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15. August 2019 - NSG Baumberger Aue - Rodelberg
 

Der Gemeine Hornklee (Lotus
corniculatus)
hat einen doldi-
gen Blütenstand. Er dient als
Futterpflanze, Stickstoff-
lieferant und Bienenweide.

 

Die Streifenwanze hat sich
in der nestförmig eingeroll-
ten Fruchtdolde der Wilden
Möhre
(zusammen mit Schaf-
garbe) bequem gemacht.

 

oben links: Kohlrüben-
Blattwespe
(Athalia rosae)
oben rechts:
Echte Blattwespe
(Tenthredro cf. notha)
Pflanzenwespen können
nicht stechen.

 

Die Weibchen der Veränder-
lichen Krabbenspinne
(Misu-
mena vatia)
können nicht nur
ihre Körperfarbe wechseln,
sondern auch Beute machen,
die größer als sie selbst sind.
Länge: bis zu 10 mm

 

Die Rotgefleckten Raupenfliegen (Eriothrix rufomaculata)
sind eifrige Blütenbesucher, während die Larven in Raupen
von Nachtfaltern parasitieren. Die Fliegen sind von Juli

bis August zu finden. Sie werden knapp 10 mm groß.
 

Zur Familie der Echten Blattwespen gehören
Tenthredo cf. marginella. Sie ernähren sich von
Pollen, Nektar und Honigtau. Sie fliegen von
Juli bis September. Länge: 9-12 mm


 



8. August 2019 - NSG Baumberger Aue - Rodelberg

 

Überall, wo man hinschaut, sieht man
Streifenwanzen (hier zusammen mit einer Larve).
Ich kann nicht widerstehen und muss sie immer
wieder fotografieren. Sie sind für Menschen
völlig harmlos. Allerdings sollte man sie nicht
ärgern, dann sondern sie ein stinkendes Se-

kret ab. Ihre Nahrung holen sie sich gern von
Doldenblütlern. Sie saugen Saft mit ihrem Rüs-
sel, den sie bei Nichtgebrauch unter den
Körper nach hinten klappen. Länge: 8-12 mm

 

Schön, grün und elegant: Das ist die
Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata).
Die Hinterflügel ragen unter den Vorderflügeln
hervor. Die Fühler erreichen die vierfache Kör-
perlänge. Die Legeröhre des Weibchens ist
sichelförmig gebogen. Es ist eine wärme-
liebende Art, die von Juli bis Oktober zu
finden ist. Körpergröße: 14-20 mm

 

Auch derTrauer-Rosenkäfer
(Oxythyrea funesta) ist eine wär-
meliebende Art. Er hält sich meis-
tens auf blütenreichen Wiesen auf.
Die Larven ernähren sich von Pflan-
zenwurzeln, die Käfer von Pollen.
Sie fliegen von Mai bis Juli.
Länge: 8-12 mm

Sehr grün ist auch das Große
Heupferd (Tettigonia viridissi-
ma)
, das hier die größte Lang-
fühlerschrecke ist. Männchen
erreichen eine Körperlänge von
28-36 mm. Diese Art bevorzugt
Gebiete, die warm, trocken und
windgeschützt sind.

Auf dem Rodelberg sind durch die
Trockenheit viele Pflanzen ver-
dorrt. In letzter Zeit hat es hin
und wieder geregnet, sehr zum
Wohle von Mensch und Natur.
Oben: Rainfarn, Beifuß
rechts: Wiesensalbei

 


Auch heute konnte ich wieder
drei Wespenspinnen auf dem
Rodelberg beim Fangen von
Heuschrecken und anderen
Insekten beobachten.

 



4. August 2019 - Rheinuferweg Baumberg

 

Die Gemeine Feuerwanze
(Pyrrhocoris apterus)   
ernährt sich oft von    
Samen und Früchten    
von Malvengewächsen.   

Oben ist eine Larve
und darunter
eine erwachsene
Feuerwanze
zu sehen.

    Hier auch noch einmal
      oben die Larve und
    unten die erwachsene
           Feuerwanze.
        Länge: 8-20 mm  

Cylindromyia bicolor gehört zur Familie der
Raupenfliegen. Diese Art ist wärmeliebend
und fliegt von Juni bis September. Sie
hielt sich an einem Garten in Rheinnähe
auf Wildem Wein (s. unten) auf.
Körperlänge: 10 mm


 

Hinter diesen Blättern vom Wilden Wein summte es
gewaltig. Hin und wieder tauchten Wespen auf, die
dann genauso plötzlich wieder im Blättergewirr ver-
schwanden. Nicht verwunderlich, denn dort hingen
die kleinen Trauben.

Der Trauer-Rosenkäfer (Oxythy-
rea funesta)
fliegt normalerweise
von Mai bis Juli. Er ist eine wär-
meliebende Art und hält sich
meistens  auf blütenreichen
Wiesen auf. Länge: 8-12 mm

 

                    unbekannt
 



Anfang August 2019

Zurzeit ist die Temperatur wieder moderat-sommerlich,
doch im Juli kletterte das Thermometer auf 40 Grad, was
sich verheerend auf Bäume, Büsche und Stauden auswirkte.
Unter manchen Bäumen liegt schon ein dicker Blätterteppich.
Gräser sind verdorrt, Brombeeren haben welke Blätter und
vertrocknete Beeren. Auch sind viel zu wenig blühende Pflan-
zen zu sehen, die so wichtig für die Insektenwelt sind. Und
auch die Vögel leiden, weil sie für die Jungenaufzucht kaum
proteinreiche Nahrung finden. Die wenigen kurzen Regen-
güsse brachten keinerlei Entspannung für Mensch und Tier.

 

3. August 2019 - NSG Baumberger Aue - Rodelberg
 

          Die Nymphe der Lederwanze
          braucht 5 Stadien bis zum
       erwachsenen Tier.  

 

Die erwachsene Lederwanze
(Coreus marginatus) kann Gift
verspritzen. Durch das Saugen an
Ampfer hinterlässt sie auf den
Blättern runde rote Flecken.
Länge: 10-16 mm

Die Kleine Keilfleckschwebfliege
(Eristalis arbustorum) ist von
März bis Oktober meist an Korb-
und Doldenblüten zu finden. Die
Larven entwickeln sich in ste-
henden Gewässern.
Körperlänge: 8-11 mm

 

Die Große Schwebfliege (Syrphus
ribesii)
ernährt sich von Pollen und
Nektar, die Larven von Blattläusen.
Die Tiere können sich bei kühlem
Wetter "warmsirren", ohne die 
Flügel zu bewegen. 
Körperlänge: 10-12 mm

Kohlrüben-Blattwespen
(Athalia rosae) ernähren sich
von Nektar, Pollen und Honig-
tau, die Larven von Pflanzen-
gewebe und verursachen Loch-
fraß bis Kahlfraß an Blättern.
Größe: 6-8 mm

 

Die Totenkopfschwebfliege
(Myathropa florea) ernährt sich
von Pollen und Nektar. Die Lar-
ven, die sich im schlammigen
Wasser entwickeln, fressen
faulende organische Stoffe.
Körperlänge: 10-14 mm

 

Zur Familie der Raupenfliegen
gehört Eriothrix rufomaculatus.
Die Fliegen sind eifrige Blüten-
besucher, während die Larven
in Raupen von Nachtfaltern
parasitieren. Länge: 6-10 mm

Die Blutrote Heidelibelle (Sym-
petrum sanguineum)
 gehört zur
Familie der Segellibellen. Auch
Weibchen sind oftmals rotgefärbt.
Flugzeit zwischen Juli und Novem-
ber. Flügelspannweite: 5-6 cm

Die Braune Tageule (Euclidia glyphica) gehört zwar
zu den Nachtfaltern, doch sie fliegt tagsüber. Sie
ist sowohl in trockenen als auch in feuchten Ge-
bieten zu finden.   Flügelspannweite: 25-30 mm

___________________

Die Wespenspinne (Argiope bruennichi)

Ursprünglich kam diese auffallende Spinne aus dem
südlichen Europa, doch sie hat sich seit 50 Jahren
immer mehr nach Norden vorgearbeitet. Bei uns ist
sie seit vielen Jahren heimisch, doch nicht jedes
Jahr ist sie ausfindig zu machen. Sind die Sommer
so heiß wie voriges und dieses Jahr, dann hat man
das Glück, diese wärmeliebende Spinne öfter zu
sehen. Der Rodelberg ist genau so ein Biotop, wie
sie es mag: sonnig, niedrige Vegetation und eine
hohe Heuschreckendichte. Heute habe ich drei
dieser schö
nen Spinnen gesehen, die verschieden
groß waren. Nur die 
Weibchen erregen Aufmerk-
samkeit. Sie sind 25 mm groß, während die Männ-
chen mit 6 mm zufrieden sein müssen.

Große Beute für eine noch junge Wespenspinne: eine Heuschrecke


Eine sehr viel größere
Wespenspinne hat nur
kleine Beute gemacht:
eine Beerenwanze.

(oben und rechts)




 

Bei der 3. Wespenspinne, die eine mittlere Größe hatte,
war ich Zeuge, wie sie eine gerade erbeutete Heuschrecke
mit heftigen Bewegungen einwickelte.


 



29. Juli 2019 - Am NSG Baumberger Aue - Rodelberg

 

Die Hottentottenfliege (Villa hottentotta) gehört zur
Familie der Schweber. Sie hat einen kugeligen Kopf
mit kurzem Rüssel und ist mehr oder weniger gold-
braun behaart. Sie bevorzugt trockenwarme Offen-
landschaften und fliegt von Juni bis Oktober.
Auf dem rechten Foto ist noch eine Krabben-
spinne zu sehen, die auf Beute lauert.
Größe: 11-19 mm

 

Gemeine Waldschwebfliegen
(Volucella pellucens)
Die Augen des Weibchens sind
durch die Stirn getrennt, das
Gesicht ist gelb. Ihr Lebens-
raum sind Wiesen, Waldränder,
Gärten und Parks.
Größe: 12-18 mm


 

Die Breitflügelige Raupenfliege (Ectophasia cf. crassipennis) ist
eigentlich ein Bewohner warmer Habitate. Der Name "Raupen-
fliege" täuscht allerdings, denn die Larven dieser Fliegenart
parasitieren in Wanzen. Größe: 5-10 mm


 


Die Gemeine Keilfleckschwebfliege
(Eristalis cf. pertinax) bevorzugt
Doldenblüten, während die Larven
in schlammigem oder fauligem
Wasser leben und mit einem
Atemrohr versehen sind.
Größe: 11-15 mm



 



21. Juli 2019 - Am NSG Baumberger Aue

 

Die Nymphen der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina)
sind in den unterschiedlichsten Stadien mit grüner
Grundfarbe sehr unterschiedlich schwarz und
weiß gemustert.

 

Der C-Falter (Polygonia c-album) gehört zur Familie der
Edelfalter. Seinen Namen erhielt er durch die C-ähnliche Zeich-
nung auf der Flügelunterseite. Zu finden ist er oft am nektar-
reichen Sommerflieder, doch auch an Waldwegen und -rändern.
Flügelspannweite: 40-50  


 

Das Große Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) ist eine
der größten bei uns vorkommenden Langfühlerschrecken.
Die Larven und die erwachsenen Heuschrecken ernähren
sich räuberisch von Insekten, aber auch von schwachen
und verletzten Artgenossen. Außerdem bevorzugen sie
weiche und krautige Pflanzen. Hier konnte ich zusehen,
wie es genüsslich die Blüten vom Wiesen-Bärenklau
vertilgte. Körperlänge bis 40 mm


 

Das Weibchen der Veränderlichen
Krabbenspinne 
(Misuma vatia) ist
nur 10 mm lang, doch es hat den
Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae)
mit Flügelspannweite von 40-50 mm gefangen.


 

Trauer-Rosenkäfer (oben links)
und Pinselkäfer (oben rechts)

Dieser Pinselkäfer mit seinen blass-
gelblichen Flügeldecken könnte der
Glattschienige Pinselkäfer
(Trichius zonatus) sein, dann wäre
er ein Rote-Liste-3-Kandidat.
Größe: 10-12 mm

Rotgelbe Weichkäfer (Rhagonycha
fulva)
sind sehr häufig in Gärten
und auf Wiesen, insbesondere
auf Doldenblüten, anzutreffen.
Sie sind tagaktiv und jagen klei-
nere Insekten. Länge: 7-10 mm


 

Die Igelfliege (Tachina fera) gehört
zur Familie der Raupenfliegen. Sie
besucht Blüten, die Larven hingegen
entwickeln sich in Schmetterlings-
raupen. Sie ist von April bis Mitte
Oktober zu finden. Länge: 9-14 mm


 



19. Juli 2019 - Rheinuferweg Baumberg
 

Immer wieder ein Blickfang ist
die 
Streifenwanze (Graphosoma
lineatum)
, die nicht nur eine auf-
fallende Oberseite, sondern auch
eine interessante Unterseite hat.
Körperlänge: 8-11 mm
(oben rechts: Larve)



 

Im Gegensatz zu den Jahren zuvor, habe ich leider bisher
nur diese zwei Raupen des Jakobskrautbärs (Tyria jacobaeae)
gefunden. Das ist allerdings nicht verwunderlich, denn die
Wegränder wurden schon zweimal gemäht, und damit ist
auch direkt die Futterpflanze der Raupen, das 
Jakobs-
greiskraut, weggemäht worden. Die Raupen werden etwa
30 mm lang. Um sich vor Feinden zu schützen, imitieren
sie die schwarzgelbe Warnfarbe der Wespen. 
 

 

Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) fliegt von
Anfang Juni bis Anfang September und gehört zur
Unterfamilie der Augenfalter. Die Raupen ernähren
sich von verschiedenen Süßgräsern.
Flügelspannweite: 40-48 mm

Der Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) ist mir vor zwei Jahren zum
ersten Mal aufgefallen. Jetzt habe
ich ihn schon öfter gesehen. Durch
die Klimaverschiebung haben sich
diese wärmeliebenden Käfer nach
Norden ausgebreitet. Sie ernäh-
ren sich von Pollen, die Larven von
Pflanzenwurzeln. Länge: 8-12 mm



 

Die Beerenwanze (Dolycoris bacca-
rum)
gehört zur Familie der Baum-
wanzen. Ihre Färbung ist sehr auf-
fallend. Neben dem "Naschen" an
Beeren vertilgt sie auch Blattläuse.

Körperlänge: 12 mm



 



Unfreiwillig muss ich mich jetzt
für etwa einen Monat abmelden.
Eine Augen-OP und dann noch
eine Hand-OP setzen mich
 außer Gefecht. Nach diesen
höllisch heißen Tagen werde
ich mich vielleicht dann bei
mäßigeren Temperaturen
wieder gut erholen können.


Einen schönen Juli wünscht
allen Naturinteressierten
Ingrid Knebel

 


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