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10. August 2026 - Am NSG Baumberger Aue
     Rodelberg

 

Die Nördliche Fruchtwanze
(Carpocoris fuscispinus)
auch Gelber Enak genannt,
soll sehr verbreitet sein,
für mich ist es ein Erstfund.
Sie ist sehr unscheinbar,
vielleicht oft übersehen.
Körperlänge: 11-14 mm

 

Die Veränderliche Krabbenspinne
(Misumena vatia) bevorzugt Dol-
den- und Korbblütler. Ihre Beu-
te greift sie blitzschnell mit den
verlängerten Vorderbeinen und
tötet sie mit Gift.
Körperlänge: 10 mm

Noch einmal die kleinen Kurz-
schwänzigen Bläulinge
bei der
Paarung gesehen. Sie gehören
zu den wenigen Insekten, die
auf dem fast abgeblühten Ro-
delberg noch fleißig fliegen.

Die Blutrote Heidelibelle (Sym-                petrum sanguineum) fliegt nicht
so hektisch wie andere Libellen.
Sie macht kleine Pausen auf Blü-
ten und lässt sich dann gut fo-
tografieren.

Körperlänge: 34-36 mm

Ich habe noch einmal nach der
Wespenspinne vom 27. Juli ge-
sucht und sie wieder am selben
Fleck auf den Wiesen-Flocken-
bumenbüschen gesehen. Sie sah
sehr wohlgenährt aus. Es hatte
sich sogar daneben noch eine
zweite angesiedelt.


Spinnenkokon mit frisch ge-
schlüpften Jungtieren. Ver-
mutlich von der Listspinne
(Pisaura mirabilis).

 


 



7. August 2026 - Am NSG Baumberger Aue
   Rodelberg

Am Rande des ausgetrockneten Tümpels wächst zurzeit in
violetten Wolken der Gemeine Blutweiderich (Lythrum salicaria).
Auf dem Rodelberg jedoch ist vorzeitig der Herbst eingekehrt.
Zwischen dem verdorrten Gras blühen zwar noch einige
Pflanzen wie Wilde Möhre und Rainfarn, doch sie scheinen,
den wenigen noch fliegenden Insekten nicht sonderlich zu
schmecken. Auch sie werden bald einsam in der großen
Hitze und Trockenheit dahinwelken. Vielleicht findet nach
einem großen Regen noch einmal ein spärliches Wachs-
tum statt, doch sicherlich dann wieder ohne Insekten.

Noch einmal konnte ich die
Kurzschwänzigen Bläulinge
(Cupido argiades) bei der
Paarung beobachten. Sie
hatten sich ein lauschiges
Plätzchen ausgesucht.

Flügelspannw.: 25-35 mm

Der Rhabarber-Zünsler (Onco-
cera semirubella
) ist ein schöner
Kleinschmetterling, der erst ent-
deckt wird, wenn er fliegt. Beim
Ruhen liegen die Flügel längs am
Körper, sodass er dann wenig auf-
fällt. Flügelspannweite: 17-29 mm

Die Gemeine Zierwanze (Adel-
phocoris cf. lineolatus)
 saugt be-
sonders gern an Hülsenfrücht-
lern und Doldenblütlern. Hier
auf verblühtem Rainfarn.

Körperlänge: 7-9 mm

 



6. August 2026 - Am NSG Baumberger Aue
                  Rodelberg und Hamberg

Die Veränderliche Krabben-
spinne
(Misumena vatia) ist
leuchtend gelb, gelbgrün oder
weiß. Sie kann auch ihre Farbe
der Blütenfarbe anpassen. Hier
allerdings sitzt sie auf Kratz-
distel und war deshalb gut zu
zu erkennen. Länge: 10 mm

Diese zwei bizarren Gestalten sind
Lederwanzen (Coreus marginatus),
die auch Rand- oder Saumwanzen
bezeichnet werden. Es sind noch
Larven, die sich nach fünf Sta-
dien zum fertigen Insekt ent-
wickeln. Sie saugen an Blättern.

Diese Wanze heißt  Sichelbein 
(Camptopus cf. lateralis). Sie
gehört in die Familie der Krumm-
fühlerwanzen. Die Art bevor-
zugt trockenwarme, sonnige 
Standorte.
Körperlänge: 11-14 mm

Bei der Gartenkreuzspinne
(Araneus diadematus) spinnt das
 Männchen an das Netz des
Weibchens einen Bewerbungs-
faden, um auf sich aufmerk-
sam zu machen (Paarung).
Körperlänge: Weibch. 18 mm
Länge: Männchen 10 mm

An nur einer Stelle auf dem Weg
am NSG entlang wachsen jedes
Jahr ein paar Drüsenblättrige
Kugeldisteln
(Echinops sphaero-
cephalus
). Es sind verwilderte
Zierpflanzen.

Und oben auf dem Rodelberg
gibt es ein paar verwitterte
Sitzgelegenheiten, wo man
über Gott und die Welt sin-
nieren kann oder im Besonde-
ren über den Rückgang von
Insekten und Vögeln frus-
triert ist.



 



4. August 2026 - Am NSG Baumberger Aue
   Rodelberg

Eine zauberhafte Begegnung

Etwas über 30 Grad und in der Sonne noch mehr. Doch zum
Glück macht sie immer wieder hinter Wolken Pause. Zum Fo-
tografieren ist das Licht dann besser, denn bei gleißender
Helligkeit werden konstrastarme Objekte dann fast un-
scheinbar. Plötzlich sehe ich aus dem Augenwinkel einen
überraschend großen Bläuling fliegen. Als er sich niederlässt,
sind es plötzlich zwei. Und noch dazu, die, nach denen ich bei
jedem Besuch Ausschau gehalten hatte. Und das Glück ist voll-
kommen: Bei der Paarung verhalten sie sich ruhiger und sind
dann besser abzulichten. Als sie sich getrennt hatten, wollte
ich noch ein einzelnes Exemplar fotografieren, was jetzt be-
deutend schwieriger war. Sie werden sie schon längst erkannt
haben: Es sind die Kurzschwänzigen Bläulinge (Cupido argiades),
die noch vor einigen Jahren eine Sensation waren, doch sich
jetzt auch in unseren Breiten etabliert haben. Sie sind die
zweitkleinste Bläulingsart in Mitteleuropa.
Flügelspannweite: 25-35 mm

Wie zur Begrüßung, entdecke
ich wieder ein Blutströpfchen.
Dieses Mal sehen die Flügel 
grau aus. Es kommt immer da-
rauf an, wie das Licht auf sie
fällt.

 

Vermutlich ist es die 6. Wespen-
spinne
, die ich hier sehe. Aber
vielleicht ändern sie auch ihre
Standorte, wenn sie wenig Er-
folg hatten. Deshalb kann die
Zahl nur eine Schätzung sein.

Bei Sturm ist es nicht ratsam,
den Weg entlang des Natur-
schutzgebietes zu gehen. Jetzt
ist der zweite Baum umgefallen
innerhalb von wenigen Monaten.

 

 



1. August 2026 - Am NSG Baumberger Aue
   Rodelberg

Dieses skurrile Tier ist die
Bohrfliege Chaetorellia jaceae.
Es ist ein Weibchen, was man
an dem Legebohrer (Foto links)
erkennen kann. Sehr erstaunlich
Farbe und Muster an dieser nur
4 mm langen Fliege.

Die Gemeine Zierwanze (Adel-
phocoris cf. lineolatus)
ist sehr
verbreitet und besiedelt sonni-
ge und trockene Lebensräume.
Körperlänge: 7-9 mm

 

Auch heute wieder ein Bluts-
tröpfchen
entdeckt. Zuerst sah
ich es nur schnell an mir vorbei-
fliegen, doch kurz vor dem Ein-
packen meiner Fotosachen ließ
es freundlicherweise noch einen
Fototermin zu.

Die Rotgefleckte Raupenfliege
(Eriothrix rufomaculatus) be-
siedelt blütenreiche Lebens-
räume und ernährt sich von
Nektar und Pollen. Die Art
fliegt von Juni bis August.
Körperlänge: 6-10 mm

Zum Mittagessen dieses Mal eine Heuschrecke
Noch einmal eine schöne Wespenspinne gesehen, die ihre
Lieblingsspeise - Heuschrecken - gerade eingepackt hat.

 



27. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
                 Rodelberg und Hamberg

Vor meinen Augen fängt eine Hornisse (Vespa crabro)
ein Insekt. Sofort bildet sich ein bewegliches Knäuel.
Sie bleibt nicht lange mit ihrer Beute am Rainfarn
hängen, sondern fliegt mit ihr zu einem weniger einseh-
baren Platz. Körperlänge einer Arbeiterin: 18-25 mm.

Die Punktierte Zartschrecke
(Leptophyes punctatissima)
ist ein Kulturfolger und be-
siedelt gerne Gärten und
Parkanlagen. doch auch an
Waldrändern und Streuobst-
wiesen ist sie zu finden.
Körperlänge: 10-15 mm

Der Gemeine Pilz-Marienkäfer
(Psyllobora vigintiduopunctata)
wird auch Zweiundzwanzigpunkt-
Marienkäfer genannt. Käfer und
Larven ernähren sich von Echtem
Mehltau. Körperlänge: 4,5 mm

Auf verblühter Wilder Möhre
sind noch etliche Streifenwan-
zen
(Graphosoma italicum)
bei der Paarung zu sehen.
Körperlänge: 8-12 m

 

Es wäre ein großer Zufall, wenn
man das Große Ochsenauge
(Maniola jurtina) mal mit geöff-
neten Flügeln sehen würde. Es
wird wohl ein Schutzmechanis-
mus sein, um für Freßfeinde mög-
lichst 
unauffällig zu sein.
Flügelspannweite: 40-48 mm

Die Gemeine Zierwanze
(Adelphocoris cf. lineolatus)
ernährt sich hauptsächlich
von Hülsenfrüchtlern, wie
verschiedenen Kleearten.
Körperlänge: 7-9 mm

Erfreulich, auch heute wieder ein Sechsfleck-Widderchen
(Zygaena filipendulae) gesehen. Manchmal erscheinen die
roten Flecken wirklich wie Blutströpfchen, weshalb es
auch so genannt wird. Die bevorzugte Futterpflanze ist
der Gewöhnliche Hornklee. Hier ist es auf Witwenblume
zu sehen. Flügelspannweite: etwa 38 mm

Die Gemeine Strauchschrecke
(Pholidoptera griseoaptera),
hier im letzten Nymphenstadium,
verkriecht sich nach morgendli-
chem Sonnen in dichte Vegetation.
Körperlänge: 13-20 mm

Der Sumpf-Ziest (Stachys pa-
lustris
) wächst an Wassergrä-
ben oder sonstigen feuchten
Standorten. Seine rübenartigen
Knollen werden von Schweinen
gerne gefressen.

Die Wespenspinnen (Argiope bru-
ennichi)
haben mich dieses Jahr
sehr überrascht. Während sie
sonst immer in einer kleinen Gras-
mulde etwa 30 cm über dem Bo-
den ihr Netz spannten, saßen sie
diesmal sogar in 1,20 m Höhe in
Wiesen-Flockenblumen-Büschen.


Der Gemeine Beifuß (Artemisia
vulgaris)
gehört zur Familie der
Korbblütler. Der blühende Bei-
fuß ist ein bedeutender Aus-
löser für Heuschnupfen.

 

Dieser schöne Admiral (Vanessa
atalanta)
hat mich mehrmals ge-
neckt, erst als er "merkte", dass
ich aufgeben wollte, hat er sich
sogar dekorativ auf ein welkes
Blatt gesetzt. Sehr nett von ihm!
(Er ist vom Leben gezeichnet.)





 



24. Juli 2026 - Auf Haus Bürgel

Da es immer weniger landwirtschaftliche Gebäude gibt, ist die
Rauchschwalbe (Hirundo rustica) fast schon verschwunden.
Doch auf Haus Bürgel wird noch Pferdezucht und Pferdehaltung
betrieben. Dadurch gibt es noch genügend offenstehende Fenster,
sodass Rauchschwalben gute Möglichkeiten zum Brüten haben.
Normalerweise legen die Weibchen 4-5 Eier, doch ich habe nur
ein Nest mit vier Jungen, eins mit drei und eins sogar nur mit zwei
gesehen. Einige Nester waren so angelegt, dass ich keine Möglich-
keit hatte, die Jungen zu zählen. Woran es liegt, dass kein größe-
rer Bruterfolg zu erkennen ist, mag daran liegen, dass dieses
Jahr extrem wenig Insekten bisher zu sehen waren.


 



21. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 Rodelberg

So sieht der Rodelberg zurzeit aus. Er mutet schon an,
als wäre der Herbst da. Doch es sieht schlimmer aus,
als es ist. Zwischen dem vielen verdorrten Gras
wachsen doch noch etliche Blumen. Die kleinen Hau-
hechel-Bläulinge sind im Moment die häufigste
Schmetterlingsart, die dort zu sehen ist. Dann flie-
gen noch Hummeln und Bienen und ein paar Libellen.
Der sonstige Ansturm auf die Blüten bleibt auch
dieses Jahr aus. Sehr bedauerlich für alle.

 

Der Faulbaum-Bläuling (Celas-
trina argiolus)
wird auch Gar-
ten-Bläuling genannt, weil er
immer häufiger in Gärten an-
zutreffen ist.
Flügelspannweite: 20-30 mm

 

Der Große Blaupfeil (Orthetrum
cancellatum) 
kann zwischen Juni
und Anfang 
September beobach-
tet werden. Das Foto zeigt ein

Weibchen mit kleiner Beute.
Flügellänge: 35-41 mm

Die Weibchen des Großen
Ochsenauges
(Maniola jurtina) 
können ein hohes Alter von 40
Tagen erreichen.
Flügelspannweite: 40-48 mm

Blutrote Heidelibellen (Sympe-
trum sanguineum)
sind an klei-
nen Stillgewässern von Juli bis
November anzutreffen.
Körperlänge: 34-36 mm
Flügelspannweite: 50-60 mm

Die Grüne Reiswanze (Nezara
viridula)
gehört auch zu den
Neozoen, die durch die Klima-
erwärmung sich immer weiter
nach Norden ausbreiten.
Körperlänge: 11-16 mm

Bei den Weibchen der Verän-
derlichen Krabbenspinne
(Mi-
sumena vatia)
variiert die
Färbung des Körpers zwischen
weiß, gelbgrün und leuchtend
gelb. Wer in die Nähe dieses
kleinen Monsters kommt, hat
keine Chance. Länge: 10 mm


Bei jedem Besuch entdecke ich
an anderer Stelle eine Wespen-
spinne
 
(Argiope bruennichi) 
Es macht immer wieder Spaß,
sie zu fotografieren.

Das ist der Tümpel im Natur-
schutzgebiet Baumberger Aue,
zumindest, wo der Tümpel vor
der großen Hitze war. Erfreu-
lich, plötzlich eine Storchen-
familie
dort zu sehen. Es wa-
ren zwei Alttiere mit drei
Jungen (Foto).



 



18. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 Rodelberg

Nach Tagen brütender Hitze ist heute der erste Tag,
an dem man aufatmen kann. Das Wetter ist besonders
günstig zum Fotografieren: hell, aber bewölkt. Dann ver-
blassen die Farben nicht durch gleißendes Licht. Obwohl
immer noch sehr wenige Insekten zu sehen sind, gab es
heute zwei Höhepunkte für mich. Zum einen ließ sich das
wunderschöne Sechsfleck-Widderchen für wenige Sekun-
den fotografieren, zum anderen waren es die Großen Blau-
pfeil-Libellen, die zweimal nichts dagegen hatten, dass ich
mich ihnen näherte. Das ist für mich ein glücklicher Tag.

Das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae) wird
auch Blutströpfchen genannt. Sein Lebensraum sind Wiesen,
Waldränder und Brachen. Bevorzugt werden gelbe und vio-
lette Blüten angeflogen. Flugzeit ist von Juli bis August.
Flügelspannweite: 30-38 mm

Die Gemeine Seidenbiene (Colle-
tes daviesanus) legt ihr Nest in
dichten Lehmwänden an, am lieb-
sten mit vielen Hunderten zusam-
men. Die Brut wird mit Pollen und
Nektar von Korbblütlern versorgt.
Körperlänge: 7-9 mm

Die Hauhechel-Bläulinge (Polyom-
matus icarus) 
sind die einzigen,
die ich bei jedem meiner Be-
suche sehe. Dieser hier sah so
frisch aus, als wäre er gerade
erst geschlüpft.


 

Die Gemeine Wegwarte (Cicho-
rium intybus)
gehört zur Fami-
lie der Korbblütler. Seit dem
Mittelalter wird sie zur Arznei-
mittelherstellung genutzt.

 

Das Kleine Wiesenvögelchen
(Coenonympha pamphilus) wird
auch Kleiner Heufalter be-
zeichnet und ist gut an hohe
Temperaturen auf Wiesen
und Weiden angepasst.
Flügelspannweite: 23-33 mm

Weibchen und Männchen des Großen Blaupfeils (Orthetrum
cancellatum)
sehen nach dem Schlüpfen blass-gräulichgrün
aus. Danach färben sich die Weibchen gelb mit schwarzem
Gittermuster. Die Fotos zeigen ein junges Weibchen. Erst
wenn Männchen geschlechtsreif sind, bekommen sie ihre
mattblaue Farbe. Flügellänge der Weibchen: 35-41 mm

Die Flugzeit des Großen Blau-
pfeils
(Orthetrum cancellatum)
liegt zwischen Juni und Anfang
September. Das Foto zeigt ein
älteres Weibchen.
Flügellänge: 35-41 mm


Der weiße Fleck in der Mitte
ist die kleine Krabbenspinne,
die bereits zwei Fliegen als
Nahrungsvorrat getötet hat.




 



9. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
               Rodelberg und Hamberg

Der Glattschienige Pinselkäfer
(Trichius gallicus) ist eine wär-
meliebende Art. Die Käfer flie-
gen hauptsächlich im Juni und
Juli und besuchen verschiedene
Doldenblütler.
Körperlänge: 10-12 mm

 

In der Roten Liste von Bayern
galt der 
Trauer-Rosenkäfer
(
Oxythyrea funesta) 2003 noch
als stark gefährdet. Für den Ro-
delberg kann ich sagen, dass er
sich hier voll etabliert hat.
Körperlänge: 8-12 mm

Ich habe mich gefreut, endlich
mal wieder eine früher viel häu-
figere Pflanze wiederzusehen,
den Lippenblütler Gemeiner
Wirbeldost
(Clinopodium vulga-
re
). Wegen seiner langen Kron-
röhre können ihn nur Hummeln
und Schmetterlinge bestäuben.

Die Wespenspinne (Argiope
bruennichi)
wird auch Zebra-
und Seidenbandspinne genannt.
Die Art bevorzugt sonnige, of-
fene Standorte mit niedriger
Vegetation. Sie hält sich fast
immer in der Mitte ihres Net-
zes auf. Ihre Beute sind Heu-
schrecken, Bienen und Wespen
und sogar Schmetterlinge und
Libellen. Um eine Kopulation zu
überleben, muss das Männchen
sich schnell entfernen, sonst
wird es vom Weibchen ver-
speist, 
das eine Körperlänge
von 25 mm hat, während das

Männchen nur 6 mm hat.

Die Totenkopf-Schwebfliege
(Myathropa florea) besucht gern
Doldenblütler. Sie fliegt laut sum-
mend und sehr unruhig. und setzt
sich nur kurz ab.
Körperlänge: 12-14 mm

Die Igelfliege (Tachina cf.
fera)
gehört zur Familie der
Raupenfliegen.
Körperlänge: 9-14 mm

 Die zwei Roten Weichkäfer
(
Rhagonycha fulva) kennt
fast jeder als häufige Blü-
tenbesucher. Länge 7-10 mm

Die Gemeine Florfliege (Chryso-
perla carnea)
ist dämmerungs-
aktiv und ernährt sich von Pollen,
Nektar und Honigtau, den die
Blattläuse ausscheiden.
Flügelspannweite: 15-30 mm



 



4. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
               Rodelberg und Hamberg

Die Purpur-Fruchtwanze oder Verkannter Enak
(Carpocoris purpureipennis) kann von April bis September
auf Wiesen und an Feldrainen beobachtet werden. Ihre
Futterpflanzen sind Dolden- und Korbblütler. Diese
Wanzenart durchläuft fünf Nymphenstadien.
Körperlänge: 11-14 mm

Der Auenfliegenfänger (Ectemni-
us fossorius)
ist eine Grabwespe,
die erbeutete Fliegen in ihre
Nisthöhle trägt, um damit ihre
Brut zu versorgen.
Körperlänge: 17-21 mm

 

Die Mistbiene (Eristalis tenax)
gehört zur Familie der Schweb-
fliegen. Ihren 
Namen erhielt
sie, weil die 
Larven in
Jauchegruben 
leben.
Körpergröße: 14-18 mm

 

Die Beerenwanze (Dolycoris bac-
carum)
kommt auf Wiesen, Wald-
rändern und in Gärten vor. Die
Beeren, die von ihr ausgesaugt
werden, sind für Menschen unge-
nießbar. Körperlänge: 10-12 mm



 



3. Juli 2026 - Am NSG Baumberger Aue
               Rodelberg und Hamberg

Das Waldbrettspiel (Pararge aege-
ria)
 sitzt gerne auf Gräsern und
sonnt sich. Doch meistens liebt es
lichte und warme Wälder, um an
Baumsäften oder an dem Saft von
reifem Obst zu saugen.

Flügelspannweite: 32-45 mm

Die Blutroten Heidelibellen (Sym-
petrum sanguineum)
sind in den
Monaten Juli bis November an
kleinen Gewässern anzutreffen.
Paarung und Eiablage erfolgt in
Tandemstellung im Flug über dem
Wasser. Körperlänge: 34-36 mm

Ich habe viele übliche Insekten bis heute noch nicht gesehen.
Liegt es an dem langen für unsere Breiten sehr kalten Winter
oder an Trockenheit und Hitze? Erfreulich aber war, dass ich
vier Netze mit Wespenspinnen (Argiope bruennichi) entdeckt
habe. Sie gehören auch zu den Echten Radnetzspinnen, doch
ihr Netz ist im Vergleich zu dem Netz der Kreuzspinne fast
chaotisch. Aber es weist eine Besonderheit auf: Das Netz
hat ein auffallendes Zickzackband, das sogenanne Stabili-
ment, das die Wissenschaft sehr interessiert, doch noch
nicht herausgefunden hat, wofür es nützlich ist.
Körperlänge: Weibchen 25 mm; Männchen 6 mm.

Der Hasen-Klee (Trifolium
arvense)
ist ein Schmetter-
lingsblütler. Obwohl er sehr
flauschig aussieht, wird er
von Nutztieren wegen seiner
harten Stängel gemieden.
Blütezeit: Mai bis Juli

Das Große Ochsenauge (Maniola
jurtina)
gehört zu den häufigsten
Arten der Augenfalter und kann
von Anfang Juni bis Anfang Sep-
tember beobachtet werden.
Flügelspannweite: 40-48 mm

Es sind kaum Schmetterlinge
zu sehen, doch ein paar 
Hau-
hechel-Bläulinge 
(Polyomma-
tus icarus) 
fliegen nektarsu-
chend von Blüte zu Blüte.
Flügelspannweite: 25-30 mm


Netz einer
unbekannten Spinne


 


Eine vierköpfige
Krähenfamilie durchkämmt
die Wiese nach Futter.

 

Kuckuckshummeln (Bombus
cf. vestalis) betreiben keine
eigene Brutpflege. Sie lassen an-
dere Hummelarten ihren Nach-
wuchs ausbrüten und aufziehen.
Körperlänge: ca. 20 mm




 




16. Juni 2026 - Am NSG Baumberger Aue
                 Rodelberg und Hamberg

 

Die kleine Veränderliche
Krabbenspinne
(Misumena
vatia)
hat gerade eine Ho-
nigbiene (Apis mellifera)
gegriffen. Die Spinne kann
ihre Farbe der Blütenfarbe
anpassen. Körperlänge: 10 mm

Das Echte Mädesüß (Filipendula
ulmaria)
gehört zur Familie der
Rosengewächse. Der sonderbare
Name könnte daher kommen,
dass die verwelkenden Pflan-
zen beim Abmähen einen süß-
lichen Geruch verströmen.

 

Heute ist wieder so ein Tag, wo
kaum Schmetterlinge fliegen.
Gerade noch einen 
Hauhechel-
Bläuling 
(Polyommatus icarus)
erwischt.

 

Eine interessante Schlupf-
wespe
hatte sich in die Küche
verirrt. Ehe ich sie wieder
freiließ, habe ich sie noch
schnell im Glas fotografiert:
Ichneumon cf. xanthorius
Körperlänge: 13-15


Als ich den Deckel geöffnet
hatte, brauchte das Männ-
chen noch einige Sekunden,
 um zu erkennen, dass es
frei war.





 



11. Juni 2026 - Am NSG Baumberger Aue
                Rodelberg und Hamberg

Eine Rabenkrähe hält Ausschau, ob im
Naturschutzgebiet (NSG) alles in Ordnung ist.

Die Breitflügelige Raupenfliege
(Ectophasia crassipennis), hier
ein Weibchen, ist in sonnigen
Offenlandbiotopen zu finden.
Die Art fliegt von Mai bis Sep-
tember. Körperlänge: 5-9 mm

Der Grüne Scheinbockkäfer
(Oedemera nobilis) wird auch
Blaugrüner Schenkelkäfer
genannt (s. im Foto oben ein
Männchen). Unten: Stolper-
käfer
(Valgus hemipterus).

Der Stolperkäfer (Valgus he-
mipterus)
sieht so aus, als 
brauche er dringend eine Re-
gendusche, um den Sand los-
zu werden.
Körperlänge: 6-10 mm

Die Körperdecke des Grünen
Scheinbockkäfers
 (Oedemera
nobilis)
glänzt bei Lichteinfall
metallisch grün. Wegen der
keulenförmigen Verdickung
an den Beinen wird er auch
Schenkelkäfer genannt.
Körperlänge: 8-12 mm

Eine kleine Spinne ist ein Meister der Überlistung
argloser Insekten. Es ist die Veränderliche Krabbenspinne
(Misumena vatia), die eine Körperlänge von nur 10 mm hat,
sich aber nicht scheut, Beutetiere, die ein Mehrfaches
größer sind als sie, mit ihren vergrößerten und dornen-
bewehrten Vorderbeinpaaren zu greifen und ihnen eine
Injektion eines rasch wirkenden Giftes zu verabreichen.
Hier wurde das Schicksal einer Tanzfliege besiegelt.


 



9. Juni 2026 - Am NSG Baumberger Aue
               Rodelberg und Hamberg

Die Mistbiene (Eristalis
tenax)
gehört zur Familie
der Schwebfliegen. Ihren
Namen erhielt sie, weil die
Larven in Jauchegruben
leben. Körpergröße: 14-18 mm

Die Knautien-Sandbiene (Andre-
na hattorfiana)
 wurde 2017 zur
Wildbiene des Jahres gewählt.
Sie ist ein Spezialist und kommt
nur auf Acker-Witwenblume vor.

Körperlänge: 13-16 mm 

Buschkrabbenspinnen (Xysticus
spec.)
sind Lauerjäger, die kei-
ne Fangnetze bauen. Die Gattung
Xysticus umfasst viele Arten, so-
dass es schwierig ist, diese Art
zu benennen.

 


Der Braunrötliche Spitzdecken-
bock
(Stenopterus rufus) ist
eine wärmeliebende Art und
kommt hier nicht so oft vor.
Körperlänge: 8-16 mm

Der Weinberg-Lauch (Allium
vineale)
wächst gern an sonnigen
Stellen. Der kugelige Blütenstand,
der ein papierähnliches Blatthüt-
chen hat, entwickelt wenige Blü-
ten, doch viele Brutzwiebeln.

 

Kaum einen heimischen Käfer
habe ich bisher gesehen, doch der
Neubürger, 
Trauer-Rosenkäfer
(Oxythyrea funesta), ist auf
ganz vielen Blüten anzutreffen.

Körperlänge: 8-12 mm


Hier werden wohl irgendwann
kleine Spinnen herauskommen.







 



1. Juni 2026 - Am NSG Baumberger Aue
               Rodelberg und Hamberg

Es sieht schön aus, wenn der Spitz-Ahorn "Junge" bekommt.
Der Juni bringt alles mit, was man gar nicht so mag:
starken kalten Wind (schlecht zum Makrofotografieren),
dunkle Wolken mit Sonnenlöchern, starke Regengüsse.
Doch der Kuckuck ruft noch immer, zwar nicht mehr so
lustvoll wie vor Tagen, aber er hält eisern am Frühlings-
gedanken fest. Und die Frösche quaken und manchmal
sogar ohrenbetäubend. Die Wetterunbilden machen der
Natur gar nichts aus. Sie blüht und wächst, doch die ei-
gentlich gewünschten Bestäuber bleiben ziemlich rar.

Die Gemeine Stiftschwebfliege (Sphaerophoria scripta)
wird auch Gewöhnliche Langbauchschwebfliege genannt.
Auf vielen verschiedenen Pflanzenarten suchen diese
Fliegen nach Pollen und Nektar. Durch ihren langge-
streckten Körper können sie auch Röhrenblüten be-
suchen. Foto links: Weibchen; Foto rechts: Männchen.
Körperlänge: 9-12 mm

Gigantisch, diese Fühler von
der Gelbband-Langhornmotte
(Nemophora degeerella). Nur
beim Männchen überragen sie
ein Mehrfaches die Flügel. Bei
sonnigem Wetter führen sie
auffällige, schwebende Balz-
flüge aus.
Die Fühler der Weibchen sind
sehr viel kürzer (Foto unten).
Diese Art besiedelt Waldrän-
der und Lichtungen mit einer
guten Krautschicht - zu beob-
achten im Mai und Juni.

Körperlänge: 16-23 mm


Sogar einige der wunderbar
blauen Kornblumen haben sich
zwischen die vielen Blüten auf
dem Rodelberg gemogelt. Welch
schöne Farbbereicherung!

Die Hummel-Waldschwebfliege
(Volucella bonbylans) nutzt ihr
hummelähnliches Aussehen, um
ungehindert in die Nester von
Hummeln zu kommen. Dort er-
nähren sich die Larven von Ab-
fällen und toter Brut.
Körperlänge: 11-15 mm


Das Grüne Heupferd (Tettigonia
viridissima)
ernährt sich räube-
risch von Insekten. Das Foto
zeigt ein weibliches Jungtier.
Körperlänge: 28-36 mm

Die Knautien-Sandbiene (Andre-
na hattorfiana)
lebt solitär und
bildet keine Kolonien. Sie kommt
nur auf Wiesen vor, wo Acker-
Witwenblumen (s. Foto) blühen.
Körperlänge: 13-16 mm 

 



Schwer zu bestimmender
Laufkäfer (Carabidae)


 



28. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
       und Hamberg  

Die Schwarzweiße Erdwanze
(Tritomegas bicolor) kann bei
Störung zirpen. Die Töne sind
jedoch für den Menschen un-
hörbar. Körperlänge: 5-7 mm

 

Kuckuckshummeln lassen ihre
Jungen von fremden Eltern
aufziehen. Sie haben keine be-
sondere Beinbehaarung, um
Pollen sammeln zu können.
Keusche Kuckuckshummel
(Bombus vestalis )

Der Gefleckte Schmalbock (Rut-
pela maculata)
liebt Doldenblüt-
ler und ernährt sich vom Nektar
und den Pollen der Staubgefäße.
Die Käfer können von Juni bis
August angetroffen werden.
Körperlänge: 14-20 mm

Der Trauer-Rosenkäfer (Oxythy-
rea funesta)
hat sich anscheinend
hier bei uns etabliert. Den ersten
habe ich schon am 14. April gese-
hen, da waren noch kaum heimi-
sche Käfer unterwegs. 
Körperlänge: 8-12 mm 

Schnellkäfer können mit Hilfe
eines Sprungapparates sich selbst
in die Luft katapultieren. Dabei ist
ein klickendes Geräusch zu hören.
Mausgrauer Schnellkäfer (Agryp-
nus murinus)
, Länge: 13-17 mm



 


23. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
     und Hamberg

Der Ockergelbe Blattspanner
(Camptogramma bilineata) wird
auch Wellenspanner genannt.
Dieser Nachtfalter ist tagaktiv.
Er kommt in vielen Biotopen vor.
Flügelspannweite: 20-30 mm

 


So zwischendurch kann man sich
ja mal in eine Katze verlieben
- zumal sie versprochen hat,
nicht im NSG zu jagen.

 

Die Lederwanze (Coreus margi-
natus
) kann ein Abwehrsekret
verspritzen, das die mensch-
liche Haut braun färbt.
Körpergröße: 11-16 mm

 


 



21. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
     und Hamberg

Die Hufeisen-Azurjungfern
(Coenagrion puella) haben eine
Lebenserwartung von vier Wo-
chen. Sie ernähren sich von In-
sekten, die sie im Flug fangen.
Junges Weibchen
Körperlänge: 35-40 mm

Landläufig wird er Weberknecht
genannt, der Schwarzaugen-
kanker
 (Rilaena triangularis).
Er ist dämmerungs- und nacht-
aktiv und von Mai bis Juli an
Waldrändern zu finden.
Körperlänge: 4-6 mm
Beinspannweite: 170-180 mm


eventuell ist dies die Larve der
Zweipunktigen Wiesenwanze
(Closterotomus norvegicus)



 

Halmwespen (Cephus cf. spinipes) findet man von
Mai bis Juli auf Wiesen mit Blumen. Sie ernähren
sich von Pollen und Nektar hauptsächlich von Hah-
nenfußgewächsen. Körperlänge: 7-9 mm

Die Lederwanzen (Coreus margi-
natus
) sollen nach Äpfeln duften.
Ab Juli findet man sie oft auf den
großen Blättern von Ampfer, wo sie
durch Saugen auffallende kreisrun-
de rote Flecken hinterlassen.
Körperlänge: 11-16 mm

Die Beerenwanze (Dolycoris
baccarum)
gehört zur Familie
der Baumwanzen. Sie kommt auf
Wiesen, an Waldrändern und in
Gärten vor. Sie saugt an Bee-
ren, die dann ungenießbar sind.
Körperlänge: 10-12 mm

Die Weibchen der Feld-Kuckucks-
hummel
 (Bombus campestris) über-
wintern und fliegen im späten Früh-
jahr. Die Weibchen der neuen Ge-
neration fliegen erst ab Mitte Juli.
Körperlänge: 15-20 mm



Laufkäfer sind schwer zu
bestimmen. Es ist ein Schnell-
läufer Harpalus spec.







 


20. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
     und Hamberg

Auf dem Rodelberg setzt der schöne Salbei blaue Akzente.
Leider sind außer ein paar Hummeln keine Bestäuber am Werk.
Dafür begrüßt mich der Kuckuck bei jedem meiner Besuche
sehr intensiv mit seinen charakteristischen Rufen. 
Das Wetter ist genau, wie der Landwirt es mag:
 "Ist der Mai kalt und nass,
füllt's dem Bauern 
Scheun' und Fass!"
 

Die Braune Tageule (Euclidia
glyphica)
ist zwar ein Nachtfal-
ter, doch tagaktiv. Sie lebt in
trockenen und feuchten Gebie-
ten und ernährt sich gern von
Schmetterlingsblütlern.
Flügelspannweite: 25-30 mm

Gemeine Weichkäfer (Cantha-
ris fusca)
jagen auf Pflanzen
nach kleinen Insekten. Man
findet sie in Gebüschen und
auf Wiesen und Feldern.
Körperlänge: 11-15 mm

Die Gräser könnten Taube
Trespen
(Bromus sterilis) sein. 
Die reifenden Samenstände 
sind zuerst grünlich, verfärben
sich aber bei Sonneneinstrah-
lung ins rötliche.

Die Gemeine Blutzikade (Cer-
copis vulnerata)
ist tagaktiv
und hält sich auf Gräsern,
Kräutern und Sträuchern
auf. Bei Störung rettet sie
sich mit weiten Sprüngen.
Körperlänge: 8-10 mm

Viele Wildbienenarten sammeln
mit Vorliebe die Pollen des
Gewöhnlichen Hornklees (Lotus
corniculatus). Auch für den Hau-
hechel-Bläuling ist sein Nektar
eine wichtige Futterquelle.


Larve einer unbekannten
Pflanzenwespe


 

Die Futter- oder Saat-Wicke
(Vicia sativa) hat viele schwer
zu unterscheidende Unter-
arten. Sie blüht zwischen
Mai und Juli. 

Das Wiesen-Rispengras (Poa
pratensis)
gehört zur Fami-
lie der Süßgräser und ist
wäh
rend der Blütezeit einer
der Hauptverursacher für
Heuschnupfen.




 



16. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
und Hamberg (Altrheinböschung)

 

Dieser schöne Schmetter-
ling ist einer der häufigsten
im Gebiet: Hauhechel-Bläuling
(Polyommatus icarus). Die Fal-
ter können von Ende April bis
Oktober beobachtet werden.
Flügelspannweite: 25-30 mm

Die Glänzende Düstersand-
biene
 (Andrena nitida) baut
ihre Nester im Boden. Sie
besucht die Blüten vieler
verschiedener Pflanzen.
Körperlänge: 11-16 mm

Der Schein-Prachtwickler
(Ptycholoma lecheana) ist
in Laubwäldern, Gärten und
Parks zu finden. Die Futter-
pflanzen der Raupen sind
viele Laubbaumarten.
Flügelspannweite: 18-22 mm

Die Gelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae) baut ihr
Nest gerne auf sandigem
Boden. Hier besucht sie ge-
rade die Skabiosen-Flocken-
Blume, ihre Lieblingsblume.
Körperlänge: 12-14 mm

Der Siebenpunkt-Marienkäfer
(Coccinella septempunctata) ist
die bekannteste Art aus der gro-
ßen Familie der Marienkäfer. Die
Überwinterung findet mit vielen
Tieren gemeinsam am Boden zwi-
schen Laub, Gras und Moos statt.
Körperlänge: 5-8 mm

Die Raupen der Pfaffenhütchen-
Gespinstmotte
(Yponomeuta cf.
cagnagella)
haben sich in einem
Gespinst versammelt und werden
sich in Kürze verpuppen. Vorher
haben sie oft mit Gespinsten Bäu-
me und Büsche eingerüstet, die
zwar dann ihre Blätter verlieren,
 doch keinen Schaden nehmen.

Schnaken sind so etwas mit lan-
Beinen und farblos. Doch bei nä-
herem Hinsehen ist man ver-
blüfft. Sie können ganz schön
interessant aussehen. Diese Art
heißt Gefleckte Wiesenschnake

(Nephrotoma appendiculata).
Körperlänge: 10-15 mm

Frühlingsschnaken (Tipula verna-
lis)
kann man von April bis Juni in
Wald- und Sumpfgebieten beob-
achten. Sie sind sehr häufig. Man
kann sie an ihren schönen inten-
siv grünen Augen erkennen.
Körperlänge: 16-19 mm

 

Die Gemeine Blutzikade (Cero-
pis vulnerata)
wurde 2009 zum
Insekt des Jahres gekürt. Sie
mag warme Gegenden und saugt
an Gräsern und Kräutern.
Körperlänge: 7-11 mm

 

Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene
flos-cuculi)
hat fünf tief ge-
schlitzte Kronblätter. Sie fängt
an zu blühen, wenn auch der
Kuckuck aus seinem Winter-
quartier zurück ist. Die Farbe
der Blütenblätter reicht von
starkrosa bis weiß.

Zur Familie der Echten Blattwespen
gehört Macrophya ribis, die sich 
von Pollen und Nektar von Dolden-
blütlern ernährt, die Larven jedoch
von Holunderblüten. 
Körperlänge: 8-10 mm

 

Ich habe noch nie eine Grüne
Stinkwanze
(Palomena prasina)
mit derart roten Anhängen ge-
sehen. Vermutlich ist sie paa-
rungsbereit und wartet auf den
Partner. Körperlänge: 12-14 mm



 



7. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
   und Hamberg (Altrheinböschung)

 

Der Zweifleckige Zipfelkäfer
(Malachius bipustulatus) frißt
Pollen von Blüten und Gräsern.
Die Larven leben am Boden in
altem Holz, wo sie kleine In-
sekten jagen.
Körperlänge: 5-7 mm

Der Mausgraue Schnellkäfer
(Agrypnus murinus) hält sich
in der niedrigen Vegetation
an Waldrändern und Lichtun-
gen auf. Die Larven ernähren
sich von Insekten und Würmern.
Körperlänge: 13-17 mm

Die Gemeine Skorpionsfliege
(Panorpa communis) ernährt
sich von geschwächten und
toten Insekten. Doch manch-
mal stielt sie Spinnen die ge-
fangene Beute aus Netzen.
Flügelspannweite: 25-35 mm

Die Dickfußpantherspinne (Alo-
pecosa cuneata)
wird auch Keil-
fleck-Scheintarantel genannt.
Es war purer Zufall, diese kleine
Spinne auch noch mit ihrem rie-
sigen Eikokon entdeckt zu haben.
Körperlänge: 6-9 mm

Vierfleckige Kugelmarien-
käfer
(Exochomus quadripu-
stulatus)
ernähren sich von
Schild- und Blattläusen. Sie
sind auf Nadel- und Laub-
bäumen zu finden.
Körperlänge: 3-5 mm

In diesem Frühjahr stehen beson-
ders viele Salbeistauden auf dem
Rodelberg. Der Echte Salbei
(Salvia officinalis) ist eine immer-
grüne Gewürz- und Heilpflanze
und kann eine Wuchshöhe von bis
zu 80 cm erreichen.

In der Krautschicht im Halb-
dunkel des Gehölzstreifens am
Hamberg entdecke ich plötz-
lich zwei wunderbare Blüten.
Es ist der Felsen- oder Balkan-
Storchschnabel
(Geranium ma-
crorrhizum
): ein Neophyt und si-
cherlich ein Gartenflüchtling.


 



4. Mai 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 

Rund um den Tümpel im Naturschutzgebiet Baumberger Aue
blüht es zurzeit intensiv gelb. Es ist die hier üppige, in anderen
Gebieten seltene Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris).

Auch dieser farbenfrohe Käfer ist
ein Marienkäfer, und zwar der
Sechzehnfleckige Pilz-Marienkäfer
(Halyzia sedecimguttata). Gärtner
mögen ihn, weil er von Blättern den
Mehltau abfrisst.
Körperlänge: 5-7 mm

Der Gamander-Ehrenpreis
(Veronica chamaedrys) kann sich
auf vielerlei Arten vermehren:
Die Samen sind Regentropfen-
wanderer und Windstreuer
oder vegetativ durch Wur-
zeln.

Hat da jemand auf die Pflanze
gespuckt? Nein, das war die
Wiesenschaumzikade (Philaenus
spumarius
). In dem Schaum ent-
wickeln sich die Larven. Land-
läufig auch: Kuckucksspeichel.


Die Rotschwarze Blattwespe
(Tenthredo atra) ernährt sich
von Pollen und Nektar von
Doldenblütlern.
Körperlänge: 9-11 mm

Dies ist die Nymphe der Gewöhn-
lichen Strauchschrecke
(Pholi-
doptera griseoaptera), die erst
nach sieben Häutungen erwach-
sen, jedoch dann flugunfähig ist.

Die Fliegen der Gattung Pollena
gehören nach der Überwinterung
zu den ersten im Frühjahr flie-
genden Arten. Sie ernähren sich
von Nektar, gärenden Früchten
und Kot. Körperlänge: 5-12 mm

Der Kleine Wiesenknopf (Sangui-
sorba minor)
wird auch Pimpinelle
genannt und gehört zur Familie
der Doldenblütler. Er ist Raupen-
futterpflanze für mehrere
Schmetterlingsarten. 

Dieses Jahr ist auf dem Rodel-
berg ein sehr schöner Bestand an
Großem Ehrenpreis (Veronica
teucrium, Veronica austriaca)
zu
sehen. Diese Pflanze gehört zur
Familie der Wegerichgewächse
und blüht von Mai bis Juni.

 

 



28. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 

Zitronenfalter sind nicht nur ätherisch schön,
sie sind auch ganz erstaunlich. Ihre Lebensdauer be-
trägt 12 Monate, damit haben sie die höchste Lebens-
erwartung aller mitteleuropäischen Schmetterlinge.
Sie können als Falter überwintern ohne Schutz frei
in der Vegetation. Das gelingt ihnen mit Hilfe u.a. von
Glycerin, das den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeit
senkt, sodass sie 20 Grad minus überstehen können.
Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) sieht man mei-
stens nur eilig vorüberfliegen, deshalb habe ich mich
richtig beschenkt gefühlt, als einer sich gerade in
meiner Nähe auf einer Löwenzahnblüte niederließ.
Flügelspannweite: 50-55 mm


 

Gewürfelte Tanzfliegen
(Empis tessellata) halten
sich auf verschiedenen
Pflanzen an Waldrändern
oder feuchten Wiesen auf.
Sie ernähren sich von Nektar,
doch die Männchen leben auch

räuberisch und fressen kleine-
re Insekten. Vor der Paarung
wird ein erbeutetes Insekt 
dem Weibchen als Brautge-
schenk präsentiert.
Körperlänge: 9-13 mm

Die Gewöhnliche Goldnessel
(Lamium galeobdolon) liebt
lockeren Lehmboden und
wächst an Waldrändern oder
in Staudengebüschen. Durch
Wurzelausläufer bildet sie
oft ausgedehnte Bestände.

Eine kleine Bewegung auf einem
Blatt erregte meine Aufmerksam-
keit. Was mehr nach einer Raupe
zuerst aussah, entpuppte sich als
ein drolliges Rüsseltier.
Der Wellige Stängelrüssler (Lixus
cf. pulverulentus)
ist ein 11-18 mm
großer Käfer.

Raupe des Eichenwald-Frühlings-
wicklers
(Tortricodes alternella):
Wie der Name schon vermuten
lässt, sitzt sie auf einem Eichen-
blatt. Sie ist im letzten Larven-
stadium und sucht nach einer
Stelle zur Verpuppung.
Länge: etwa 20 mm

Das Waldbrettspiel (Pararge aege-
ria)
gehört zur Familie der Edel-
falter und dort zu den Augenfal-
tern.Wenn die Flügel zusammen-
geklappt sind und von den Hinter-
flügeln nur die Unterseite sichtbar
ist (unteres Foto), dann fällt der
Falter zwischen dem Gewirr von
Ästen und Laub kaum auf. Die
männlichen Falter verteidigen ihr
Revier indem sie vorbeifliegende
Rivalen versuchen zu vertreiben.  
Blüten werden nur selten angeflo-
gen, meistens saugen sie an Baum-
säften und Fallobst. 
Flügelspannweite: 32-45 mm

Die Schlupfwespe Echthrus
reluctator
hatte Gefallen an
meinem Fahrrad gefunden,
erst untersuchte sie den
Rahmen und dann den Fahr-
radkorb. Sowohl Männchen
als auch Weibchen haben
eine weiße Binde auf den
Fühlern. Das Foto zeigt ein
Männchen, die Weibchen
wären an ihrem fast kör-
perlangen Legestachel er-
kennbar. Länge: 10-16 mm


 

Es sind noch nicht allzu viele
Blumen zu sehen, doch der edle
Dolden-Milchstern setzt ein
leuchtendes Zeichen für Früh-
ling und Freude. 

 

Fast wie ein modernes Kunst-
werk sieht diese 
Listspinne
(Pi
saura mirabilis) aus, wie sie
ganz entspannt daliegt und
noch nicht bemerkt hat, dass
ich mich genähert habe.

Listspinnen präsentieren
sich in vielen Farbvarianten.
Sie fangen am Tag und in der
Nacht Beute, die sie in ein
Netz einwickeln. Bei Störun-
gen verschwinden sie blitz-
schnell in der Vegetation.
Körperlänge: 10-15 mm


 



23. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 

Der Rotkköpfige Feuerkäfer
(Pyrochroa serraticornis) ist
sehr viel seltener als der ähn-
liche Scharlachrote Feuerkä-
fer. Die Larven leben unter der
Rinde von Laubbäumen und er-
nähren sich von Insektenlarven.
Körperlänge: 10-14 mm

Die Märzhaarmücke (Bibio marci)
heißt auch Märzfliege. Die Männ-
chen lassen im Flug die Beine hän-
gen, was typisch für Mücken ist.
Erst tanzen sie in der Luft und
dann paaren sie sich auch in der
Luft.      Körperlänge: 8-11 mm

 

Das Ruprechtskraut (Geranium
robertianum)
  ist ein Storch-
schnabelgewächs, das aufgrund
ätherischen Öls einen starken
unangenehmen Duft ausströmt.
Bei vollem Sonnenlicht verfär-
ben sich die Blütenblätter rot.


 

Die Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris) ist auf Feucht-
wiesen zu finden, wo sie sich gern von Pollen, Nektar, Honigtau
und kleinen Insekten ernährt. Foto rechts: Paarung.
Körperlänge: Männchen 8-12 mm, Weibchen 8-14 mm.

Man sieht ihn selten, doch seine
trillernden Rufe hört man schon
im zeitigen Frühjahr, den Zwerg-
taucher
(Tachybaptus ruficollis).
Sein Name sagt schon alles. Er ist
klein und ein exzellenter Taucher.
Körperlänge: 25-29 cm



 



22. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 

Meinen ersten Trauer-Rosenkäfer
(Oxythyrea funesta) habe ich am
26. Juni 2017 am Rheinuferweg in
Baumberg entdeckt. Diese wärme-
liebende Art ist seitdem jedes
Jahr wieder aufgetaucht.
Körperlänge: 8-12 mm

 

Der Rapsweißling (Pieris napi)
ist erkennbar an seinen grünli-
chen Adern auf den Hinterflü-
gelunterseiten. Er ist ein sehr
häufiger Schmetterling, der
blütenreiche Wiesen anfliegt.
Flügelspannweite: 50 mm

 

Sieht die Listspinne (Pisaura
mirabilis)
eine Beute, bildet sie
aus allen Beinen einen Fangkorb,
spinnt sie blitzschnell ein und
trägt sie in ihr Netzoval, wo sie
diese kopfunter verzehrt.
Körperlänge: 10-15 mm

 

Dolden-Milchstern (Ornithogalum
umbellatum)
wird auch "Stern von
Bethlehem" genannt und gehört
zur Familie der Spargelgewächse.
Die Blütezeit reicht von April bis
Juni. Er wächst gern auf lehmigen
Böden. 

Die Gemeine Sumpfschwebfliege
(Helophilus pendulus) ernährt sich
von Pollen und Nektar
. Ihre Larven
besitzen am Körper
ende ein schwanzähnliches Atemrohr und
werden land
läufig als "Ratten-
schwanz
larven" bezeichnet.
Körperlänge: bis 14 mm

Ein prächtiger Vogel ist der Fasan
(Phasianus colchicus). Er stammt
ursprünglich aus Asien und wurde
in Europa zu Jagdzwecken ange-
siedelt. Um hier leben zu können,
muss er im Winter gefüttert wer-
den. Der Schwanz ist 45-60 cm lg.

 

Der Eingriffelige Weißdorn (Cra-
taegus monogyna)
gehört zur Fa-
milie der Rosengewächse. Mit sei-
nen vielen Blüten begeistert er
schon sehr zeitig im Frühjahr.


 

Der Echte Beinwell (Symphytum
officinale) hat viele Namen, die
alle auf seine Wirkung als Heil-
pflanze hinweisen: Beinwurz,
Schadheilwurzel, Wundallheil,
Arznei-Beinwell u.v.m. Er gehört
zur Familie der Raublattgewächse.

 

Die Weinbergschnecke (Helix po-
matia)
ist eine gehäusetragende
Landschnecke. In freier Natur
kann sie ein Alter von acht Jah-
ren erreichen, bei Haltung sind
sogar 20-30 Jahre möglich.





 



17. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue

Einer der bekanntesten Schmet-
terlinge ist das Tagpfauenauge
(Aglais io). Bei Gefahr klappen 
sie ihre Flügel auf und erzeugen
dabei ein zischendes Geräusch.
Die Augensignale wirken abschre-
ckend auf Vögel.
Flügelspannweite: 50-55 mm 

Der C-Falter (Polygonia c-album)
hat sehr variabel gefärbte Flü-
gel. Auf der dunklen Flügelunter-
seite hat er eine auffällige weiße,
C-ähnliche Zeichnung. Die Falter
sind bis Oktober zu finden.
Flügelspannweite: 40-50 mm

 

Die Eichenwanze (Harpocera thora-
cica)
ist weit verbreitet und besie-
delt gern sonnige und trockene Le-
bensräume. Sie saugen an den jun-
gen Knospen der Eichen und auch
an Blattläusen. Die Männchen sind
sehr flugaktiv. Länge: 6-7 mm

Der Eichelbohrer (Curculio glan-
dium)
gehört zur Familie der Rüs-
selkäfer. Die Weibchen bohren mit
ihrem körperlangen Rüssel tiefe Lö-
cher in unreife Eicheln, in die dann
ein oder zwei Eier gelegt werden. Körperlänge: 4-8 mm

Die Säbel-Dornschrecken (Tetrix
cf. subulata)
gelten als stumm. Um
in der Paarungszeit Weibchen auf
sich aufmerksam zu machen, wer-
ben sie mit einem Schaukelgang.
Körperlänge: 7-12 mm

 

Nur an einer Stelle am Hamberg
leuchtet es intensiv lila zwischen
dem Blattgrün. Es ist ein Silber
blatt
(Lunaria spec.), das nicht
hier hingehört und sicherlich
aus den oben liegenden Gärten
ausgebüxt ist.

Graugänse (Anser anser) sind Zug-
vögel, doch in den letzten Jahren
sind sie zu Standvögeln geworden,
da auch im Winter auf den Feldern
genügend Nahrung zu finden ist.
Am Tümpel zeigten sich die stol-
zen Eltern mit ihren fünf Jungen.

Hummelähnlich und doch ist dies
wollige kleine Tier eine Fliege.
Es ist der
 Große Wollschweber
 (Bombylius major), dessen starr
nach vorn gerichteter S
augrüs-
sel fünf bis sieben mm lang ist.
Beim Nektarsaugen steht er mit

schwirrenden Flügeln vor den
Blüten. 
Körperlänge: 9-12 mm


unbekannte Spinne


Unbekannte Spinne

 

Der Grüne Sauerampferkäfer
(Gastrophysa viridula) frisst uner-
müdlich und kann Blätter skelettie-
ren. Während der Paarungszeit und
vor der Eiablage ist der Hinterleib
des Weibchens aufgedunsen.
Körperlänge: 4-7 mm

 


 



15. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 

Ein Käfer mit seinen angenehmen Haustieren:
Der Gemeine Totengräber
(Nicrophorus vespillo)

Zuerst habe ich den kleinen Käfer bedauert, weil er auf
seinen Deckflügeln von Milden befallen war. Dann aber
erfuhr ich im Internet Erstaunliches:
Die Milben leben in einer Art Symbiose mit den Käfern,
die quasi das Taxi sind, um sich zu toten Tieren transpor-
tieren zu lassen. Als Gegenleistung fressen sie vorhan-
dene Fliegenlarven, um eine Nahrungskonkurrenz für
den Käfer auszuschalten. Körperlänge: 12-22 mm

 

Die Rotschwarze Gemüsewanze
(Eurydema dominula) wird auch
zierliche Gemüsewanze genannt.
Sie saugt gerne an Kreuzblüt-
lern. Sie ist auf Feuchtwiesen
und an Waldrändern zu finden.
Körperlänge: 5-8 mm


Auch in diesem Jahr wächst die
seltene Sumpf-Wolfsmilch (Euphor-
bia palustris)
an vielen Stellen im
sumpfigen Naturschutzgebiet.

Was mehr wie eine Hummel aus-
sieht, ist in Wirklichkeit jedoch
eine Fliege. Es ist der Große
Wollschweber
(Bombylius major),
dessen Saugrüssel fest nach vor-
ne gestreckt ist. Beim Nektarsau-
gen steht er wie ein Kolibri mit
schwirrenden Flügeln in der Luft.
Körperlänge: 9-12 mm

Gemeine Sumpfschwebfliegen (Helo-
philus pendulus)
fliegen von April bis
November. Sie ernähren sich von
Pollen und Nektar verschiedener
Blumen. Die Larven entwickeln sich
in sumpfigen Gewässern.
Körperlänge: bis 14 mm



Häufig auftretende Pflanzen, wie Taubnesseln, werden wenig beach-
tet, doch bei näherem Hinsehen
offenbaren sie ihre Schönheit. Die
Gefleckte Taubnessel (Lamium ma-
culatum) 
ist sehr variabel in der Fär-
bung der Blüten. Strikt getrennt,
doch in der Nähe sah ich heute zum
ersten Mal eine Ansammlung von
rosa Taubnesseln im Gehölzstrei-
fen am Hamberg.
 Vermutlich handelt
sich um
 Züchtungen und somit viel-
leicht um 
Gartenflüchtlinge.

Sehr üppig blüht in diesem Früh-
ling die Trauben-Kirsche (Prunus
padus),
Sie ist zu früh aus dem
Winterschlaf erwacht, ihre sonsti-
gen Bestäuber, wie Schwebfliegen,
Bienen und Falter, sind noch so
gut wie garnicht präsent.

Foto von links:
Krickenten-Männchen (Anas crecca)
Schnatterenten-Weibchen (Mareca
strepera) mit seinen zwei Männchen
auf dem Tümpel im NSG
>>> Mein Fotoapparat ist besser für
Makro-Aufnahmen geeignet <<<

 

Plötzlich ist der Kopf einer Nutria
(Myocastor coypus) auf der Wasser-
oberfläche zu sehen, die zügig zwi-
schen den Enten durchschwimmt, die
jedoch nicht groß Notiz von ihr neh-
men. Körperlänge: bis zu 65 cm.




 



14. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue
 


Bei Goldnesseln, deren Laub-
blätter weiße Flecken haben,
handelt es sich um Garten-
flüchtlinge. 


 

Der Trauer-Rosenkäfer (Oxy-
thyrea funesta)
, der ursprünglich
wärmere Gefilde besiedelt hat,
scheint endgültig hier angekom-
men zu sein. Er ist sogar früher
da, als die einheimischen Käfer.


 

Feld-Wespenbienen (Nomada
goodeniana)
fliegen von Mitte
März bis Ende Juni. Sie parasitie-
ren in Nestern von Sandbienen.
Körperlänge: 10-13 mm

 

Die Rotschopfige Sandbiene
(Andrena haemorrhoa) kommt in un-
terschiedlichen Lebensräumen vor.
Sie ist anspruchslos an ihren Nist-
platz und baut Nester an offenen
Stellen oder auch zwischen Kräu-
tern und Gräsern. Länge: 8-11 mm

Goldfliegen (Lucilia cf. sericata)
bei der Paarung. Diese schillern-
den Schmeißfliegen halten sich
gern in menschlichen Siedlungs-
gebieten auf. Sie nagen an
Fleisch- und Pflanzenresten.
Körperlänge: 5-11 mm




 



4. April 2026 - Am NSG Baumberger Aue

Nach den wenigen warmen Frühlingstagen ist der
Winter noch einmal zurückgekehrt. Es ist kalt und
sehr windig. Insekten lassen sich gar nicht sehen. 

 

Auf dem Weg entlang des Zauns vom Naturschutzgebiet
oder auf der Wiese zum Wasser hin halten sich immer mehrere
Fasane (Phasianus cf. colchicus) auf. Wegen ihres weißen Rings
werden sie auch landläufig als Ringfasane bezeichnet. Noch
scheinen die beiden gute Freunde zu sein, was sich vielleicht
ändert, wenn das Werben um Weibchen beginnt.

 

Das Wiesen-Schaumkraut (Car-
damine pratensis
) hat weiße bis
zart violette Blüten, die sehr
nektrarreich sind und eigentlich
viele Insekten anlocken, doch sie
sind zu früh und müssen noch eine
Weile auf ihre Bestäuber warten.

 


12. März 2026 - Am NSG Baumberger Aue

Ein schönes akustisches Erlebnis:
Der Kuckuck ist wieder da. Er rief etwas
entfernt aus der Urdenbacher Kämpe.

In einem Meer aus weißen Blüten blitzt auf einmal ein kleines biss-
chen Orange auf. Ein Schmetterling? Ich beobachte die Stelle genau.
Und plötzlich sehe ich den ersten Admiral (Vanessa atalanta) in diesem
Jahr. Zuvor hatte ich schon zwei Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
und drei Tagpfauenaugen (Aglais io) beobachten können, die aber in
schnellem Flug an mir vorbei eilten. Was für eine schöne
Überraschung an diesem frühlingshaften Tag!

Der Tümpel im NSG führt wieder
viel Wasser, sodass viele Enten und
Gänse beobachtet werden konnten.
Mindestens 20 Krickenten und Pfeif-
enten
, durch ihre charakteristischen
Rufe erkennbar, waren zu sehen.
Foto: Graugans (Anser anser)


 


3. März 2026 - Balkon

Wie jedes Jahr ist am Bienen-
hotel auf dem 
Balkon viel los. 
Die Männchen der Gehörnten
Mauerbiene
 (Osmia cornuta) 
sind an den langen weißen Haa-
ren an Gesicht und Unterseite
des Kopfes zu erkennen.
Länge: 12-16 mm

Die Kellerassel (Porcellio cf. scaber)
hält sich nicht nur in Kellern auf,
sondern auch in Gärten, Gewächs-
häusern oder Komposthaufen. Sie
ernährt sich meistens von abge-
storbenen Pflanzenteilen.
Körperlänge: 9-18 mm

 

Diese Spinne heißt Hausdorn-
finger
(Cheiracanthium mildei).
In der Dämmerung oder bei
Nacht streifen diese Tiere auf
der Suche nach kleinen Insek-
ten herum.
Körperlänge: 3-4,5 mm



 


27. Februar 2026 - Am NSG Baumberger Aue

Manche Wege sind vom Hoch-
wasser
unpassierbar geworden,
doch mit dem Fahrrad riskiert
mancher die Weiterfahrt und
nimmt nasse Füße in Kauf. Wenn
man das Gelände allerdings nicht
kennt, kann es gefährlich werden

 

 



26. Februar 2026 - Am und im NSG Baumberger Aue

Nach dem langen und ausnahmsweise mal sehr kalten
Winter wurde es von einem Tag auf den anderen
plötzlich Frühling. Wenige Tage zuvor noch nachts
Minusgrade und jetzt Temperaturen um 20 Grad.

 

Gerade sind die Blüten des Krokus' eilig gewachsen, da ist auch
schon ein eifriger Besucher da: die Hellgelbe Erdhummel (Bombus cf.
lucorum). 
Auch zu den ersten Anzeigern für das Frühlingserwachen
gehört das Schneeglöckchen (Galanthus).


 


Rheinhochwasser hat sich wieder
im NSG Baumberger Aue ausge-
breitet bei einem Kölner Pegel
von über sechs Metern.

 

Graureiher sind in unserem Gebiet
richtig zum Kulturfolger geworden.
Vor einigen Jahrzehnten waren sie
enorm scheu und flogen beim Sich-
ten eines Menschen in sehr großer
Entfernung
 direkt auf.

Fasane (Phasianus colchicus) waren früher viel öfter zu sehen.
Heutzutage freue ich mich, dass einer, vielleicht auch zwei,
sich im und am Naturschutzgebiet aufhalten.

 


Auch heute war wieder die Luft er-
füllt von Kranichrufen. Drei kleine-
re Schwärme habe ich gegen 15:30
Uhr vom NSG aus fliegen gesehen.





 


Am 25. Februar 2026 habe ich wieder Kraniche gehört und
dann gesehen. Es waren zwei Schwärme, deren letzten ich
komplett um 17:06 Uhr sehen und etwa 130 zählen konnte.

Am 20. Februar 2026 habe ich die ersten Kraniche gehört
und um 16:11 Uhr einen Schwarm von etwa 150 gesehen, die in
lockerer Formation Richtung Nordost flogen. Wenig später
folgten in akkurater V-Formation noch einmal 80 Vögel.

 



7. Januar 2026
Baumberger Aue und Rheinufer

 


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