege
genannt. Die Flugzeit ist von
April bis September. Sie ist

an Waldrändern zu finden.
Körperlänge: 12-14 mm

 

Sehr dunkel ist das Weib-
chen der Wanzenfliege (Pha-
sia hemiptera
), das zur Fami-
lie der Raupenfliegen gehört.
Länge: etwa 10 mm

 

 

evtl. Sandwespe 

Klein und sprunggewaltig, das 
ist die Wiesenschaumzikade
(Philaenus spumarius). Sie tritt
in vielen Farbvarianten auf. Die
Larven entwickeln sich in
Schaumhüllen (Kuckucksspucke).
Größe: 5-7 mm

 

Der Gemeine Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus)
ist eine sehr häufige Kurzfühlerschrecke. Sowohl Männ-
chen als auch Weibchen sind meistens flugunfähig.
Länge: 13-22 mm

Der Rotgelbe Weichkäfer
 (Rhagonycha fulva) gehört
eigentlich zu den häufigsten
Besuchern von Wiesen-Bären-
klau. Doch weder diese Pflan-
ze noch der Käfer sind in die-
sem Jahr viel zu sehen.


 

Schlupfwespen gehören zu der
sehr artenreichen Familie der
Hautflügler. Deshalb sind sie
schwer zu bestimmen. Dieses
Exemplar könnte Pimpla cf.
instigator
sein. Größe: 12 mm


 



17. Juli 2022 - Am NSG Baumberger Aue

Der Ampfer-Spanner (Timandra
comae)
kommt häufig in feuchten
Gebieten vor, doch ist er nahezu
auch im gesamten Siedlungsraum
anzutreffen. 
Flügelspannweite: 23-28 mm

Zuerst fiel mir natürlich der
Ampfer-Spanner auf, doch
plötzlich entdeckte ich einen
fast mit dem Erboden gleich-
farbigen kleinen Nachtfalter.
Es war eine 
Getreide-Halmeule
(Mesapamea secalis).
Flügelspannweite: 28-35 mm

Die Gemeine Skorpionsfliege
(Panorpa communis) hält sich im
Sommer lieber in schattigen Be-
reichen auf. Ihre Nahrung holt
sie sich manchmal aus den Net-
zen von Webspinnen, was man
Kleptoparasitismus nennt.

 

Zur Familie der Haubennetz- oder Kugelspinnen gehört
die Gewöhnliche Ovalspinne 
(Enoplognatha cf. ovata),
die sehr variabel gefärbt ist. Diese Art liebt sonnige
Standorte. Dort überzieht sie die Spitzen von Pflan-
zen mit einem unregelmäßigen Haubennetz und spinnt
Blätter zu einem Unterschlupf zusammen.
Körperlänge: 3-7 mm


Die Breitflügelige Raupenfliege (Ectophasia crassipennis)
ist eine wärmeliebende Art, die häufiger im Süden und Süd-
westen zu finden ist. Die Fliegen sind Blütenbesucher, doch
die Larven sind Parasiten, die sich in Wirtstieren entwickeln.
Körperlänge: 5-9 mm (Foto: Männchen)

Nur wenige Blumen haben sich auf dem Rodelberg nach
der radikalen Rasur im vorigen Herbst nun entwickelt:
Vogelwicken 
und an mehreren Stellen Wilde Möhre.



10. Juli 2022 - Haus Bürgel

Rauchschwalben (Hirundo rustica) erjagen den größten
Teil ihrer Beute in einer Flughöhe von sieben bis acht
Metern. Sie sind Kulturfolger, doch ihre Nester in Innen-
räumen können sie meist nur in Viehställen und Bauern-
häusern bauen. Sie sind Zugvögel und kommen aus den
afrikanischen Winterquartieren zwischen Ende März
und Mitte Mai hier an. Die einzige bekannte Brutstelle
ist in den Pferdestallungen auf Haus Bürgel. In die of-
fenen und schalenförmigen Nester legt das Weibchen
vier bis fünf Eier. Die Jungen schlüpfen nach gut zwei
Wochen und werden noch drei Wochen von beiden Eltern
gefüttert. Erstaunlich ist, dass die älteren Jungen beim
Füttern der zweiten Brut helfen.
Flügelspannbreite: 32-34 cm

 



Eine kleine Rettungsaktion
8. Juli 2022

Es war der reinste Zufall, dass ich auf dem schwarzen
​Asphalt einen schwarzen Käfer entdeckte. Vorsichtig
hob ich ihn auf. Er schien mehr tot als lebendig. Ich er-
kannte sofort, dass es ein Balkenschröter war, der große
Ähnlichkeit mit einem weiblichen Hirschkäfer hat. Hin und
wieder zuckte er ein wenig, sodass ich froh war, dass er
noch lebte. Oben in der Wohnung tropfte ich quasi als
erste Hilfe zwei Wassertropfen vor seine Mundwerk-
zeuge. Und das Erfeuliche geschah, er schien etwas da-
von aufzunehmen, denn ganz langsam kamen die unter
dem Körper versteckten Beine und Fühler zum Vor-
schein. Im Internet erfuhr ich, dass er sich gerne von
Baumsäften ernährt. In eine kleine Schale legte ich
Blätter, auf die ich den Käfer bettete. Mit einer Pipette
gab ich noch zwei Tropfen Zuckerwasser dazu. So verab-
schiedete ich ihn zur Nacht. Am frühen Morgen schaute
ich direkt nach meinem Patienten. Es war fast unglaublich:
Das Blätterbettchen war leer. Er hatte wieder Kraft ge-
schöpft und war weggeflogen.

Der Körper des Balkenschröters (Dorcus parallelipipedus)
kann 16-32 mm lang werden. Der von mir entdeckte hatte
jedoch nur eine Größe von genau 20 mm.


 



6. Juli 2022 - Weg am NSG Baumberger Aue -
Krautschicht vor dem Gehölzstreifen am Hamberg

Das Wetter ist heute zeitweilig sehr angenehm. Wenn die Sonne
hinter weißen Wolken verschwindet, dann sind es etwa 20 Grad.
Ich habe noch nicht herausgefunden, bei welcher Witterung die
meisten Insekten Lust haben, sich zu zeigen. Heute ist wieder so
ein Tag, wo man trotz intensiver Beobachtung nicht viel findet.
Und doch ist dann plötzlich ein Lichtblick im wahrsten Sinne des
Wortes da: Man sieht ein schwarzgelbes Insekt und denkt zuerst
immer an eine Wespe. Doch mit jedem Schritt, den ich näher
komme, steigt meine Erwartung. Es ist ein Käfer, den ich direkt
den Widder
böcken zuordnen kann. Und dann die besondere
Überraschung: Es ist der seltenere Sauerkirschen-Widderbock

(Xylotrechus arvicola), den ich schon lange nicht mehr gesehen
habe. Es 
ist ein begeisternd schön gezeichneter Käfer.

Fast alle Bockkäferarten gelten in der Bundesarten-
schutzverordnung als besonders schützenswert.

Sauerkirschen-Widderbock
(Xylotrechus arvicola)
Körperlänge: etwa 16 mm

Zur Familie der Weichwanzen
gehört Plagiognathus abustorum.
Diese Art ist sehr variabel in der
Farbe und kann sogar fast ganz
schwarz sein. Sie besiedelt mäßig
trockene und schattige Lebens-
räume. 
Größe: bis 4,5 mm

Das Rothalsige Getreidehähn-
chen
(Oulema melanopus) be-
siedelt Waldränder, Wiesen
und Bachufer. Die Art fliegt
 von April bis Juni.
Größe: 4 mm

Labyrinthspinne (Agelena labyrinthica)



Hornisse


 



30. Juni 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg

 



Faulbaum-Bläuling
(
Celastrina argiolus)

Gehäuseschnecken - schön anzusehen
rechts unten: Bernsteinschnecke

 



Rotgelber Weichkäfer
(Rhagonycha fulva)



Sehr kleine Spinne
Nigma flavescens
Länge: 4 mm



 

Am Rodelberg ist nach dem exzessiven
Mähen noch keine Blumenvielfalt entstanden.



Schöne Überraschung am 26. Juni 2022
in der Wohnung: ein Großer Fuchs

 

Fast jeder kennt den Kleinen Fuchs. Er ist
einer der häufigsten Schmetterlinge hier bei
uns. Es war schon immer mein Wunsch, einmal
den größeren und sel
teneren Großen Fuchs zu
sehen. Obwohl ich schon jahrelang auf der In-

sektenpirsch bin, habe ich ihn draußen noch nie
entdeckt. Jetzt wurde mir eine große Freude
zuteil. Da flatterte plötzlich aufgeregt innen
am Wohnzimmerfenster ein großer Falter. Als
ich es schaffte, einen flüchtigen Blick auf seine
Oberseite zu werfen, war ich vor Überraschung
sprachlos. Es hatte sich ein Großer Fuchs (Nym-
phalis polychloros)
in unsere Wohnung verirrt.
Jetzt war es gar nicht so einfach, ihn zu einem
Belegfoto zu überreden. Danach ist er wie be-
freit in den lauen Sommerabend hinaus geflogen.

Auch das ist der schöne Große Fuchs.
In Ruhestellung zeigt er die Unterseite
der Flügel, die fast einfarbig dunkel sind.
Flügelspannweite: 50-55 mm

 

Auf dem Balkon inspiziert der Trauerschweber
(Anthrax anthrax) das Insektenhotel. Das ist
eine Fliege aus der Familie der Wollschweber.
Sie parasitiert gern an Nisthilfen von Solitär-
bienen.


 



11. Juni 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Warum?

... obwohl das keine erwerbslandwirt-
schaftliche 
Flächen sind ...

Warum dringt der Schrei nach Insektenschutz nicht bis zu den
örtlichen Behörden? Warum wird hier direkt am Naturschutzgebiet
Baumberger Aue alles bis in die kleinste Ecke weggemäht? Zuständig für
das Gebiet ist das Düsseldorfer Garten-, Friedhofs- und Forstamt.
Ein paar Jahre lang wurde sehr wenig und manchmal auch nur parzellen-
weise gemäht. Es blieben immer Flächen stehen, auf die die Insekten
ausweichen konnten. Derjenige, der hier jetzt gemäht hat, hat einen
regelrechten Umweltfrevel begangen. Sollte die Klimaerwärmung auch
dieses Jahr wieder zu einem heißen und trockenen Sommer führen,
dann wird sich auf den Flächen nur noch krüppeliges Grün und ein
paar kleinwüchsige Blumen entwickeln. Voriges Jahr war wenig Rotklee
zu finden, der besonders gern von dem Kurzschwänzigen Bläuling auf-
gesucht wird. So habe ich auch nur einmal einen gesehen. Doch dieses
Jahr waren dort schon recht viele Rotkleepflanzen zu sehen, was
meine Hoffnung auf ein vermehrtes Vorkommen dieses seltenen
Bläulings nährte. Doch das Mähen macht nicht nur diesem Schmet-
terling, sondern auch ganz vielen anderen Insekten und Spinnen
ein Leben dort für etliche Zeit unmöglich.

 



11. Juni 2022 - Am NSG Baumberger Aue
Hamberg

Der Rotgelbe Weichkäfer (Rha-
gonycha fulva)
jagt auf Blüten
nach kleinen Insekten. Oft sieht
man diese Käfer in großer Zahl
auf Doldenblüten sitzen und
sich paaren. Länge: 7-10 mm


 

Diese Fliege gehört zur Familie der Schnepfenfliegen
(Chrysopilus sp.). Die Art konnte nicht bestimmt werden.

 

Die Deutsche Skorpionsfliege
(Panorpa germanica) bevorzugt
feuchte und schattige Lebens-
räume. Sie ernährt sich von to-

ten oder geschwächten Insekten. Flügelspannweite: 25-35 mm

Der Admiral (Vanessa atalanta)
gehört zur Familie der Edel-
falter. Unbeschwert ist das Le-
ben eines Schmetterlings kei-
neswegs. An den Flügeln sieht
man die Attacke eines Vogels.
Flügelspannweite: 55-65 mm

Zur Familie der Weichwanzen
gehört Campyloneura virgula.
Es war nur ein kleiner Strich
auf einem Blatt. Doch in der
Vergrößerung staunte ich nicht
schlecht. Was hatte ich da für
ein farbenfrohes, vier Millime-
ter großes Wänzlein entdeckt.
Und noch dazu eins mit einer
ungewöhnlichen Vita: Es wur-
den bisher keine zeugungsfä-
higen Männchen gefunden. Of-
fensichtlich machen sie es wie
die Blattläuse, nämlich durch
Jungfernzeugung.



Unbekannte
Larve aus der Familie der

Sichelwanzen (Nabidae)




 



4. Juni 2022 - am NSG Baumberger Aue

Die Oberseiten der Flügel des
C-Falters (Polygonia c-album) se-
hen in ihrem leuchtenden Orange
schöner aus als die Unterseiten,
doch hier ist die C-ähnliche Zeich-
nung zu sehen, die dem Schmet-
terling seinen Namen gab.
Flügelspannweite: 40-50 mm

Plötzlich tauchte ein sehr leb-
haftes Insekt auf. Mit Mühe
und Not schaffte ich zwei Fo-
tos. Es war eine Pillenwespe
(Eumenes cf. coronatus), die
auch Töpferwespe genannt
wird, weil die Weibchen aus
einem Lehmgemisch einzelne
Brutzellen, die kugel- oder
eiförmig sind, bauen. Dort
legt sie ein Ei hinein und eine
durch einen Stich gelähmte
Raupe als Futter für die
Larve. Zum Schluss wird die
Zelle verschlossen.
Körperlänge: 12-17 mm

 

Auch heute sah ich einen kleinen
Nachtfalter in der Krautschicht.
Es war wieder der Braunfleckige
Wickler 
(Archips xylosteana),
doch dieses Mal war er viel
intensiver braun gefärbt.

Flügelspannweite: 15-23 m

Die Gemeine Skorpionsfliege
(Panorpa communis) ist eine
Schnabelfliegenart. Auf dem
Foto ist gut das schnabelar-
tig verlängerte Mundwerk-
zeug zu sehen. Spannweite
der vier Flügel: 25-35 mm

 

Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea
funesta
), die früher nur in süd-
lichen Gebieten lebten, sind durch
die Klimaerwärmung mittlerweile
auch bei uns angekommen.
Länge: 8-12 mm

 

Der Wiesenkerbel-Blattkäfer
(Chrysolina oricalcia) ist von
Mai bis Oktober zu finden. Er
hält sich häufig in Gewässer-
nähe an Waldrändern auf. Er
bevorzugt Wiesen-Kerbel,
doch auch andere Doldenblüt-
ler.    Länge: 9 mm 


 

Dies ist die erste Libelle, die ich in diesem Jahr sehe.
Es war ein bisschen schwierig, sie bei dem Wind und
der gleißenden Sonne zu fotografieren. Es könnte
das Weibchen einer Speer-Azurjungfer (Coenagrium
hastulatum)
sein, die zur Familie der Schlanklibellen
gehört. Sie ist so zierlich, dass sie nur in der Kraut-
schicht auszumachen ist, wenn man gesehen hat, wo
sie sich niedergelassen hat. Flügelspannweite: 4 cm


 



2. Juni 2022 - am NSG Baumberger Aue

Erfreulicherweise ruft heute wieder der Kuckuck.
Es klingt sehr weit entfernt aus der Urdenbacher Kämpe.
Etwas später nähern sich die Rufe immer mehr bis sie in
den hohen Bäumen am Abzugsgraben des Tümpels in der
Baumberger Aue verstummen.

 

Es war ein glücklicher Zufall, dass ich einen meiner Lieb-
lingskäfer, den Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villo-
soviridescens), 
entdeckte. Und besonders interessant
war der Moment, als er Deckflügel und Flügel anhob, um
wegzufliegen. Allerdings geht das in der Natur so schnell,
dass man wenig Einzelheiten erkennen kann. Erst wenn
man das Glück hat, diesen Augenblick im Foto festhalten
zu können, kann man in Muße hinter die "Kulissen", d.h.
unter die meistens geschlossenen Flügeldecken, schauen.
Länge: 10-23 mm

Diese Gemeine Florfliege
(Chrysoperla carnea) war weiß-
lich, als ich sie entdeckte. Sie
war wohl gerade geschlüpft und
dabei, die Flügel auszuhärten.
Sie wird Goldauge genannt und
gehört zu den Netzflüglern. Sie
ernährt sich von Pollen, Nektar
und Honigtau. Die Larven jedoch
sind große Nützlinge. Sie vertil-
gen große Mengen Blattläuse und werden Blattlauslöwen genannt.
Nach kurzer Zeit wurde diese
Florfliege immer grüner.
Flügelspannweite: bis 35 mm

Es gibt drei Arten von Pin-
selkäfern, die schwer zu un-
terscheiden sind. Dieser hier
könnte der Glattschienige
Pinselkäfer
(Trichius cf. gal-
licus
) sein auf Doldenblütler.
Länge: 10-12 mm

Der Rote Fliegenkäfer (Cantha-
ris rufa
) gehört zur Familie der
Weichkäfer. Diese Art ist nicht
selten und sitzt oft auf Gras-
ähren. Körperlänge: 8-10 mm

 

Der Mausgraue Schnellkäfer
(Agrypnus murinus) hält sich
meist in der niedrigen Vege-
tation an Waldrändern auf.
Flugzeit beginnt im späten
Frühjahr. Länge: 13-17 mm

 

Der Eichenwickler (Tortrix vi-
ridana)
 ist ein nacht- und däm-
merungsaktiver Falter. Er hat
eine Lebenserwartung von nur
5 bis 10 Tagen. Bei Massen-
vermehrungen wird er zum
gefürchteten Forstschädling.
Flügelspannweite: 16-24 mm

Der Ovale Kanalläufer (Amara
ovata)
 gehört zur Familie der
Laufkäfer. Zu finden ist er an
Waldrändern, auf Wiesen und

Äckern. Länge: 7,5-10 mm

Die sogenannte Mistbiene
(Eristalis tenax) ist eine bie-
nenähnliche Schwebfliege. Durch
ihr vermehrtes Auftreten in der
Nähe von Misthaufen hat sie ih-
ren Namen erhalten. Diese Art
gehört zu den Wanderinsekten.
Der Zug der Mistbienen nach
Süden erfolgt unter Nutzung
günstiger und Vermeidung un-
günstiger Winde. Sie zeigen da-
bei ein ähnliches Verhalten wie
ziehende Tagfalter und Vögel.
Interessant ist auch das Leben
der Larven, die in sauerstoff-
armem Wasser sich entwickeln.
Sie haben ein langes Atemrohr,
mit dem sie sich Luft von der
Wasseroberfläche holen.
Imago Länge: 14-18 mm

 

Der Wollschweber (Anthrax
anthrax)
ist eine Fliege, deren
Larven bei verschiedenen soli-
tären Bienen parasitieren.
Länge der Imago: 7-13 mm


 

Zurzeit fliegen sehr viele Gefleckte Schmalböcke
(Rutpela maculata). Die Zeichnung auf den Deckflügeln
variiert von Tier zu Tier. Das linke Foto zeigt den Kä-
fer auf einer Brombeerblüte, auf dem rechten paaren
sich die Käfer unter der Dolde vom Wiesen-Bärenklau.
Länge: 14-20 mm


 



31. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Ein wunderschönes Insekt ist
die Langhornmotte (Nemopho-
ra degeerella)
. Die Falter sind
tagaktiv und vollziehen vor den
 auf Ästen sitzenden Weib-
chen tänzelnde Balzflüge.
Flügelspannweite: 8-20 mm


 

Es ist fantastisch, da fängt die
Zaunrübe an zu blühen und so-
fort finden sich die Zaunrüben-
Sandbienen
(Andrena florea) ein.
Die Art war bisher auf die süd-
liche Hälfte beschränkt, verbrei-
tet sich aber stetig nach Norden.
Länge: 11-12 mm

Die Gelbbein-Wiesenschweb-
fliege
(Epistrophe diaphana) ist
auf Waldwegen und nassen Wie-
sen zu finden. Sie ernährt sich
 von Mai bis Juli von Pollen und
 Nektar auf Doldenblütlern.
Körperlänge: 9-11 mm

 

Plötzlich flog ein kleiner Nacht-
falter in die untere Krautschicht.
Es war ein Braunfleckiger Wickler
(Archips xylosteana), der eigent-
lich erst in der Dämmerung fliegt.

Flügelspannweite: 15-23 m


Das ist das Weibchen des
Grünen Scheinbockkäfers (Oede-
mera nobilis). Im Gegensatz zum
Männchen hat es keine
 stark ver-
dickten Hinterschen
kel (s. 25.5.).
Länge: 8-15 mm
 


Die Eschen-Schmuckwanze
(Mermiteloceris schmidtii) kann
man von Mai bis Juli in Auwäldern
und an Waldrändern finden. 
Länge: 8 mm

 

Seit Jahren ist an einer Stelle auf
dem Weg entlang des NSG der Trau-
erschweber
(Hemipenthes morio) zu
 sehen. Erstaunlich sind die Größen-
unterschiede, was daran liegt, in
welchen Wirtslarven sich die Lar-
 ven entwickeln.    Größe: 4-12 mm

 

Die Kleine Mordfliege (Choerades cf. femorata) gehört zur
Familie der Raubfliegen. Sie ist von Juni bis September an
Waldrändern zu finden. Diese Art ist ein Ansitzjäger, vor-
beifliegende Insekten werden meist im Flug erbeutet.
Körperlänge: 12 mm


 



25. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue

Seit Tagen ist fast sommerliches Wetter. Sehr gut
für die Natur ist, dass es zwischendurch immer wieder
regnet. Das hat der Vegetation einen enormen Schub ge-
geben. Heute zogen wunderbare schneeweiße Wolken am
azurblauen Himmel, und erst am Nachmittag trübte es sich
zeitweilig ein, ohne jedoch zu regnen. Ein gewisses Hemm-
nis für die Makrofotografie war der starke Wind. Wenn ich
dann endlich mal ein schönes Objekt gefunden hatte, wur-
de es so hin- und hergeschaukel, dass ich immer lange war-
ten musste, bis ein Moment des Stillstands eintrat.

Ein besonderes Erlebnis war, dass ich mehrmals den
Kuckuck rufen gehört habe. Dazu begrüßte mich neben
den üblichen Rufen von Graureihern, Blässhühnern, dem
Trillern der Zwergtaucher noch ein lautes Froschkonzert.
Also alles in allem, es waren zwei schöne Stunden in
unserer heimischen Natur.

 

Die Narzissen-Schwebfliege
(Merodon equestris) kommt in
vielen Farbformen vor. Sie er-
nährt sich von Pollen und Nek-
tar, die Larven entwickeln sich
in Zwiebeln von Liliengewäch-
sen. Länge 8-14 mm

 


Zur Familie der Luchsfliegen
gehört die Stilettfliege (The-
reva nobilitata)
. Sie fliegt von
Mai bis September.
Länge.  9-13 mm

 

Der Kleine Schmalbock (Stenu-
rella melanura)
wird auch Schwarz-
schwänziger Schmalbock genannt
und ist an sonnigen Waldrändern
zu finden. Diese Käfer besuchen
von Mai bis September Doldenblüt-
ler und ernähren sich von Pollen.
Länge: 6-9 mm

 

Auffallend sind die gelbblühenden Büsche am Tümpel vom NSG.
Es ist die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris), die früher
entlang größerer Flusstäler häufig zu finden war. In Deutsch-
land gilt sie als gefährdet, hier im Gebiet ist sie sogar selten.
Als typische Stromtalpflanze verträgt sie wechselnasse und
auch gelegentlich überflutete Hochstaudenfluren. Sie kann
eine Wuchshöhe bis 1,5 Meter erreichen.

Sind Ihnen unter Eichen auch schon
einmal solche "Kartoffeln" aufgefallen?
Das sind "Kartoffelgallen", die an der
Stelle einer Knospe der Stieleiche
wachsen. Irgendwann fallen sie zu
Boden. Aus den Gallen schlüpft die
Sommergeneration dieser Gallwespen-
art. Gallen-Durchmesser: 50 mm.

  
Bei den Schildkrötenwanzen gibt
  es mehrere ähnliche Arten. Diese
könnte 
Eurygaster testudinaria
sein. Sie bevorzugt halbschatti-
ge bis feuchte Lebensräume.
Körperlänge: 9-11 mm


 

Larve des Asiatischen Marien-
käfers
(Harmonia axyridis), die
kein unproblematischer Neubür-
ger im Insektenreich ist. Sie ver-
tilgt nicht nur Blattläuse, sondern
frisst u.a. auch Marienkäferlarven.

 

Den Zweipunkt-Marienkäfer
(Adalia bipunctata) gibt es in
zwei Farbvarianten: 1. Flügel-
decken rot mit je einem schwar-
zen Punkt und 2. Flügeldecken
schwarz mit je zwei roten Punk-
ten (siehe Foto). Länge: 4-6 mm

Grüne Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) halten sich
auf Wiesen, in Gärten und an Waldrändern auf. Die
männlichen Käfer haben stark verdickte Hinterschen-
kel. Wegen dieser keulenförmigen Verdickung wird oft
auch der Name Schenkelkäfer werwendet.
Länge: 8-15 mm

Die Späte Gelbrand-Schweb-
fliege
(Xanthogramma pedis-
sequum)
hält sich im Waldbe-
reich auf. Sie fliegt von April
bis August. Leider ist sie nicht
in voller Schönheit zu sehen.
Körperlänge: 10-14 mm 

Auf dem Rodelberg fängt es
jetzt wieder an, bunt zu wer-
den. Zurzeit blühen üppig Wei-
ßes Labkraut
(Galium album) und
Rotklee (Trifolium pratense), der
etwas später im Jahr die Lieb-
lingspflanze für den seltenen
Kurzschwänzigen Bläuling ist.

 

Zur Familie der Echten Blattwes-
pen
gehört Dolerus germanicus.
Man kann sie von April bis Sep-
tember beobachten, am häufig-
sten jedoch im Mai. Sie besuchen
die Blüten von Doldenblütlern.
Körperlänge: 7-9 mm


 



14. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Die am Hang stehende Robinie blüht wieder
wunderbar, obwohl sie innen schon völlig aus-
einander gebrochen ist. Im Hintergrund ist
der Rodelberg zu sehen, der etwas später im
Jahr nur so vor Blumen strotzt, jetzt aber 
noch sehr niedrigen Bewuchs hat. Im vorigen
September war er ganz kurz gemäht worden.

 

Ein kleiner Nachtfalter, den ich
fast übersehen hätte. Es ist das
Dottergelbe Flechtenbärchen,
das auch Frühlings-Flechtenbär
(Eilema sororcula) genannt wird.
Die Falter fliegen von Mai bis
Juni. Sie leben in Auwäldern.
Flügelspannweite: 27-30 mm

 

Ein ausdrucksvoller Käfer ist der 
Echte Widderbock (Clytus arietis)
der auch wegen seiner Farben
Wespen
bock genannt wird. Fast
alle Bockkäferarten sind in der
Bundesartenschutzverordnung
als besonders geschützt ausge-
wiesen. 
Körperlänge: 7-14 mm

Die Frühlingsschnake (Tipula
vernalis)
fliegt von April bis
Juni. Vor Schnaken braucht
niemand Angst zu haben, sie
können nicht stechen.
Größe: 16-19 mm



 

Der Ovale Kanalläufer (Amara cf. ovata) gehört zur Familie der
Laufkäfer. Zu finden ist er an Waldrändern, auf Wiesen und
Äckern. Länge: 7,5-10 mm

Der Grüne Sauerampferkäfer
(Gastrophysa viridula) frisst uner-
müdlich und kann Blätter skelettie-
ren. Fast jedem sind schon mal Blät-
ter aufgefallen, die völlig durchlö-
chert sind. Während der Paarungs-
zeit und vor der Eiablage ist der Hin-
terleib des Weibchens aufgedunsen
(s. Foto). Körperlänge: 4-7 mm

 

Richtig hässlich sieht das Werk
der Gespinstmotten aus, deren
Raupen die Blätter des Pfaffen-
hütchens
total wegfressen. Ir-
gendwann sind die Gespinstne-
ster weg und erfreulicherweise
beginnt der Strauch, sich wie-
der zu begrünen. 


 



11. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Die Feld-Blattwespe (Tenthredo
campestris)
 hält sich an Waldrändern,
Hecken oder in Gärten auf. Sie besucht
gern Doldenblütler. Die Raupen fressen
an Blättern des Giersch. Die erwachse-
nen Tiere (Imago) bevorzugen Pollen,
Nektar und Honigtau.
Größe: 8-14 mm



Rüsselkäfer sind extrem arten-
reich. Allein in Deutschland gibt
es 950 Arten. Es ist meistens
nicht möglich, von Fotos die
korrekte Art zu bestimmen.



 

Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata):
Zikaden ernähren sich durch Anstechen
und Aussaugen von Pflanzenteilen, was
wie durch einen Strohhalm erfolgt. Die
Art bevorzugt warme Standorte und
fliegt von Anfang Mai bis Mitte Juli.
Körperlänge: 9-10,5 mm


 

In den unteren Etagen der
Krautschicht ließ sich plötzlich
ein kleiner Nachtfalter nieder:
evtl. Dunkler Rostfarben-Blatt-
spanner
(Xanthorhoe ferrugata)
mit einer Flügelspannweite
von 18-22 mm.


 

Der Blutrote Schnellkäfer
(Ampedus sanguineus) ist in busch-
reichem Gelände zu finden. Er gilt
als häufig. Obwohl er eine auiffal-
lende Farbe hat, sehe ich ihn 
eigentlich bei uns gar nicht oft.
Körperlänge: 12-17 mm

 

 

Sehr schöne Gehäuseschnecken in verschiedenen Farben
hängen in der Krautschicht vor dem Gehölzstreifen.
Die Bestimmung ist schwierig. Vielleicht sind es
Genabelte Strauchschnecken
 (Fruticicola fruticum).

 

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis) gehört zur
Familie der Schnabelfliegen (s. Foto rechts). Im Gegensatz
zu anderen Fliegen hat sie vier Flügel. Weibchen und Männ-
chen lassen sich unterscheiden am letzten Hinterleibsseg-
ment. Hier ist es ein Weibchen, dass eine leicht nach oben
gebogene Legeröhre hat. Flügelspannweite: 25-35 mm. 

(oben) Blüten des Bärlauchs;
(rechts) Großer Ehrenpreis
(Veronica teucrium)




 



7. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Einer der schönsten Käfer ist
der Scharlachrote Feuerkäfer
(Pyrochroa coccinea), der an
Waldrändern auf Blüten und an
Totholz zu finden ist. Die Käfer
fliegen nur von Mai bis Juni. Sie
saugen Pflanzensäfte oder Honig-
tau, das sind die Ausscheidungen
von Blattläusen. Länge: 14-18 mm



Der Rotköpfige Feuerkäfer
(Pyrochroa serraticornis) ist
etwas kleiner als der ähnliche
Käfer (s. oben). Er ist selte-
ner und fliegt von Mai bis
Juni. Länge: 10-14 mm

 

Diese Blattwespe heißt Elinora koehleri. Sie hält sich an Wald-
rändern und auf Wiesen auf in der Zeit von April bis Juni.
Körperlänge: 9-14 mm

Neu im Insektenreich sind seit
etlichen Jahren die Asiatischen 
Marienkäfer
(Harmonia axyridis),
die größer als unser Siebenpunkt
sind. Sie vertilgen zwar viele Blatt-
läuse, doch sollen sie Fressfeinde
der einheimischen Käfer sein.



 



3. Mai 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Kleiner Kolbenwasserkäfer (Hydrochara caraboides)
Plötzlich saß da so ein stattlicher schwarzglänzender
Käfer in der Krautschicht vor dem Gehölzstreifen am
NSG Baumberger Aue. Wegen seiner kolbig verdickten
Fühler erhielt er seinen Namen. Er heißt auch Stachel-
wasserkäfer, weil er einen Dorn hat, mit dem er durch
ruckhafte Bewegungen empfindlich stechen kann.
Länge: 20 mm

 

Dieses zierliche Insekt mit
den 
langen Beinen gehört zur
Familie 
der Stelzfliegen (Neria
cibaria). Auf der Suche nach
kleinen Insekten stelzen sie
regelrecht über die Blätter.

Größe: 8-11 mm

 

Zur Familie der Weichwanzen
gehört Stenodema laevigata.
Sie ist hauptsächlich in gras-
reichen Biotopen zu finden. In
Anpassung ans Gelände ist sie
gelb, braun oder grün.
Körperlänge: 8-9 mm


 

Kohlschwarzer Grabläufer, auch
Anthrazit-Grabläufer genannt
(Pterostichus anthracinus) gehört
zur Familie der Laufkäfer. Die Art
ist feuchtigkeitsliebend und kommt
in Flussauen und an stehenden Ge-
wässern vor. Der Käfer und die
Larve leben räuberisch.
Länge: 12 mm
 

 

Vierfleck-Eichenwanze (Dryophilocoris flavoquadrimaculatus)
links: Larve - rechts: Imago = erwachsene Wanze
Größe: 6 mm

Die Große Schwebfliege
(Syrphus ribesii) fliegt von
April bis Oktober in mehre-
ren Generationen. Die Lar-
ven ernähren sich von Blatt-
läusen, von denen sie bis zu
150 pro Tag fressen.
Körperlänge: 10-12 mm

 



27. April 2022 - am NSG Baumberger Aue

Skorpionsfliege        
(Panorpa communis)          

                Fam. Hornfliegen
        (Tetanocera arrogans)

Fam. Hornfliegen, evtl. Elgiva cucularia

Färbungsvariabilität bei Marienkäfern
Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata)

 



23. April 2022 - am NSG Baumberger Aue

Larven von Wanzen haben oft keine Ähnlichkeit
mit den erwachsenen Tieren.

Larve der Vierfleck-Eichenwanze
(Dryophilocoris flavoquadri-     
maculatus),
Größe: 6 mm        

  Larve der Eichen-Schmuckwanze                       (Rhabdomiris striatellus)
                 
Größe: 8 mm

Eichenwanzen-Männchen auf  
der Suche nach einer Partnerin

(Harpocera thoracica).     

     Eichenwanzen bei der  Paarung
            (Harpocera thoracica)
             
     Größe: 6-7 mm

Vierzehnpunkt-Marienkäfer  
(Propylea quatuordecimpunctata)
sind sehr variabel in Farbe und 
Musterung.               

 aus der Familie der Dungfliegen:
        evtl. Scathophaga suilla

 

              Schnake

   aus der Familie der Haarmücken:
            evtl. Bibio reticulatus



20. April 2022 - am NSG Baumberger Aue

Heute zum ersten Mal ganz kurz den Kuckuck aus der
Urdenbacher Kämpe rufen gehört.


 

           Eichenwanze
                (Harpocera thoracica)

     Rotschwanz-Sandbiene
          (Andrena haemorrhoa)

                   Großer Wollschweber
                     (Bombylius major) 

       Kleiner Wollschweber
              (Bombylius minor)
 

              Vierzehnpunkt-Marienkäfer
                  (Propylea quatuordecimpunctata)

   Vierzehnpunkt-Marienkäfer
(
Propylea quatuordecimpunctata)



16. April 2022 - Am NSG Baumberger Aue
 

Blattwespe Dolerus haematodes

Gold-Nessel                

         Gefleckte Taubnessel 

Kämpfende Fasane



14. April 2022 - Am NSG Baumberger Aue
                   und im Tümpel 

Graureiher wartet auf Beute

               Rüsselkäfer 

               Gallwespe
        evtl. Andricus foecundatrix



12. April 2022 - am NSG Baumberger Aue
 

Dieses etwa 6 mm große Insekt ist eine Trugmotte
Dyseriocrania subpurpurella.

 

Wollschweber an Silberblatt

                   C-Falter

                      Blattwespe       



11. April 2022 - am NSG Baumberger Aue

Heute war der erste richtig schöne Tag. Die Sonne hat
zwar auch die Tage zuvor mehr oder weniger stark ge-
schienen, doch das frühlingshafte Gefühl wurde schnell
durch einen sehr kalten Wind beeinträchtigt. Doch
heute war alles im Gleichklang: blauer Himmel, ein paar
dekorative weiße Wolken und in der strahlenden Sonne
gaukelnde Schmetterlinge. Die Tagpfauenaugen fliegen
immer um mich herum. Wenn ich mit meinem Fahrrad
stehen bleibe, setzen sie sich vor mir auf den Weg,
wenn ich weiter gehe, begleiten sie mich ein Stück, um
dann anderen Artgenossen das Terrain zu überlassen.

Auf dem Weg entlang des Zauns am Naturschutzgebiet
sind seit Jahren zuverlässig diese 
Schmetterlinge zu
​beobachten. Ich brauche mehrere Versuche
, um ein
Foto zu machen zu können. Und dann bleibt
 plötzlich
einer bei Annäherung ruhig sitzen und lässt
 dem Foto-
grafen Zeit, ein ordentliches Foto 
zu machen. Da sind
Zitronen- und Aurorafalter viel enttäuschender. Ich
weiß ​nicht, wohin sie immer 
so eilig wollen. Sie erlauben
nur einen flüchtigen 
Blick auf sich - und schon sind
sie vorbei geflogen. 

Links hinter dem Zaun ist das Naturschutzgebiet
(NSG) Baumberger Aue, rechts ist der Hamberg,
ein Hang mit Büschen und Bäumen. Auf dem Weg
sind seit Jahren immer Tagpfauenaugen zu sehen.

 

Aus der Familie der Blattwespen: Aglaostigma aucupariae

 

  Großer Wollschweber     
(Bombylius major)          

                Schwebfliege 
 
         (Melanostoma scalare)

Aus der Familie der Weichwanzen:
Gepunktete Nesselwanze (Liocoris tripustulatus)

 



13. März 2022 - Campingplatz Baumberg

In jedem Jahr ist der Campingplatz von Oktober
bis Mitte März für Spaziergänger geöffnet. Ich
habe Glück, dass erst in zwei Tagen das südliche

Tor wieder geschlossen wird. Der Weg durch den
Campingplatz führt am Rhein entlang. Und fast am
Ende der Anlage erwartet mich eine Überraschung.
Da sind sie endlich wieder, die Austernfischer, die
bereits seit über dreißig Jahren am Rhein in Mon-
heim und Baumberg sind, und sogar oftmals schon
mit Jungen beobachtet wurden. Es war ein wunder-
bares Erlebnis zwei dieser schönen Vögel über län-
gere Zeit beobachten zu können. Als diese ersten
Seevögel hier auftauchten und blieben, war das
damals unter Ornithologen ein großes Ereignis.


Niemand hätte gedacht, dass auch im 3. Jahr
Corona noch eine Rolle spielt. Die neue Variante
heißt jetzt Omikron. Obwohl d
ie Inzidenzen noch
sehr hoch sind, müssen Masken nur noch in Ge-
schäften, Bussen und Bahnen getragen werden.

Die Regeln sind zwar gelockert, doch Vorsicht
ist immer noch geboten.
April 2022



3. März 2022 - Am Rhein in Baumberg

Plötzlich waren wieder diese charakteristischen
Rufe zu hören, und dann tauchten sie auf, die
ersten Kraniche, die schon wieder auf dem Weg
zu ihren Brutgebieten im Norden waren.


 


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