Tipp: Sie können jedes Foto durch einen Klick
ins Bild vergrößern, ein erneuter Klick bringt
Sie wieder auf die Seite zurück.


 



In Bearbeitung

 


2021


Ein neues Jahr – doch mit alten Problemen.
Corona hält immer noch das Land und die Welt in Atem.
Der Gang in die Natur vor der Haustür ist jetzt gefragter
denn je. Wer ein bisschen innehält und das Leben und Trei-
ben von kleinen und großen Tieren beobachtet, der wird
sich einer gewissen Faszination nicht entziehen können.

 



30. April 2021 - NSG Baumberger Aue
Hamberg


 


Auch auf dem Tümpel ist nichts
los. Dafür konnte ich aber einen
schönen Vogel fotografieren, der
nicht soviel Sympthien genießt:
Es ist die Rabenkrähe, die früher
eine große Fluchtdistanz hatte.
Als schlauer Vogel weiß sie heut-
zutage, dass sie seit vielen Jahren
keinen Jagddruck mehr fürchten
muss.


 

Heute ist ein trüber und wieder
kalter Tag. Keinen einzigen Schmet-
terling gesehen. Die sind vernünftig
und sind zuhause geblieben, was ich
auch besser hätte tun sollen. 



 



Zwei winzige Objekte habe ich
dann doch noch ausmachen können.
Es war die Larve der Eichenwanze
(Harpocera thoracica) und ein er-
wachsenes Tier, wo leider beim
Entfalten der Flügel etwas schief-
gelaufen ist. Wie der Name schon
sagt, leben sie auf Eichen und sau-
gen sowohl an Knospen als auch an Blattläusen.
Körperlänge: 6-7 mm





 



Den zarten Blüten der wilden
Kirsche machen das Wetter
nichts aus. Sie blühen üppig.









In vielen Etagen blüht auch
schon die Gold-Taubnessel
(Lamium galeobdolon), die
auch Gewöhnliche Goldnessel
genannt wird und zur Familie
der Lippenblütler gehört.
Es gibt noch eine andere Art,
die Silberblättrige Goldnessel
(Lamium argentatum) heißt
und das ganze Jahr über
silbriggezeichnete Laub-
blätter hat.








 

Wie jedes Jahr blüht wieder die
Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia

palustris) am Tümpeldie sehr
selten ist.

 


 



27. April 2021 - NSG Baumberger Aue
und vor dem Gehölzstreifen

 

Heute war es wieder sonnig und sehr schön warm.
Immer wieder fliegen Aurorafalter an mir vorbei.
Auch ein einzelner Zitronenfalter kreuzt meinen Weg.
Einige Bienen laben sich an den schönen Blüten der
Gefleckten Taubnesseln. Kaum andere Insekten sind
zu sehen. Auch auf dem Tümpel sind überraschender-
weise sehr wenige Wasservögel, sodass er fast unbe-
wohnt aussieht. Plötzlich fallen ein paar Stockenten ins
Wasser ein, und die fast immer unsichtbaren Zwergtau-
cher fangen an zu trillern. Selbst der Schwan hat
heute niemanden zum Wegscheuchen. Dafür hat er
aber nun Zeit, seiner brütenden Frau am Nest
Gesellschaft zu leisten.

 

Die Wollschweber werden auch Trauerschweber,
oder Hummelschweber genannt. Sie haben Ähnlichkeit
mit Hummeln, doch es sind Fliegen. 
Der Große Woll-
schweber 
(Bombylius major) gehört zu den ersten In-
sekten, die man im Frühjahr sehen kann. Er bevorzugt
offene, sonnige und sandige Stellen. Er ist ein schnel-
ler Flieger, der mit nach vorne gestrecktem Saugrüssel
im Schwirrflug vor der Blüte steht, um an Nektar und
Blütenpollen zu gelangen. Die Larven ernähren sich von
Pollen- und 
Nektarvorräten in Bienennestern, aber auch
von den 
Bienenlarven. Ob es sich bei dem obigen Insekt
eventuell um den Kleinen Woll
schweber (Bombylius
minor) 
handelt, 
ist schwer festzustellen, doch er war
sichtlich klei
ner als der Wollschweber von vor einigen
Tagen. Flugzeit ist von April bis Juni.
Körperlänge vom Großen Wollschweber: 9-12 mm,
vom Kleinen Wollschweber: 9-9,5 mm.

 

Der C-Falter (Polygonia c-album)
gehört zur Familie der Edelfalter.
Seinen Namen erhielt er durch eine
c-ähnliche Kennzeichnung auf der
Flügelunterseite. Nach der Über-
winterung fliegt diese Generation
bis April/Mai. C-Falter leben an
Waldrändern, in Gärten lieben sie
den Sommerflieder.
Flügelspannweite: 40-50 mm



 


Wie seit vielen Jahren brütet der
Höckerschwan (Cygnus olor) am
Tümpel. Seine Körperlänge beträgt
160 cm, seine Spannweite 240 cm.



 




24. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Tümpel

Das Wetter sieht blendend aus. Sonne den ganzen Tag und
blauer Himmel. Doch draußen ist es noch lausig kalt. Es sind
zwar 16 Grad, doch der Wind ist sehr ungemütlich. Heute
waren tatsächlich ein paar Insekten unterwegs, doch sonst
ist alles noch immer sehr spärlich. Der Löwenzahn blüht
an einigen Stellen üppig, doch der Trockenheit und Kälte
angepasst mit ganz kurzen Stängeln. Das Wiesen-Schaum-
kraut blüht nur vereinzelt und bietet so hauptsächlich den
Aurorafaltern Nahrung. Doch auch eine sehr ungewöhn-
liche Fliege suchte an der Pflanze Nahrung. Es war der
Große Wollschweber, der mehr wie eine pelzige Biene
aussieht und in der Luft steht mit schwirrendem Flügel-
schlag, 
um mit dem langen Rüssel, Nektar zu saugen.
Und dann war da im Tümpel ein noch sehr viel größeres

pelziges Tier, das extra aus dem Wasser kam, um sich
fotografieren zu lassen: eine Nutria.

 

Der Große Wollschweber (Bomby-
lius major)
gehört zu den Fliegen
und erreicht eine Körperlänge von
9 bis 12 mm. Auffällig ist der 6-8
mm lange Saugrüssel, der in Ruhe-
lage gerade nach vorn gestreckt
ist (hier auf Wiesen-Schaumkraut).
Links: Fotobeifang: eine Spinne.

 

Die Nutrias (Myocastor coypus)
kommen ursprünglich aus Südame-
rika, und seit 1930 leben verwilderte
Tiere in Deutschland. Sie erreichen
eine Körperlänge bis zu 65 cm. Der

Schwanz ist rund. An den Hinterfü-
ßen sind zwischen den ersten 
vier
Zehen Schwimmhäute.


 


Noch sieht der Rodelberg fast nur grün
aus, doch der Löwenzahn setzt schon
ein paar hoffnungsfrohe Akzente.

 




20. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Hamberg

Heute war es merklich wärmer. Nach der längeren Trocken-
phase hatte es jetzt wenigstens ein bisschen geregnet. Sofort
sieht alles grüner aus. Auch die bisher kümmerlichen Blüten-
pflanzen sind stattlicher geworden. Erfreulich, dass mehrere
Tagpfauenaugen und Aurorafalter meinen Weg kreuzten.
Dann sah ich noch einen Zitronenfalter und einen C-Falter.
Das Scharbockskraut mit seinen gelben Blütensternen setzt
fröhliche Akzente ins Laub. Sobald es erscheint, sind direkt
die kleinen Blütenfresser mit an Bord. Sie leben einfach mit
ihnen, ohne viel Schaden anzurichten. Scharbockskraut ist
ein Frühjahrsblüher und wird sich schon im Mai wieder in
den Boden zurückziehen.

Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist ein stattlicher Schmetterling mit
einer Flügelspannweite von 50 bis 55 mm. Wohingegen der Aurorafalter
(Anthocharis cardamines) nur eine Flügelspannweite von 35 bis 45 mm
erreicht. Er gehört zur Familie der Weißlinge. Die Männchen fallen
durch ihre auffallend orange gefärbten Vorderflügelspitzen auf. Hier
labt sich der Schmetterling an dem gerade frisch erblühten Wiesen-
Schaumkraut, das zu seinen bevorzugten Blütenpflanzen gehört.


 




15. April 2021 - NSG Baumberger Aue - Hamberg

Es ist schon Mitte April, doch die Vegetation ist noch sehr spärlich.
Nach dem winterlichen Kälteeinbruch mit Schneeregen, Hagel und
Temperaturen nachts unter Null, wagen zwar schon einige Pflanzen
zu blühen, doch von Insekten ist keine Spur zu sehen. Auf meinem
Gang am Naturschutzgebiet entlang wurde ich schließlich doch
noch auf zwei Solitärbienen durch ihr Brummen aufmerksam.

Entschädigt fühlte ich mich durch das Treiben auf dem Tümpel.
Er ist vom letzten Hochwasser noch reichlich gefüllt und beher-
bergt eine Reihe von Wasservögeln. Erfreulicherweise halten sich
dort noch vier Krickentenpaare auf. Zwei Grauganspaare haben schon
Junge, davon wurde eins von den ständig dort lebenden und brüten-
den Graureihern geschnappt (s. Fotos unten). Das Schwanenmännchen
zeigte sich sehr erbost, als Graugänse es wagten, in die Nähe seines
brütenden Weibchens zu kommen. Mit drohend aufgerichtetem Ge-
fieder, gesenktem Kopf und lautem Zischen verfolgte er das Paar,
das mit seinen sechs Jungen so schnell wie möglich das Weite suchte. 
Wie wehrhaft Schwäne sind, haben auch schon mal die Kanadagänse,
die selbst sehr wehrhaft sind, erfahren müssen. Auch Zwergtaucher
sind dieses Jahr wieder da. Man sieht sie selten, doch ihre trillern-
den Rufe sind nicht zu überhören.

 

Und dann war da noch etwas Interessantes zu sehen. Es tauchten
wie aus dem Nichts plötzlich acht bis zehn Rauchschwalben auf,
die in zackigen Wellen hin und her über den Tümpel flogen, wo-
bei einige immer wieder ihren Schnabel ins Wasser tauchten.

 



6. April 2021
 

Den ganzen Winter über war es viel zu warm, doch am Oster-
dienstag gab es ein heftiges Schneegestöber, was jedoch keine
Auswirkungen bei uns hatte: Der Schnee blieb nicht liegen.

 



31. März 2021 - NSG Baumberger Aue - Tümpel

Der Schwarzdorn (Prunus spinosa), auch Schlehe genannt, steht in
voller Blüte. Insekten sind keine zu sehen, doch auf dem durchs
Rheinhochwasser gutgefüllten Tümpel ist so einiges los. Krickenten
Kanadagänse (Foto: mitte), Pfeifenten 
(Foto unten: Weibchen und
Männchen), 
Graureiher, Blässhühner, Graugänse und zwei Schwäne
teilen sich das Gebiet, wo jedoch heftiges Zanken manchmal nicht
ausbleibt und einer den anderen mit lautem Getöse und großer
Wasserspritzerei vor sich hertreibt.

 



25. und 27. Februar 2021
 

An diesen beiden Tagen konnte ich vom Balkon in Baumberg aus
Kraniche (Grus grus) fotografieren. Auf dem rechten Bild flogen sie nicht
in geordneter Formation Richtung Nordost. Sie waren durch irgendetwas
irritiert und kreisten eine Weile in beträchtlicher Entfernung.

 

 



Datenschutzerklärung
powered by Beepworld