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Unfreiwillig muss ich mich jetzt
für etwa einen Monat abmelden.
Eine Augen-OP und dann noch
eine Hand-OP setzen mich
 außer Gefecht. Nach diesen
höllisch heißen Tagen werde
ich mich vielleicht dann bei
mäßigeren Temperaturen
wieder gut erholen können.


Einen schönen Juli wünscht
allen Naturinteressierten
Ingrid Knebel


 



27. Juni 2019 - Rheinuferweg Baumberg
 

Noch in der Vergänglichkeit schön -
verblühte Witwenblume (Knautia)

 

Der Schwarzspitzige Halsbock
(Corymbia fulva) ist ein wärme-
liebender Käfer, der ein eifriger
Blütenbesucher ist.
Körperlänge: 10-14 mm

 

Oben rechts: Der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) lebt auf Feldern,
Wiesen und in Gärten. Er ist oftmals
zu mehreren auf Doldenblüten zu
finden. Körperlänge: 7-10 mm



26. Juni 2019 - Balkon

Durch die markante Rückenzeichnung ist dieses
Insekt gut als Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus)
zu erkennen. Diese Art gehört zu den Wanderarten, von
denen viele, doch besonders die Weibchen, zum Winter
über die Alpen oder die Pyrenäen in den Süden fliegen.
Die Hainschwebfliege war 2004 "Insekt des Jahres".
Körperlänge: 7-12 mm

 

Der Junikäfer (Amphimallon solstitiale) gehört zur Familie der
Blatthornkäfer. Er ist von Mitte Juni bis Ende Juli auf Wiesen

und Brachfeldern anzutreffen. Er wird erst in der Abenddäm-
merung aktiv und ernährt sich von Blättern von Laubbäumen.
Den Käfer fand ich total ermattet und auf dem Rücken lie-
gend auf einem Balkontisch (links). Ich half ihm in die rich-
tige Position und brachte ihm einige Tropfen Wasser, an
denen er aber nur kurz nippte. Dann versuchte er zu
laufen, und ich setzte ihn in einen Blumenkasten. Was
aus ihm geworden ist, konnte ich leider nicht mitver-
folgen, doch er war nach einiger Zeit weg. 

 



21. Juni 2019 - NSG Baumberger Aue am Rodelberg
 

Der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
ist ein Tagfalter. Zu seinen Nektarpflanzen zählen
u.a. Vogel-Wicke, Witwenblume und Brombeeren.
Die Raupen fressen an verschiedenen Gräsern.
Flügelspannweite: 25-32 mm

 

Das Große Ochsenauge (Maniola
jurtina)
gehört zur Familie der
Edelfalter. Es ist an Nektarpflan-
zen wie Flockenblume, Klee oder
Thymian zu finden. Flugzeit: An-
fang Juni bis Anfang September.
Flügelspannweite: 40-48 mm

 

Federgeistchen (Pteropherus
pentadactyla)
gehören zur Fa-
milie der Federmotten. Die Fal-
ter kommen häufig an grasrei-
chen Stellen mit Gebüschen,
auf Äckern und in Gärten vor.
Flügelspannweite: 24-35 mm

Zur Familie der Laubheuschrecken
gehört die Roesels Beißschrecke
(Metrioptera roeselii). Sie ist tag-
aktiv und ernährt sich von Gräsern,
krautigen Pflanzen und kleinen In-
sekten. Die Larven durchleben in 40
Tagen sieben Stadien bis sie ausge-
wachsen sind. Länge: 14-19 mm

 

 

 

Gut getarnt -
Großes Grünes Heupferd






 

Langhaarige Dolchwanze (Leptopterna dolabrata), auch
Graswanze genannt. Links: Weibchen, rechts: Männchen.

 

Schenkelkäfer - links Weibchen, rechts Männchen
 

Stift-Schwebfliege - links Weibchen, rechts Männchen
 

Bei den Grauen Fleischfliegen
(Sarcophaga cf. carnaria) gibt es
viele ähnliche Arten. Die Larven
(Maden) ernähren sich von Aas.
Körperlänge: 10-18 mm


 

Die Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)
liebt trockene, sonnige Lagen. Sie lebt
parasitisch von anderen Hautflüglern.
Sie fliegt von Mai bis September.
Körperlänge: 4-13 mm



16. Juni 2019 - Rheinuferweg Baumberg

Zur Familie der Zipfelkäfer
gehört Clanoptilus elegans.
Er liebt sonnige und trocken-
warme Biotope. Zu finden ist
er von April bis Juli. Er ernährt
sich von Pollen, die Larven leben
räuberisch. Länge: 4-6 mm



 

Am schönen großen Bienenhotel
 hielt sich diese Falten-Erzwespe
(Leucospis cf. dorsigera) auf. Die-
se ziemlich variabel gefärbte Art
ahmt stechende Wespen nach.
Länge: 10-12 mm



 



15. Juni 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Braunrötliche Spitzdeckenböcke  (Stenopterus rufus)  bei
der Paarung. Diese sehr schöne Bockkäferart ist wärme-
liebend und nicht so oft zu sehen. Man kann sie von Mai bis
August auf Schafgarbe oder Wilder Möhre finden. Die Lar-
ven entwickeln sich in Ritzen abgestorbener Äste von Laub-
bäumen. Die Käfer werden 8 bis 16 mm lang.

 

Die Langhaarigen Dolchwanzen (Leptopterna dolobrata),
die auch Graswanzen genannt werden, sind Kletterkünst-
ler auf Gräsern. Sie treten gern gesellig auf. Sie ernähren
sich durch Saugen an Gräsern, weshalb sie im Getreide
nicht sehr beliebt sind. Körperlänge: 7-10 mm

 

Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena Florea) hielt sich genau
an der Pflanze auf, von der sie ihren Namen hat: der Zaun-
rübe. Sie war 2015 die Wildbiene des Jahres. In Deutsch-
land war die Art bisher auf die südliche Hälfte beschränkt,
inzwischen hat sie sich bis in den Norden ausgebreitet.
Länge: 11-12 mm

 

Die Kürbisspinne (Araniella cucurbitina) ist eine kleine
Radnetzspinne. Die Grünfärbung zeigt, dass es sich um
ein erwachsenes Tier handelt (rechts Unterseite).
Die Weibchen erreichen eine Länge von 6 mm, die
Männchen nur etwa 4 mm.

 



Es sieht wie eine kleine Raupe aus,
doch es ist die Larve einer Schweb-
fliege
, vielleicht der Gattung Scaeva.
Länge: etwa 12 mm






 

Den Zweipunkt-Marienkäfer
(Adalia bipunctata) gibt es in
zwei Varianten. Der häufigere
ist der oben abgebildete. Der

andere ist schwarz und hat
zwei bis drei rote Punkte
auf jeder Flügeldecke.
Körperlänge: 3,5-5,5 mm

Grüne Scheinbockkäfer (Oedeme-
ra nobilis) 
leben an Waldrändern,
auf Wiesen und in Gärten. Sie er-
nähren sich von Pollen und lecken
Nektar. Die Larven entwickeln sich
in Holz oder krautigen Pflanzen-
stängeln. Flugzeit: April bis Juli.
Körperlänge:
 8-12 mm.
 



15. Juni 2019 - Balkon
 

Was im ersten Moment wie ein
Schmetterling aussieht, ist je-
doch eine Fliege, die Trauer-
schweber
(Anthrax anthrax)
heißt. Die Larve lebt als Para-
sit an Larven von solitären Bie-
nen. Körperlänge: 7-13 mm


 



Jetzt hat auch noch mein Computer
gestreikt, so dass er fast zwei Wochen
zur Reparatur weg war. Er ist wieder in
Ordnung, doch es ist viel liegen geblie-
ben, das ich jetzt aufarbeiten muss.

24. Juni 2019.

Das Wetter ist zu gut, deshalb komme
ich nicht dazu, die einzelnen Insekten
etwas näher zu erklären. Ich warte
also auf Regenwetter, was auch gleich-
zeitig gut für die Natur ist. Der ständig
starke Wind trägt auch viel dazu bei,
den Boden auszutrocknen.

 



4. Juni 2019 - Rheinuferweg Baumberg

Das Wetter war schön, doch Insekten waren kaum zu sehen.
Jetzt ist aber auch eine schwere Zeit für sie. Die großen
Wiesen am Rhein wurden gerade gemäht. Ein paar Möwen
nahmen das zum Anlass, um den Trecker herumzufliegen.
Aufgescheuchte Insekten, Würmer und Schnecken waren
jetzt leichtere Beute.  

Doch plötzlich entdeckte ich am Rheinufer einen fast
vollständigen Lebenszyklus des Gefleckten Weiden-
blattkäfers
(Chrysomela vigintipunctata).

Mir fiel in der Rheinböschung eine Weide mit massenhaft
zerfressenen Blättern auf. Bei näherem Hinsehen sah ich
zuerst die vielen verlassenen Puppenhüllen (Bild links oben),
dann entdeckte ich auch ein paar der Gefleckten Weidenblatt-
käfer,
die noch nicht weggeflogen waren. Unter einem anderen
Blatt saß sogar noch eine einzelne Larve (Bild links unten), die
es mit Artgenossen schafft, die Blätter regelrecht zu skelet-
tieren. Und dann sogar noch eine Überraschung: Neben einem
erwachsenen Käfer saß noch ein kleiner, leuchtend blaugrüner
Käfer, der aus der gleichen Familie stammt, nur eine andere
Art ist, nämlich
 ein Breiter Weidenblattkäfer (Plagiodera
versicolora), der nur eine Größe v
on 2,5 bis 4,5 mm hat, wäh-
rend der Gefleckte Weidenblatt
käfer 6,5 bis 8,5 mm groß ist.

 

Eselswolfsmilch (Euphorbia esula)
Alle Euphorbien besitzen einen
giftigen Milchsaft, im Volks-
mund "Hexenmilch" genannt.

Die Hecken-Rose (Rosa corymbifera)
bevorzugt warme Standorte und be-
siedelt Gebüsche mit steinig-lehmi-
gen Böden.


 

Die Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum) wurde früher
viel in Klostergärten angepflanzt. Alle Pflanzenteile enthalten
seifige Bestandteile, die verflüssigt von Mönchen und Nonnen
gegen Muskelschmerzen und Rheuma angewendet wurden.
Sie ist geschützt und war Blume des Jahres 1989.


 

Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum
acre)
wird auch Scharfe Fetthenne
genannt und gehört zur Familie der
Dickblattgewächse.


 

Eine Narzissenschwebfliege
(Merodon equestris) suchte auf
Mauerpfeffer nach Nahrung.
Körperlänge: 12-14 mm

 



31. Mai 2019 - Am NSG Baumberge Aue

 

Gefleckter Schmalbock (Rutpela maculata)
Länge: 14-20 mm

Gemeiner Ohrwurm, alias Ohrenkneifer (Forficula auricularia)
 

Zweipunkt-Marienkäfer    
(Adalia bipunctata)           

 

     Asiatischer Marienkäfer
            (Harmonia axyridis)


 



Mähkultur auf dem Weg am NSG Baumberger Aue

Saftiges Grün rechts und links des
Weges am 25. Mai 2019 und gar-
keine Behinderung für Besucher.

 

Insektensterben in Monheim unbe-
kannt. Gemäht wurde wie üblich
schon am 31. Mai 2019.


 



25. Mai 2019 - Am NSG Baumberger und Rodelberg
 

Scheckhorn-Distelbock
(Agapanthia villosoviridescens)

Späte Großstirnschwebfliege
(Scaeva pyrastri)

Weichkäfer Cantharis nigricans

Schnellkäfer

Narzissen-Schwebfliegen (Merodon equestris)

Unbekannt                    

                    Unbekannt

 



24. Mai 2019 - Rodelberg am NSG Baumberger Aue

 

               Margeriten und Wiesensalbei

   Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
ist ein Schmetterling aus der Familie der
Bläulinge. Beide Geschlechter sind gleich
gefärbt. Das Männchen verteidigt sein
Territorium gegen andere Männchen und
verjagt auch deutlich größere Falter.
Flügelspannweite: 22-27 mm 

 

Zur Familie der Randwanzen
gehört Ceraleptus lividus.
Länge: 10-11 mm

 

Paarung von Rüsselkäfern



22. Mai 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Vierzehnpunkt-Marienkäfer
(Propylea quatuordecimpunctata)

 

Schwarzweiße Erdwanze
(Tritomegas bicolor)

Kohlwanzen (Eurydema oleraceum)

Die Listspinne (Pisaura mirabilis) wird auch Jagd-
spinne genannt. An Waldrändern oder feuchten
Hecken baut sie ihr Netz in der Krautschicht.
Sie ist tag- und nachtaktiv. Ihre Beute besteht
aus Fliegen, Mücken, Zikaden und Heuschrecken.
(Foto rechts) So sieht sie aus, wenn sie ruht.
Sie ist 10-15 mm lang.

Krabbenspinne mit Beute

Haselnussbohrer (Curcullio nucum)

Baumwanzen (Peribalus strictus)

Eschen-Schmuckwanze
(Mermitelocerus schmidtii)

Unbekannte Fliege

Unbekannte Fliege

Der Gemeine Weichkäfer (Can-
tharis fusca)
lebt in Gebüschen,
an Waldrändern und auf Wiesen.
Die tagaktiven Tiere jagen auf
Pflanzen nach kleineren Insekten.
Körperlänge: 11-15 mm

 

Die Schwarzfüßige Schnepfen-
fliege
 (Rhagio vitripennis) lebt
räuberisch von anderen noch klei-
neren Insekten, 
die sie oftmals
im Flug erbeutet.

Körperlänge: 11-14 mm



18. Mai 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Gemeine Blutzikaden (Cercopis
vulnerata)
lieben halbschattige
Wiesen und Stauden an Gehölz-
säumen. Sie ernähren sich sau-
gend von Pflanzensäften. Die
auffallende Färbung ist eine
Warnung an Fressfeinde. Sie
fliegen von Mai bis August.
Größe: 9-11 mm

Der Rote Fliegenkäfer (Cantha-
ris cf. rufa)
gehört zur Familie  
der Weichkäfer. Die Fühler sind
rötlich und an den Enden dunkler.
Die Oberseite der Flügeldecken
ist rotgelb. Er ist nicht so einfach
zu bestimmen, da es einige sehr
ähnliche Arten gibt.
Größe: 8,5 bis 10 mm

Marienkäfer

Marienkäfer

Marienkäfer

Schwebfliege

Der Rotköpfige Feuerkäfer (Pyrochroa serraticornis)
lebt an Waldrändern und auf Lichtungen. Er fliegt von Mai
bis Juni. Diese A
rt ist seltener als der sehr ähnliche
u
nd etwas größere Scharlachrote Feuerkäfer. Die Larven
leben unter der Rinde von Laub
bäumen. Größe: 10-14 mm
 

Der Stolperkäfer (Valgus hemipterus) hat verkürzte
Deckflügel, so dass sie nicht den ganzen Hinter-
leib bedecken. Diese Art entwickelt sich in mor-
schem Holz abgestorbener liegender Bäume.
Körperlänge: 6-10 mm

 

Die Listspinne (Pisaura mirabilis)
wird auch Jagdspinne genannt.
An Waldrändern oder feuchten
Hecken baut sie ihr Netz in der
Krautschicht. Sie ist tag- und
nachtaktiv. Ihre Beute besteht
aus Fliegen, Mücken, Zikaden
und Heuschrecken.
 Sie ist 10-15 mm lang.


 

Dies ist das Weibchen der Gelben
Kräuselspinne
(Nigma flavescens)
Sie hält sich an Waldrändern auf
Stauden und höheren Gräsern auf.
Sie spannt zickzackförmige Fang-
fäden und kann sogar mittelgroße
Fliegen damit festhalten. Die Weib-
chen sind bis August aktiv.
Körperlänge: 4 mm

Hummel-Waldschwebfliegen
(Volucella bombylans var. bomby-
lans)
 imitieren durch ihre lange Be-
haarung das Aussehen von Hummeln.
Sie leben an Waldrändern und -lich-
tungen. Die erwachsenen Tiere flie-
gen zur Nektarsuche Giersch, 
Di-
steln, Himbeere 
oder Liguster an.
Die Larven ent
wickeln sich in Ne-
stern von Hum
meln und Wespen
und ernähren 
sich von Abfällen.
Körperlänge: 11-15 mm

 

(oben) Unbekannte Biene 

(oben) Schnellkäfer

Dieses sonderbar gemusterte
kleine Tier ist die Larve der
Eichen-Schmuckwanze (Rhab-
domiris striatellus). 
Die erwach-
senen Tiere leben räuberisch
von Blattläusen.
 Die Larven
saugen an Blüten und Früch-
ten von Eichen.


 

Diese kleinen tagaktiven Nachtfal-
ter 
(Cauchas rufimitrella) gehören
​zur 
Familie der Langhornmotten. Futterpflanzen sind Kreuzblütler,
wie 
Knoblauchsrauke. Sie sind auf
Wiesen und an Waldrändern zu fin-
den. Die Flügel glänzen metallisch.
Flügel
spannweite: 10-12 mm



13. Mai 2019 - Rheinuferweg in Baumberg

 

Die Schwarzfüßige Schnepfenfliege (Rhagio vitripennis)
lebt räuberisch von anderen noch kleineren Insekten,
die sie oftmals im Flug erbeutet. Auch die Larven machen
Jagd auf Insektenlarven und sogar Regenwürmer.
Körperlänge: 11-14 mm



 

Der Malachitkäfer (Malachius
bipustulatus) 
wird auch Zweifle-
ckiger
 Zipfelkäfer genannt. Er
ernährt sich von Pollen, Nektar
und kleinen Insekten. Die Männ-
chen locken die Weibchen mit
​speziellem Sekret an den Füh-
lern (siehe Foto rechts). Die
Larven leben unter der Rinde
oder in verrottendem Holz.
Länge: 5-7 mm

 

 

Hier trifft sich die Türkisfrak-
tion: Rüssel- und Malachitkäfer
am Draht eines Weidezaunes.

 

Spinne: Heliophanus dubius

Spinne: Weberknecht

Gallische Feldwespe
(Polistes dominula)

Krabbenspinne mit Beute

Stolperkäfer
(Valgus hemipterus)

 

Trauer-Rosenkäfer
(Oxythyrea funesta)



12. Mai 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Einer der schönsten Käfer ist der Blutrote Feuerkäfer
(Pyrochroa coccinea), der gern an Waldrändern lebt.
Obwohl er eine so auffallende Farbe hat, ist er eigent-
lich nicht unbedingt schnell ausfindig zu machen. Dieses
Mal jedoch war alles ganz anders. Da leuchteten plötzlich
zwischen dünnen Grashalmen drei große rote Stellen.
Und einer dieser dreien war so groß, wie ich noch nie
einen Feuerkäfer gesehen habe: Er hatte eine Länge
von 23 mm, wohingegen normal 14-18 mm sind. Diese
Käfer fliegen von Mai bis Juni und saugen süße Pflan-
zensäfte oder Honigtau von Blattläusen.


 

Diese interessante Spinne ist ein Männchen des Weißrandigen Flachstreckers  (Philodromus dispar) aus der Familie der
Laufspinnen. Sie lebt an Waldrändern und Feldgehölzen und
ist vom Frühjahr bis in der Sommer zu finden.
Ihre Körperlänge beträgt nur 4-5 mm. 

 

Die Gelbhaarige Wiesen-
schwebfliege (Epistrophe cf.
melanostoma)
fliegt von April
bis Mai. Sie ernährt sich von
den Ausscheidungen der
Blattläuse, dem Honigtau.
Körperlänge: 9-12 mm


 

Dieses Insekt ohne deutschen Namen
gehört zur Familie der Echten Blatt-
wespen.
Die Art heißt Tenthredopsis
nassata
. Sie fliegt von Mai bis August
und ist auf Wiesen und an Waldrän-
dern zu finden.
Körperlänge: 10-12 mm


 

Tipula vernalis ist eine Mücke aus der Familie der Schnaken.
Sie hat leuchtend grüne Augen und fliegt von April bis
Juni. Die erwachsenen Schnaken saugen Pflanzennektar.
Die im Boden lebenden Larven fressen an Wurzeln ver-
schiedener Gräser. Körperlänge: 16-19 mm


 

Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata)

 

Baumwanze (Peribalus strictus)

Stinkwanze

 



11. Mai 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Langhornmotte

Langhornmotte

Die Barbarossafliege (Eutolmus rufibarbis) gehört
zur Familie der Raubfliegen. Sie lebt räuberisch
von anderen Insekten. Ihre Flugzeit geht von
Ende Juni bis August. Körperlänge: 18-21 mm

 

Kohlwanzen

Kohlwanzen

Ackerhummel (Bombus pascuorum)

 

Skorpionsfliege

Haselnussbohrer (Curcullio nucum)
 



Feldgehölz an der Grenze von Düsseldorf
zu Langenfeld - 30. April 2019

 

Überraschend, in einem Feldgehölz einen so üppig weiß-
blühenden Strauch zu sehn. Es war eine Blumen-Esche
(Fraxinus ornus), die auch Manna-Esche genannt wird.
Sie gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und gilt
in Deutschland als eingebürgerter Neophyt. Die
langen rispigen Blütenstände sind 10 cm lang.


 

Er lag auf dem Rücken und versuchte, wieder auf die Beine
zu kommen. Ich half ihm dabei und dachte, dass ich einem
Mistkäfer Erste Hilfe geleistet hätte. Erst bei genauerem
Hinsehen in der Vergrößerung entdeckte ich, dass es ein
Stierkäfer (Thyphaeus typhoeus) war, den ich bisher noch
nie gesehen habe. Er gehört auch zur Familie der Mistkäfer.
Die Käfer ernähren sich vom Kot pflanzenfressender Tiere,
beispielsweise auch von Schafskot. Ich fand ihn in etwa ein
Kilometer Entfernung von einer kleinen Schaftierzucht.
Länge: 15-24 mm 


 



26. April 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Die Baumwanze (Peribalus stric-
tus)
besiedelt gern trockene bis
mäßig feuchte, warme Gebiete.
Als erwachsenes Tier überwin-
tert sie und lebt bis Ende Juli.
Ab August taucht dann eine
neue Generation auf.

Peribalus strictus ist häufig an
Doldenblütlern und Braunwurz-
gewächsen zu finden. Hier je-
doch hielten sich mehrere die-
ser Wanzen auf Weißer Taub-
nessel auf.
Größe: 8-10 mm

Eichenwanze (Harpocera
thoracica)

Eichenwanze

Dungfliege (Scathophaga
cf. furcata)

Wollige Haarmücke (Bibio
lanigerus)

Larve der Strauchschrecke

Kohlwanze (Eurydema oleraceum)

Weiße Taubnessel

Aronstab

Schlupfwespe

Schlupfwespe

Waldbrettspiel

Stelzmücke (Liomonia phragmitidis)

Bürstenhornblattwespe
(Arge caynocrocea)

 

Rüsselkäfer



25. April 2019 - Am Sommerdeich und
Rheinuferweg in Baumberg


 

Der Siebenpunkt-Marienkäfer
(Coccinella septempunctata) hat
einen stark gewölbten und run-
den Körper. Er ist ein Nützling,
weil er große Mengen von Blatt-
läusen vertilgt. Länge: 5-8 mm

 

Der Veränderliche Marienkäfer
(Hippodamia variegata) ist klei-
ner als der Siebenpunkt und hat
einen flacheren Körper. Er er-
nährt sich von Schild- und Blatt-
läusen. Länge: 3-5 mm

Märzfliegen (Bibio marci) gehö-
ren zur Familie der Haarmücken.
Sie ernähren sich von verschiede-
nen Pflanzensäften und Nektar
und bestäuben dabei die Blüten
.

Typisch für sie ist, dass im Flug
ihre Beine herunterhängen. Sie
fliegen von Ende März bis Mai.
Kurz nach der Paarung sterben
sie. Körperlänge: 8-10 mm

In auffälligen "Büschen" blüht
es zurzeit wunderbar gelb am
Rhein. Es ist der Färberwaid
(Isatis tinctoria), der eine Grö-
ße bis 1,50 Meter erreicht.  

Aus dem Färberwaid wurde in
Deutschland Indigo gewonnen.
Erst an der Luft oxidiert der
Farbstoff und wird langsam
blau.

 

Der Gemeine Feldsalat (Valeria-
nella locusta)
wird auch Rapunzel
genannt. Er gehört zur Unterfa-
milie der Baldriangewächse. 

 

Die kleinen Blüten sind fünfzäh-
lig und 1,5 bis 2 mm lang. Er über-
wintert als Blattrosette und
treibt im April aus.

(oben) Eventuell ein Taghaft

(rechts) Breitblättriges Kreuz-
labkraut
(Cruciata laevipes) aus
der Familie der Rötegewächse.


 

Stare kehren als eine der ersten
Vogelarten schon Ende Februar
aus ihren Winterquartieren nach
Deutschland zurück. Im Frühling
beziehen sie gerne aufgehängte
Nistkästen in Parks und Gärten.
Größe: 19-21 cm

 

Im Sommer ist das Gefieder mit
einem regelrechten Perlmuster
überzogen. Im Laufe des Herbs-
tes und Winters verschwinden
die weißen Punkte. Es ist schwie-
rig, Stare am Gesang zu erkennen:
Sie ahmen gerne Geräusche nach.

 



Im Knipprather Wald - 23. April 2019

Langhornmotten (Adela
reaumurella)

links: Männchen
oben: Weibchen

Die Männchen dieser Langhornmotten haben lange weißliche
Fühler, die dreimal so lang wie die Flügel sind. Bei den Weib-
chen erreicht die Fühlerlänge nur etwa das 1,5-fache. Die
Vorderflügel beider Geschlechter sind bronzefarben oder
metallisch grün. Die Hinterflügel glänzen violett. An einer
Stelle umflogen etwa 20 dieser schönen Falter am Wegrand
die Stauden, ließen sich mit ausgebreiteten Flügeln kurz
nieder, um sich dann wieder munter zu den anderen Flug-
künstlern zu gesellen. An drei Stellen entdeckte ich dann
noch jeweils ein Weibchen. Die Falter paaren sich im Flug,
wenn ein Weibchen einen Schwarm Männchen anfliegt.
Flügelspannweite: 14-18 mm


 



21. April 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Nach kühlen feuchten Tagen ist zu Ostern Bilderbuch-
wetter mit strahlend blauem Himmel und Tempera-
turen um 25 Grad. Passend zu dem Wohlgefühl ruft
auch noch der Kuckuck dreimal ganz nah und danach
noch zweimal aus der Entfernung. Außer ein paar
Bienen entdecke ich in den sich langsam entwickeln-
den Stauden 
keine weiteren Insekten. Dafür sind
bei diesem schönen Wet
ter viele Schmetterlinge
unterwegs: Zitronenfalter kreuzen mehrfach mei-
nen Weg, lassen aber nicht erkennen, ob es nur ein
einzelner oder mehrere sind. Genauso geht es mit
den Aurorafaltern, die immer von den Kohlweiß-
lingen
zu einem kurzen Gerangel aufgefordert
werden. An einer Stelle halten sich mehrere
C-Falter auf, davon sieht einer so aus, als hätte
er überwintert. Rapsweißlinge können von Weitem
für Kohlweißlinge gehalten werden, doch aus der
Nähe ist ihre schöne dunkle Äderung zu sehen.
Am menschenfreundlichsten sind die Tagpfauen-
augen.
Sie gaukeln um mich herum und begleiten
mich ein gutes Stück des Wegs.


 

Dieser C-Falter (Polygonia
c-album)
hatte nicht die in-
tensiven Frühlingsfarben,
sodass die Vermutuing na-
he lag, dass er überwin-
tert hatte.

Der Rapsweißling (Pieri napi) zählt
zu den häufigsten Tagfalterarten.
Er ist vom Kohlweißling durch die
grünlich-beschuppten Adern auf
der gelben Hinterflügeluntersei-
te zu unterscheiden. Er lebt auf
Fettwiesen und an Waldrändern. Flügelspannweite: 50 mm

 

Als der Falter die Flügel
zusammenklappte (dabei
wird erst das "C" sichtbar),
bestätigte die dunkle Far-
be, dass er ein Falter aus 

dem Vorjahr war.

Der Doldige Milchstern (Ornitho-
galum umbellatum)
wird auch Stern
von Bethlehem genannt und gehört
zur Familie der Spargelgewächse.
Er erreicht Wuchshöhen zwischen
10 und 30 cm. Schon im Februar
erscheinen parallelnervige Blätter
mit weißem Mittelstreifen.

 



15. April 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Am Fuße des Rodelbergs am NSG Baumberger
Aue blüht jetzt vermehrt Wiesen-Schaumkraut.
Heute wieder einen Zitronenfalter gesehen und
auch mehrere Aurorafalter.

 

Der Eichelbohrer (Curculio cf.
glandium)
 gehört zur Familie
der Rüsselkäfer. Man muss schon
genau hinsehen, um den 6-7 mm
großen Käfer zu entdecken.

 

Die Weibchen des Eichelbohrers
haben einen körperlangen Rüssel,
mit dem sie tiefe Löcher in unreife
Eicheln bohren, um dann ein oder
zwei Eier in die Frucht zu legen.

 

Dieser schöne Käfer ist ein Vier-
zehntropfiger Marienkäfer
(Calvia
quatuordecimguttata
). Er überwin-
tert meist im Bodenstreu. Er ernährt
sich von Blattläusen und Blattflöhen.

 

Hier macht der Marienkäfer eine
einseitige Überprüfung des linken 
Flügels. Dazu hat er seinen Deckflügel
hochgeklappt.
Körperlänge: bis 6 mm

Kaum zu glauben, dass dieses pelzige
Tier zu den Fliegen gerechnet wird.
Es ist der Große Wollschweber
(Bombylius major).

Die erwachsenen Wollschweber er-
nähren sich von Nektar, den sie ähn-
lich wie Kolibris schwebend saugen.
Körperlänge: 9-12 mm

Die Große Schwebfliege (Syrphus
ribesii)
fliegt von April bis Oktober
in mehreren Generationen. Die Lar-
ven ernähren sich von Blattläusen.
Länge: 10-12 mm

Kirschen blühen meist ab Mitte April
so maximal 14 Tage. Doch je wärmer
es ist, desto schneller fallen die Blü-
ten zu Boden. In Japan ist die Kirsch-
blüte ein Höhepunkt im Kalender.

Nicht jeder Fang ist ein nahrhafter
Fisch oder Frosch.

 

Die Silberblättrige Goldnessel (Lami-
um argentatum)
ist längst aus den
Gärten in der freien Natur angekom-
men, wo sie durch ihre Urwüchsig-
keit andere Pflanzen verdrängt.



 



7. April 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Links vom Weg ist das Naturschutzgebiet
Baumberger Aue und der Tümpel. Rechts
ist der Gehölzstreifen Hamberg und davor
eine Krautschicht mit blühenden Pflanzen.
Das Wetter sieht sehr frühlingshaft aus,
doch es ist immer noch recht kalt und

wenige Insekten sind unterwegs.
 

Rote Milben sind winzige Tiere,
die keine gern gesehenen Gäste
in Gärten und im Nutzpflanzen-
bau sind. Sie sind Spinnentiere
und sehr artenreich.

Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia
axyridis)
ist etwas größer als unser hei-
mischer Siebenpunkt und gefräßiger.

Die erste Streifenwanze (Grapho-
soma lineatum)
in diesem Jahr ge-
sehen. Sie gehört zur Familie der
Baumwanzen.
Körperlänge: 8-12 mm

Die Weinbergschnecke (Helix pomatia)
ist eine gehäusetragende Landschnecke
und gesetzlich geschützt.

Am Tümpel behält der Rostgansganter, der anders als das Weibchen
einen dunklen Halsring hat, die Graugans im Auge und wird sie vehement
verscheuchen, wenn sie ihm und seinem Weibchen zu nahe kommt.



30. März 2019 - Im und am NSG Baumberger Aue
 

 Graureiher (Ardea cinerea) waten gerne durchs Wasser auf
der Suche nach Nahrung. Ihr Speisezettel umfasst u.a.
Fische, Amphibien, Reptilien und Kleinsäuger.

 

Der Gefleckte Weidenblattkäfer
(Chrysomela vigintipunctata) kann
weißliche bis gelbe oder rötliche
Flügeldecken haben.

Auf meiner bis dahin vergeblichen
Suche nach Insekten flog plötzlich
der etwa 8 mm große Weidenblatt-
käfer auf meinen Fahrradgriff.

Das Scharbockskraut (Ficaria
verna)
gehört zur Familie der
Hahnenfußgewächse. Der deut-
sche Name leitet sich von Skor-
but ab. Die Blätter wurden gegen
Vitamin-C-Mangel eingenommen.

Vereinzelt ist Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) schon z
sehen. Es gehört zur Familie der
Kreuzblütengewächse und blüht
auf 
nährstoffreichen Feuchtwie-
sen 
von April bis Juni.

Seit ein paar Tagen fliegen wieder
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni).
Sie gehören zur Familie der Weißlinge
und waren Insekt des Jahres 2002.
Nach der Überwinterung können die
Falter ab März beobachtet werden.
Flügelspannweite: 50-55 mm

Leichter als den Zitronenfalter lässt
sich das Tagpfauenauge (Aglais io) 
fotografieren. - Zum Überwintern
suchen die Falter etwas feuchte
und geschützte Quartiere auf, wie
Höhlen, Keller oder Fuchsbaue.
Flügelspannweite: 50-55 mm



29. März 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Die Rotpelzige Sandbiene (Andrena
fulva)
bildet keine Staaten, sondern
jedes Weibchen hat sein eigenes
Nest, das aus einer 20 bis 30 cm
tiefen senkrechten Röhre besteht,
von der mehrere Brutzellen ab-
zweigen. Die Weibchen wirken
durch ihren 
Pelz sehr breit.
Sie werden 
12-14 mm groß.
 

Das ist der erste Große Woll-
schweber
(Bombylius major), den
ich in diesem Jahr sehe. Er ist
eine sehr muntere Fliege, die wie
ein Hubschrauber in der Luft ste-
hend Nektar aus Blüten saugt.
Der Rüssel ist starr nach vorne
gerichtet und kann nicht einge-
rollt werden.



24. März 2019 - Am NSG Baumberger Aue
 

Der Goldgelbe Zitterling (Tremella
mesenterica)
ist ein Pilz der über-
wiegend an toten herabgefallenen
Ästen und Zweigen wächst.

Die Gehörnte Mauerbiene (Osmia
cornuta)
 sammelt als Baumaterial
an Gewässerrändern feuchte Erde
und Lehm.

 



22. März 2019 - Im und am NSG Baumberger Aue
 

Der Tümpel im NSG Baumberger
Aue ist vom Hochwasser noch gut
gefüllt. Am 18. März erreichte
der Rhein seinen Scheitelpunkt
mit 6,81 m Kölner Pegel.

 

Die Flugzeit der Trugmotte (Dyse-
riocrania subpurpurella) 
dauert von 
April bis Mai. Die Raupen fressen
sich durch Laubblätter von Eichen 
und hinterlassen sichtbare Spuren.

 



2. März 2019 - Auf dem Balkon in Baumberg
 

Von 14,52 Uhr bis 14,57 Uhr kreisen 460 Kraniche über Baum-
berg. Irgendetwas hat sie irritiert, doch mich hat es gefreut,
diese wunderbaren Vögel mit ihren trompetenhaften Rufen
etwas länger beobachten zu können. Als sie sich entschließen,
weiterzufliegen, sehe ich, dass sie schon wenig später wieder

kreisen, jetzt über Baumberg-Nord. Sicherlich haben sie da-
nach in gewohnter Formation ihren Weg nach Norddeutsch-
land, Skandinavien oder Russland fortgesetzt.


 



Der Februar ist eigentlich immer
der kälteste Monat, doch dieses Jahr
2019 fängt schon sehr ungewöhnlich an.
In der zweiten Dekade überrascht uns
dieser "Winter" mit Temperaturen von
fast 20 Grad plus.    


23. Februar 2019 - NSG Baumberger Aue

Das sonnige und warme Winterwetter hat auch die Vogelwelt
mobilisiert. Auf dem Tümpel im Naturschutzgebiet sind Dutzende
von Vögeln zu sehen. Am lautstärksten präsentieren sich wohl an
die zehn Graugänse, die fast ununterbrochen mit Stentorstimme
rufen und öfter mit Flügen und wasseraufsprühenden Landungen
große Unruhe  in die übrige Gesellschaft bringen. Selbst die oft
auch recht rabiaten Kanadagänse verhalten sich ganz ruhig. Auch
ein Schwanenpaar hat sich während der Graugansaktivitäten ganz
in den hinteren Bereich zurückgezogen, ebenso die sonst so zänki-
schen Blässhühner. Ganz unbeeindruckt verhält sich eine Rarität
auf dem Tümpel: Es sind etwa 11 Pfeifentenmännchen mit einigen
Weibchen. Das sind echte Wintergäste, die auf dem Durchzug sind.
Es fällt auf, dass noch nicht alle Männchen ihr Prachtkleid tragen.
Als Bestätigung ihres Namens lassen sie oft ihre melodischen Flö-
tentöne hören. Noch eine Besonderheit im Tümpel ist das Krick-
enten-Pärchen
, das sich kaum sichtbar vorne im unter Wasser
stehenden Krautbereich aufhält und vielleicht vor hat, dieses
Jahr hier zu brüten (das ist wohl nur ein netter Wunschtraum).

                Graugänse (Anser anser)

   Graugänse und Stockenten

            Kanadagänse (Branta canadensis)

   Höckerschwan (Cygnus olor)

               Pfeifenten und Blässhühner

    Pfeifenten (Anas penelope)

                     Pfeifentenpaar

  Krickentenpaar (Anas crecca)

 



Auch am 26. Februar höre ich wieder die Rufe dieser
wunderbaren Vögel und sehe sie in der Ferne in For-
mation dieses Mal genau nach Osten fliegen. Schät-
zungsweise handelte es sich um etwa 100 Kraniche.

Heute, 25. Februar, habe ich wieder das Glück,  um
11,07 Uhr einen Trupp Kraniche zu sehen. Leider ge-
währt mir die Bebauung von Baumberg wieder kei-
nen vollen Blick auf alle Vögel.



Am 24. Februar stehe ich am Rhein. Durch die Geräusche
der Schiffe höre ich die Kraniche erst als sie schon fast
über mir fliegen. Ich kann nur den letzten Rest fotogra-
fieren, doch es waren bestimmt über 300 Vögel.



Am 17. Februar horche ich elektrisiert nach draußen.
Waren da etwa schon Kraniche auf dem Rückflug zu hören?
Und tatsächlich, ein Schwarm von 80 bis 100 hatte die
Formation aufgegeben und kreiste minutenlang über
Baumberg, ehe er dann Richtung Nord-Ost weiterflog.
Leider ist es mir nicht gelungen, den ganzen Trupp
fotografieren zu können.



Januar 2019

Am 30. Januar hatte es zum zweiten Mal etwas geschneit,
und kurzzeitig sah die Landschaft recht verwunschen aus,
doch auch nach drei, vier Tagen war die Herrlichkeit
schon wieder verschwunden.

Blick auf den Tümpel im NSG   
Baumberger Aue            

 

          Blick vom Rodelberg in
         die Urdenbacher Kämpe



Nach diesem ungewöhnlichen Sommer 2018 mit seinen nicht
enden wollenden Hitzetagen und einem sommerlichen Herbst
hätte man vermuten können, dass der Winter vielleicht sehr
kalt würde. Das ist leider nicht eingetreten. Wir hatten zwar
in unserem Gebiet am 23. Januar 2019 etwas Schnee, der je-
doch so pulvrig war, dass er direkt vom Wind von Bäumen und
Dächern geweht wurde. Wer sich nicht direkt aufmachte, um
zu fotografieren, der sah schon am nächsten Tag kaum noch
etwas von seiner Schönheit.

   Blick von der Deichstraße in Baumberg auf den Rhein



 


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