Tipp: Sie können jedes Foto durch einen Klick
ins Bild vergrößern, ein erneuter Klick bringt
Sie wieder auf die Seite zurück.


 



 

 

2021


Ein neues Jahr – doch mit alten Problemen.
Corona hält immer noch das Land und die Welt in Atem.
Der Gang in die Natur vor der Haustür ist jetzt gefragter
denn je. Wer ein bisschen innehält und das Leben und Trei-
ben von kleinen und großen Tieren beobachtet, der wird
sich einer gewissen Faszination nicht entziehen können.

 



17. Juli 2021 - Hamberg und Rodelberg
Das NSG Baumberger Aue steht unter Hochwasser.

 

Der Weg entlang des Zauns am Naturschutzgebiet
ist auf einmal unpassierbar. Ein Sommerhochwasser,
was eigentlich zu dieser Zeit selten vorkommt, hat
mit etwas über acht Metern die Baumberger Aue
und die Urdenbacher Kämpe im unteren Bereich unter
Wasser gesetzt. Heute Abend ist der Wasserstand
schon um ein Meter gesunken. Das lässt den Landwirt
auf Haus Bürgel aufatmen, denn bei neun Metern
hätte er seine Heuballen in die höher gelegene Scheu-
ne von Neu-Bürgel bringen müssen.

An den Ausläufern des Wassers
auf dem Wanderweg entlang des
Naturschutzgebietes im flachen
Bereich sah ich ein interessantes
Tier, das tot im Wasser lag. Erst
zuhause konnte ich es bestimmen:
Es war ein Rückenschwimmer (No-
tonecta sp.)
, der zu den Wan-
zen gehört. Sein Lebensraum
sind Tümpel, Teiche und Gräben. 
Größe: 13-18 mm


 

 Das Blaue Getreidehähnchen (Oulema gallaeciana) gehört zur Familie
der Blattkäfer. Dieser Käfer war ins Wasser gefallen und erreichte
mit letzter Kraft ein aus dem Wasser ragendes Stöckchen. Er machte
sich dann weiter auf den Weg, um ins Trockene zu kommen, denn er
hält sich lieber auf Gräsern auf und ernährt sich vom Blattgewebe.
Er erreicht nur eine Körperlänge von 3-5 mm.

 


Auf dem Weg am Naturschutz-
gebiet landet überlaut brummend
im seichten Hochwasser eine
Honigbiene (Apis mellifera),
die nur zum Wassertrinken
gekommen ist.







 



11. Juli 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Ein wenig furchterregend sieht dieses Insekt schon aus.
Wenn man die Farben schwarz und gelb sieht, denkt man direkt
an Wespen oder Hornissen. Weil das so ist, heißt dieses Insekt
auch Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria), doch Schweb-
fliegen sind für Menschen harmlose Wesen, die nur so gefähr-
lich tun, um Feinde fernzuhalten. 
Die Larven leben in Abfall-
haufen von Wespen-, Hornissen oder Hummelnestern. Diese
Art hat verschiedene Namen, so wird sie auch Große Wald-
​schwebfliege oder Riesen-
Hummelschwebfliege genannt. Sie
erreicht eine Körperlänge von 16-22 mm und ist somit eine
der größten hiesigen Schwebfliegen.

 

Erstaunlich viele Hauhechel-
Bläulinge
 (Polyommatus icarus)
sind jetzt zu sehen. Zwei habe
ich 
bei der Paarung erwischt:
links das Weibchen und rechts
das Männchen. 
Bisher vermisse ich noch die
Kurzschwänzigen Bläulinge, die
ich eigentlich jedes Jahr dort
beobachten konnte.


 


Zur Familie der Glasflügelwanzen
gehört Stictopleurus abutilon.
Sie ist in der Krautschicht auf
Brachen mit reicher Vegeta-
tion zu finden.
Körperlänge: 7-8 mm





 

(oben) Der Halbrote Zünsler (On-
cocera semirubella)
liebt trocken-
warme Waldränder, Wiesen und
Heiden. Spannweite: 17-29 mm.

(links) Dieses Jahr sind erfreu-
lich viele Grüne Heupferde zu
sehen. 



 

Der Braunrötliche Spitzdeckenbock
(Stenopterus rufus) hält sich von
Mai bis August auf Doldenblüten an
wärmeren Standorten auf. Die Lar-
ven hingegen entwickeln sich in ab-
gestorbenen Ästen von Laubbäumen.
Länge: 8-16 mm
rechts: Rotgelber Weichkäfer

 

 

 



9. Juli 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Seit einigen Jahren habe ich keinen Rosenkäfer (Cetonia aurata)
mehr gesehen. Zu meiner großen Freude entdeckte ich heute einen
auf dem Rodelberg. Ihn zeichnet eine Besonderheit aus. Er fliegt
mit geschlossenen Flügeldecken, an denen Einbuchtungen sind,
durch die er die Hinterflügel streckt. Die meisten Käfer müssen
beim Fliegen die Deckflügel hochheben. Vielleicht hat der eine
oder andere das schon einmal bei einem Marienkäfer gesehen.
Rosenkäfer sind geschützt. Größe: 15-20 mm

 

       Gefleckter Schmalbock (Rutpela
         maculata),
Größe: 14-20 mm:
       Auf den ersten Blick sehen beide
       Arten (vergl. rechts) fast gleich
       aus, doch die Fühler sind gelb
       und schwarz geringelt.

Vierbindiger Schmalbock (Leptura
quadrifasciata)
, Größe: 11-20 mm:
Beide Arten haben sehr variable
Zeichnungen auf den Deckflü-
geln, doch die Fühler sind

bei dieser Art schwarz. 

Trotz ihrer wunderbaren Tarnung
fielen mir die beiden Raps-Weiß-
linge
(Pieris napi), die auch Grün-
aderweißlinge genannt werden,
auf. Ich habe sie sogar während
der Paarung fliegen gesehen.
Wenn die dunklen Adern schwach
gezeichnet sind, dann handelt es
sich um Falter der zweiten Gene-
ration. Flügelspannweite: 50 mm



 

Heute haben die Bläulinge endlich
das Terrain besiedelt. Die Männ-
chen des Hauhechel-Bläulings er-
kennt man an der blauen Ober-
seite der Flügel, die Weibchen
an der braunen. Zur Bestimmung
der Art sind unbedingt die Fle-
cken auf der Unterseite nötig.
Flügelspannweite: 25-30 mm

 

Solange das Grüne Heupferd (Tet-
tigonia viridissima)
ruhig sitzt, ver-
schmilzt es durch seine Farbe genau
mit der Vegetation. Erst wenn man
seinen Flug verfolgt und sieht, wo
es landet, kann man es entdecken.
Dieses Exemplar ist ein Männchen,
Körperlänge 28-36 mm. Die Weib-
chen werden größer: bis 42 mm.

 

Der Gemeine Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) war wirklich
"gemein". Es dauerte einige Zeit bis ich ihn ablichten konnte. Er liebt
offene Grünlandflächen, die weder zu nass noch zu trocken sind. Da
ist der Rodelberg gerade für ihn das richtige Biotop. Diese Art er-
reicht eine Körperlänge von 13-22 mm.

 

Die Rotgefleckte Raupenfliege (Eriothrix rufomaculata) ernährt sich
von Pollen und Nektar, die Larven jedoch parasitär in Eulenfalterraupen.
Größe: 6-10 mm



 



7. Juli 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Bisher habe ich kaum Schmet-
terlinge gesehen. So war es be-
sonders schön, mal wieder einen
Bläuling beobachten zu können.
Die Fotos zeigen das Männc
hen
des Hauhechel-Bläulings 
(Poly-
ommatus icarus
).
Flügelspannweite: 25-30 mm

 


Ein Käfer, den fast jeder schon
mal gesehen hat, weil er oft in
Massen auf Kräutern und be-
sonders auf Doldenblüten zu
finden ist. Es ist der Rotgel-
be Weichkäfer
(Rhagonycha
fulva)
. Länge: 7-10 mm

 

Zur Familie der Faulholzmotten
gehört Harpella forficella. Die
Falter besitzen auffällig lange,
nach oben gerichtete Mund-
werkzeuge. Die Eier werden in
moderndes Holz gebohrt, von
dem sich dann auch die Raupen
ernähren.
Flügelspannweite: 20-27 mm

 

Zur Familie der Raubfliegen gehört die Höcker-Habichtsfliege
(Dioctria rufipes). Sie ist an Waldrändern, Gebüschen und
Kiesgru
ben zu finden. Sie ernährt sich räuberisch von anderen
Insekten, 
denen sie als Ansitzjäger auflauert, um diese dann
meist im Flug zu erbeu
ten. Größe: 12-15 mm

 

Zur Familie der Raubfliegen gehört die Fransen-Mordfliege
(Choerades fimbriata). Sie fliegt von Juni bis September
und ernährt sich räuberisch. Sie liebt warme Laubwälder.
Hier hielt sie sich im Gehölzstreifen am Hamberg auf.
Körperlänge: 11-17 mm


 

Die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) wird auch
Zweifarbige Erdbiene genannt. Sie hält sich an Wald-
rändern, Gebüschen und Gärten auf. Sie ist sehr an-
spruchslos und nicht auf besondere Blüten oder Bö-
den angewiesen. Größe: 6-10 mm

 

Der Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Propylea quatuordecimpunctata)
oder Schachbrett-Marienkäfer hat ganz viele Farb- und Muste-
rungsvarianten. Er ist auf Laubgehölzen und krautigen Pflanzen
fast überall zu finden. Doch man muss schon genau hinsehen,
denn er ist nur 4-5 mm groß.

Die Raupen der Gespinstmotten
sind bestimmt schon vielen auf-
gefallen, wenn sie beispielsweise
Pfaffenhütchen oder Schlehe
völlig eingesponnen haben. Die
Büsche überleben den Angriff
der Raupen. Einen Gespinstmot-
tenfalter
(Yponomeuta sp.) zu
sehen ist schon 
schwieriger.
Flügelspannweite: etwa 20 mm

 

Zwei Rivalen buhlen um das Weibchen des
Kleinen Schmalbocks (Stenurella melanura). Dieses
 versucht,
vor den wilden Männern zu entkommen, doch es wird daran
gehindert. Erst nach einigen Rangeleien zieht endlich der
obere Störenfried als Verlierer ab. Die Kleinen
Schmalbockkäfer werden nur 6 bis 9 mm lang.

 


Die Weibchen des Grünen
Scheinbockkäfers
(Oedemera
nobilis
) haben nicht die keulen-
förmig verdickten Hinter-
schenkel (vergleiche 2. Juli).
Körpergröße: 8-12 mm







 



2. Juli 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Nur die männlichen Tiere des Grünen Scheinbockkäfers
(Oedemera nobilis) haben die keulenförmig verdickten
Hinterschenkel. Körpergröße: 8-12 mm

 

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis) ist eine
Schnabelfliegenart (s. Foto links). Nur die Männchen
haben ein nach oben gekrümmtes Hinterleibssegment,
das an den Stachel eines Skorpions erinnert. Bei den
Weibchen ist dieser Körperteil eine leicht nach oben
gebogene Legeröhre (Foto rechts).
Flügelspannweite: 25-35 mm.


 

Zur Familie der Breitmundfliegen
gehört Platystoma seminationis.
Sie fliegt von April bis Ende Juni
und hält sich in Gebüschen, Gär-
ten und Waldrändern auf. Diese
Art ist häufiger im südlichen als
im nördlichen Teil von Deutsch-
land zu finden. Größe: 5-8 mm



 

Die Braunweiße Kugelspinne (Theri-
dium impressum)
sitzt in ihrem Hau-
bennetz, das als Unterschlupf, aber
auch zum Beutefang genutzt wird.
Die Beutetiere werden durch kle-
brige Netzfäden festgehalten und
durch ein hochwirksames Gift ge-
tötet. 
Körperlänge: etwa 5 mm
 

So klein die Veränderliche Krabben-
spinne
 
(Misumena vatia) ist, so er-
folgreich ist ihre Methode, große
Beute zu machen. Sie lauert bewe-
gungslos auf einer Blüte, greift
dann blitzschnell zu und tötet
das Opfer mit einem Biss. Hier
ist es eine Honigbiene. Körper-
länge des Weibchens: 10 mm

 

 

Zwei Farbvarianten, doch sie sind dieselbe Art:
Rote Weichwanzen (Deraeocoris ruber)
Sie leben in der Krautschicht und saugen
an Blattläusen. Körperlänge: 7-8 mm

 

Durch die Klimaerwärmung ist der
Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea
funesta
) jetzt auch bei uns häu-
figer zu finden. Er hat viele wei-
ße Flecken und struppige Haare,
die aber bei älteren Exemplaren
mit der Zeit abgerieben werden.
Länge: 8-12 mm

 

Der Zweipunkt-Marienkäfer
(Adalia bipunctata) ist kleiner als
der allbekannte Siebenpunkt-
Marienkäfer und sehr viel selte-
ner. Doch auch er hat großen
Appetit auf Blattläuse. Er blieb
keinen Moment ruhig sitzen, des-
halb das etwas unscharfe Bild.
      Größe: bis 5,5 mm




 




15. Juni 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Der Braune Laubholzwickler
(Archips xylosteana) ist ein
dämmerungs- und nachtaktiver
Falter. Sein Lebensraum sind
Gebüsche, Gärten und Parks.
Die Raupen leben in einem zu-
sammengesponnenen Blatt und
verpuppen sich auch dort.
Flügelspannweite: 15-23 mm

 

Der Gefleckte Schmalbock (Rut-
pela maculata)
hat eine sehr va-
riable Zeichnung auf den Deck-
flügeln. Durch Aneinanderreiben
von Hinterbeinen und Flügelde-
cken kann der Käfer zirpende
Geräusche erzeugen.
Körperlänge: 14-20 mm



 

Rüsselkäfer: Drei Graue Knospenrüssler (Peritelus sphaeroides)
Sie sind hauptsächlich in wärmeren Regionen zu finden. Bei Mas-
senauftreten können sie durch Blattfraß Schäden an Steinobst-
bäumen anrichten. Körperlänge: 5-8 mm

 

Der Wiesenkerbel-Blattkäfer
(Chrysolina oricalcia) fliegt von
Mai bis Oktober. Er hält sich
oft in Gewässernähe an Wald-
rändern auf. Futterpflanzen
sind einige Doldenblütler. 
Körperlänge: 6-9 mm


 


Die Bergblattwespe (Macrophya
montana)
fliegt von Mai bis Juli
und besucht oft Doldenblüten.
Die Larven entwickeln sich auf
den Blättern von Brom- und
Himbeeren. Foto: Weibchen.
Körperlänge: 9-11 mm



 


Auf dem Rodelberg wächst zwischen
all den Gräsern und teilweise schon
vorgestellten Blumen nur eine Pflan-
ze mit schönen gelben Blüten: das
Aufrechte Fingerkraut (Potentilla
recta).



 

Der Variable Weichkäfer (Can-
tharis livida)
fliegt von Mai bis
August. Er lebt auf Wiesen, an
Hecken und Waldrändern. Er er-
nährt sich hauptsächlich räube-
risch von anderen Insekten,
denen er an Blüten auflauert.
Körperlänge: 9-13 mm


 

Der Kleine Halsbock (Pseudovadonia livida) wird auch Bleicher
Blütenbock genannt. Die Larve entwickelt sich in Humuserde
innerhalb von zwei Jahren. Die Käfer erscheinen von Mai bis
Juli. Sie erreichen eine Körperlänge von 5-10 mm.

Sie werden sich vielleicht fragen,
warum dieses Bild? Ja, dieses Bild
hat mich sehr gefreut.
Monheim
hat dieses Mal am Wegrand nur
etwa ein Meter breit gemäht.
Die Pflanzen am Hang stehen in
voller Blüte und bieten Nahrung
für Insekten. Danke, Monheim.


 



Die Veränderliche Krabbenspinne
(Misumena vatia) sitzt bewegungs-
los auf der Blüte in Lauerstellung.
Wenig später hat sie schon blitz-
schnell ein Opfer mit den kräfti-
gen Vorderbeinpaaren ergriffen
und durch einen schnell wirken-
den Biss in den Hals getötet. Ihre
Beute kann oftmals um ein Mehr-
faches größer als sie selbst sein.
Die Männchen haben eine Körper-
länge von nur 4 mm, die Weibchen 
werden bis zu 10 mm lang.

 




 



Heuschreckenlarve auf der
Knospe einer Witwenblume

 

Die Zweipunktige Wiesenwanze
(Closterotomus norvegicus) gehört
zur Familie der Weichwanzen. In
manchen Gebieten gilt sie als land-
wirtschaftlicher Schädling. 
Größe: 6-9 mm






 



10. Juni 2021 - Balkon in Baumberg
 

Die Lehmwespe Ancistrocerus
trifasciatus 
(oben links) versorgt
die Brut mit Raupen kleiner Fal-
ter. 
 Ihr Einfliegen ins Bienen-
hotel bleibt nicht unbeobachtet,
denn d
ie Larven der Blaugrünroten 
Goldwespe (Chrysis fulgida) leben
parasitisch bei Lehmwespen.
Goldwespe: Länge 7-11 mm

 

Den Dunklen Holzklafterbock
(Xylotrechus rusticus) findet
man im Juni und Juli. Er ist
weit verbreitet, jedoch selten.
Die Larven leben in verschiede-
nen Laubhölzern, vor allem in
Pappel. Er saß auf der Wand
vom Balkon und hatte eine
Körperlänge von fast 20 mm.


 


Kaum sichtbar saß auf der Knospe
einer Glockenblume die Larve der
Grünen Stinkwanze (Palomena pra-
sina)
. Es war noch eine sehr junge
Wanze mit ihren 3 mm Körper-
länge.



 


 

9. Juni 2021 - Hamberg und Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Schwan mit sechs Jungen im Tümpel des NSG

 

Trauer-Rosenkäfer  (Oxythyrea funesta)

 

Braunrötlicher Spitzdeckenbock (Stenopterus rufus)
 

                Larve des Grünen Heupferds
 

Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus)
 

Beerenwanze

                    Streifenwanzen  
 

Breitstirnblasenkopffliege


 



5. Juni 2021 - Rodelberg
am NSG Baumberger Aue

 

Der Rodelberg hat sich mit vielen Margeriten
und Salbeiblüten geschmückt. Das Wetter ist
heute leicht bewölkt, und das könnte ein Grund
sein, dass kaum Insekten unterwegs sind.

 



Hummel-Keilfleckschwebfliege


 



Heuschreckennymphe
auf Hahnenfußblüte


 

             Wiesensalbei (Salvia pratensis)

         Kleiner Wiesenknopf  

 



Helle Tanzfliege


 

Zweifleckiger Zipfelkäfer

 

Stiftschwebfliege, Weibchen

 



3. Juni 2021 - Hamberg und Tümpel
NSG Baumberger Aue

 

Durch den regenreichen und kühlen Mai ist der Tümpel
gut gefüllt. Noch nie habe ich so große zusammenhän-
gende Bestände von Sumpf-Schwertlilie (links) gesehen.
Das seltene Sumpf-Greiskraut (rechts) wächst an
diesem Standort allerdings immer sehr üppig.  



 

Die Kammschnake (Ctenophora cf. ornata) braucht alte Laub-
waldbestände, da ihre Larven sich vom Mulm alter Bäume er-
nähren und dort auch die Eiablage erfolgt. Erwachsene Tiere
werden 20-22 mm lang.



 



Und wieder einmal ist eine
Veränderliche Krabbenspinne
erfolgreich gewesen und hat
eine Humme
erbeutet.





 

Die Blaue Florfliege (Chrysopa per-
la)
hat an der Basis der Vorderflü-
gel ein Organ, das Ultraschalltöne
wahrnimmt. Damit können sie sich
vor den nachts jagenden Fleder-
mäusen rechtzeitig schützen.
Körperlänge: 10-12 mm
Flügelspannweite: 25-30 mm


 




Larve der
Gemeinen Strauchschrecke
(Pholidoptera griseoaptera)


 



Gefleckter Schmalbock




 



Soldatenkäfer


 




Zimtwanze


 



Aus der Familie der Baumwanzen:
Peribalus strictus



 





Mausgrauer Schnellkäfer
(Agrypnus murinus)



 

 



Schnellkäfer

 

 

 

 

 

Schnellkäfer bei der Paarung

 


Ein kleiner Wickler
und Blattroller:
Celypha lacunana
Flügelspannweite: 16-18 mm



 



Stolperkäfer


 




Skabiosen-Langhornmotte

 



Rüsselkäfer


 



Weinbergschnecke








 



30. April 2021 - NSG Baumberger Aue
Hamberg


 


Auch auf dem Tümpel ist nichts
los. Dafür konnte ich aber einen
schönen Vogel fotografieren, der
nicht soviel Sympthien genießt:
Es ist die Rabenkrähe, die früher
eine große Fluchtdistanz hatte.
Als schlauer Vogel weiß sie heut-
zutage, dass sie seit vielen Jahren
keinen Jagddruck mehr fürchten
muss.


 

Heute ist ein trüber und wieder
kalter Tag. Keinen einzigen Schmet-
terling gesehen. Die sind vernünftig
und sind zuhause geblieben, was ich
auch besser hätte tun sollen. 



 



Zwei winzige Objekte habe ich
dann doch noch ausmachen können.
Es war die Larve der Eichenwanze
(Harpocera thoracica) und ein er-
wachsenes Tier, wo leider beim
Entfalten der Flügel etwas schief-
gelaufen ist. Wie der Name schon
sagt, leben sie auf Eichen und sau-
gen sowohl an Knospen als auch an Blattläusen.
Körperlänge: 6-7 mm





 



Den zarten Blüten der wilden
Kirsche machen das Wetter
nichts aus. Sie blühen üppig.









In vielen Etagen blüht auch
schon die Gold-Taubnessel
(Lamium galeobdolon), die
auch Gewöhnliche Goldnessel
genannt wird und zur Familie
der Lippenblütler gehört.
Es gibt noch eine andere Art,
die Silberblättrige Goldnessel
(Lamium argentatum) heißt
und das ganze Jahr über
silbriggezeichnete Laub-
blätter hat.








 

Wie jedes Jahr blüht wieder die
Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia

palustris) am Tümpeldie sehr
selten ist.

 


 



27. April 2021 - NSG Baumberger Aue
und vor dem Gehölzstreifen

 

Heute war es wieder sonnig und sehr schön warm.
Immer wieder fliegen Aurorafalter an mir vorbei.
Auch ein einzelner Zitronenfalter kreuzt meinen Weg.
Einige Bienen laben sich an den schönen Blüten der
Gefleckten Taubnesseln. Kaum andere Insekten sind
zu sehen. Auch auf dem Tümpel sind überraschender-
weise sehr wenige Wasservögel, sodass er fast unbe-
wohnt aussieht. Plötzlich fallen ein paar Stockenten ins
Wasser ein, und die fast immer unsichtbaren Zwergtau-
cher fangen an zu trillern. Selbst der Schwan hat
heute niemanden zum Wegscheuchen. Dafür hat er
aber nun Zeit, seiner brütenden Frau am Nest
Gesellschaft zu leisten.

 

Die Wollschweber werden auch Trauerschweber,
oder Hummelschweber genannt. Sie haben Ähnlichkeit
mit Hummeln, doch es sind Fliegen. 
Der Große Woll-
schweber 
(Bombylius major) gehört zu den ersten In-
sekten, die man im Frühjahr sehen kann. Er bevorzugt
offene, sonnige und sandige Stellen. Er ist ein schnel-
ler Flieger, der mit nach vorne gestrecktem Saugrüssel
im Schwirrflug vor der Blüte steht, um an Nektar und
Blütenpollen zu gelangen. Die Larven ernähren sich von
Pollen- und 
Nektarvorräten in Bienennestern, aber auch
von den 
Bienenlarven. Ob es sich bei dem obigen Insekt
eventuell um den Kleinen Woll
schweber (Bombylius
minor) 
handelt, 
ist schwer festzustellen, doch er war
sichtlich klei
ner als der Wollschweber von vor einigen
Tagen. Flugzeit ist von April bis Juni.
Körperlänge vom Großen Wollschweber: 9-12 mm,
vom Kleinen Wollschweber: 9-9,5 mm.

 

Der C-Falter (Polygonia c-album)
gehört zur Familie der Edelfalter.
Seinen Namen erhielt er durch eine
c-ähnliche Kennzeichnung auf der
Flügelunterseite. Nach der Über-
winterung fliegt diese Generation
bis April/Mai. C-Falter leben an
Waldrändern, in Gärten lieben sie
den Sommerflieder.
Flügelspannweite: 40-50 mm



 


Wie seit vielen Jahren brütet der
Höckerschwan (Cygnus olor) am
Tümpel. Seine Körperlänge beträgt
160 cm, seine Spannweite 240 cm.



 




24. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Tümpel

Das Wetter sieht blendend aus. Sonne den ganzen Tag und
blauer Himmel. Doch draußen ist es noch lausig kalt. Es sind
zwar 16 Grad, doch der Wind ist sehr ungemütlich. Heute
waren tatsächlich ein paar Insekten unterwegs, doch sonst
ist alles noch immer sehr spärlich. Der Löwenzahn blüht
an einigen Stellen üppig, doch der Trockenheit und Kälte
angepasst mit ganz kurzen Stängeln. Das Wiesen-Schaum-
kraut blüht nur vereinzelt und bietet so hauptsächlich den
Aurorafaltern Nahrung. Doch auch eine sehr ungewöhn-
liche Fliege suchte an der Pflanze Nahrung. Es war der
Große Wollschweber, der mehr wie eine pelzige Biene
aussieht und in der Luft steht mit schwirrendem Flügel-
schlag, 
um mit dem langen Rüssel, Nektar zu saugen.
Und dann war da im Tümpel ein noch sehr viel größeres

pelziges Tier, das extra aus dem Wasser kam, um sich
fotografieren zu lassen: eine Nutria.

 

Der Große Wollschweber (Bomby-
lius major)
gehört zu den Fliegen
und erreicht eine Körperlänge von
9 bis 12 mm. Auffällig ist der 6-8
mm lange Saugrüssel, der in Ruhe-
lage gerade nach vorn gestreckt
ist (hier auf Wiesen-Schaumkraut).
Links: Fotobeifang: eine Spinne.

 

Die Nutrias (Myocastor coypus)
kommen ursprünglich aus Südame-
rika, und seit 1930 leben verwilderte
Tiere in Deutschland. Sie erreichen
eine Körperlänge bis zu 65 cm. Der

Schwanz ist rund. An den Hinterfü-
ßen sind zwischen den ersten 
vier
Zehen Schwimmhäute.


 


Noch sieht der Rodelberg fast nur grün
aus, doch der Löwenzahn setzt schon
ein paar hoffnungsfrohe Akzente.

 




20. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Hamberg

Heute war es merklich wärmer. Nach der längeren Trocken-
phase hatte es jetzt wenigstens ein bisschen geregnet. Sofort
sieht alles grüner aus. Auch die bisher kümmerlichen Blüten-
pflanzen sind stattlicher geworden. Erfreulich, dass mehrere
Tagpfauenaugen und Aurorafalter meinen Weg kreuzten.
Dann sah ich noch einen Zitronenfalter und einen C-Falter.
Das Scharbockskraut mit seinen gelben Blütensternen setzt
fröhliche Akzente ins Laub. Sobald es erscheint, sind direkt
die kleinen Blütenfresser mit an Bord. Sie leben einfach mit
ihnen, ohne viel Schaden anzurichten. Scharbockskraut ist
ein Frühjahrsblüher und wird sich schon im Mai wieder in
den Boden zurückziehen.

Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist ein stattlicher Schmetterling mit
einer Flügelspannweite von 50 bis 55 mm. Wohingegen der Aurorafalter
(Anthocharis cardamines) nur eine Flügelspannweite von 35 bis 45 mm
erreicht. Er gehört zur Familie der Weißlinge. Die Männchen fallen
durch ihre auffallend orange gefärbten Vorderflügelspitzen auf. Hier
labt sich der Schmetterling an dem gerade frisch erblühten Wiesen-
Schaumkraut, das zu seinen bevorzugten Blütenpflanzen gehört.


 




15. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Hamberg

Es ist schon Mitte April, doch die Vegetation ist noch sehr spärlich.
Nach dem winterlichen Kälteeinbruch mit Schneeregen, Hagel und
Temperaturen nachts unter Null, wagen zwar schon einige Pflanzen
zu blühen, doch von Insekten ist keine Spur zu sehen. Auf meinem
Gang am Naturschutzgebiet entlang wurde ich schließlich doch
noch auf zwei Solitärbienen durch ihr Brummen aufmerksam.

Entschädigt fühlte ich mich durch das Treiben auf dem Tümpel.
Er ist vom letzten Hochwasser noch reichlich gefüllt und beher-
bergt eine Reihe von Wasservögeln. Erfreulicherweise halten sich
dort noch vier Krickentenpaare auf. Zwei Grauganspaare haben schon
Junge, davon wurde eins von den ständig dort lebenden und brüten-
den Graureihern geschnappt (s. Fotos unten). Das Schwanenmännchen
zeigte sich sehr erbost, als Graugänse es wagten, in die Nähe seines
brütenden Weibchens zu kommen. Mit drohend aufgerichtetem Ge-
fieder, gesenktem Kopf und lautem Zischen verfolgte er das Paar,
das mit seinen sechs Jungen so schnell wie möglich das Weite suchte. 
Wie wehrhaft Schwäne sind, haben auch schon mal die Kanadagänse,
die selbst sehr wehrhaft sind, erfahren müssen. Auch Zwergtaucher
sind dieses Jahr wieder da. Man sieht sie selten, doch ihre trillern-
den Rufe sind nicht zu überhören.

 

Und dann war da noch etwas Interessantes zu sehen. Es tauchten
wie aus dem Nichts plötzlich acht bis zehn Rauchschwalben auf,
die in zackigen Wellen hin und her über den Tümpel flogen, wo-
bei einige immer wieder ihren Schnabel ins Wasser tauchten.

 



6. April 2021
 

Den ganzen Winter über war es viel zu warm, doch am Oster-
dienstag gab es ein heftiges Schneegestöber, was jedoch keine
Auswirkungen bei uns hatte: Der Schnee blieb nicht liegen.

 



31. März 2021 - NSG Baumberger Aue - Tümpel

Der Schwarzdorn (Prunus spinosa), auch Schlehe genannt, steht in
voller Blüte. Insekten sind keine zu sehen, doch auf dem durchs
Rheinhochwasser gutgefüllten Tümpel ist so einiges los. Krickenten
Kanadagänse (Foto: mitte), Pfeifenten 
(Foto unten: Weibchen und
Männchen), 
Graureiher, Blässhühner, Graugänse und zwei Schwäne
teilen sich das Gebiet, wo jedoch heftiges Zanken manchmal nicht
ausbleibt und einer den anderen mit lautem Getöse und großer
Wasserspritzerei vor sich hertreibt.

 



25. und 27. Februar 2021
 

An diesen beiden Tagen konnte ich vom Balkon in Baumberg aus
Kraniche (Grus grus) fotografieren. Auf dem rechten Bild flogen sie nicht
in geordneter Formation Richtung Nordost. Sie waren durch irgendetwas
irritiert und kreisten eine Weile in beträchtlicher Entfernung.

 

 



Datenschutzerklärung
powered by Beepworld